Posts mit dem Label deutsche grammophon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label deutsche grammophon werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. Juni 2018

goldmeister: alles gold. review & clip

das label deutsche grammophon, die genres hiphop und jazz? dass es sich bei dieser kombination nicht um madlib, dj premier oder einen pete rock handelt, dürfte auf der hand liegen. phil ohleyer und chris dunker alias Goldmeister mischen stattdessen weniger die visionären, grenzsprengenden elemente des jazz als dessen goldenen zwanziger gute-laune-vibes mit dem, was von rapdeutschland in den charts der letzten jahre nachhaltig hängen geblieben ist: unter anderem adaptionen der hits von peter fox, fanta 4, fettes brot, jan delay sowie eine eigenkomposition lassen während des debütalbums "Alles Gold" (deutsche grammophon) keine langeweile aufkommen. das ergebnis wirkt vielleicht ein bißchen zu sehr auf erfolg getrimmt, aber dem duo und seiner begleitung aus dem hiesigen ragtime bandits-umfeld kann man sich schwer entziehen. aber seht selbst:

Mittwoch, 7. Februar 2018

daniel hope: albumteaser. video wednesday

kein clip im eigentlichen sinne, jedoch ein durchaus sehenswerter zusammenschnitt zu seinem neuen album präsentiert uns Daniel Hope am dieswöchigen video wednesday. "Den Ritterschlag bekam er von einem wahren Genie des 20. Jahrhunderts. Yehudi Menuhin erkannte die einzigartige Begabung Daniel Hopes bereits in dessen Jugendjahren. Menuhin wäre stolz auf ihn gewesen, hätte er Hopes Sturm an die Spitze der internationalen Geigenelite noch erleben dürfen. Hope ist, wie Yehudi Menuhin, ein Publikumsliebling. Den Hörerinnen und Hörern steht als Vorabtrack bereits Mozarts hinreißendes “Rondo Alla Turca” in einem neuen Arrangement von Olivier Fourés aus der Klaviersonate in A–Dur (K 331) zur Verfügung – auf iTunes zum Download und auf Apple Music und Spotify zum Streamen. Am 09. Januar wurde Daniel Hope in der Berliner Volksbühne mit dem Bronzenen Bären, dem Kulturpreis der BZ, ausgezeichnet." weiter unten präsentieren wir euch zudem einen auszug seines konzertes in der hamburger elbphilharmonie.
das album "Journey To Mozart" erscheint via deutsche grammophon am kommenden freitag.





Samstag, 4. November 2017

max raabe: der perfekte moment. album & clip

man soll ja nicht zu hart mit sich selbst ins gericht gehen... und manchmal - so wie in diesem fall - passt es denn vielleicht auch einfach. den perfekten moment, auf die albumveröffentlichung von Max Raabe hinzuweisen, habe ich nämlich tatsächlich verpennt. diese war nämlich schon letzte woche. aber der müßiggang ist dem bariton-sänger ja weder fremd noch unsympathisch. konsequenter weise trägt deshalb nicht nur der untenstehende clip, sondern sein komplettes album den titel "Der Perfekte Moment...Wird Heut Verpennt" (deutsche grammophon/universal). der hörer im umkehrschluss bekommt, was er erwartet: zwanziger jahre nostalgie, gekonnt und durchaus zeitgemäß inszeniert mit einmal mehr diverser prominenter unterstützung: anette humpe, rosenstolz' peter plate (übrigens zentraler kopf hinter beinahe allen "bibi & tina" kinofilm-soundtracks), ulf leo sommer und viele mehr. das akustische resultet bringt die promoinfo gut auf den punkt: "Die Erweiterung seines Autoren- und Produzententeams hat Raabes Genre nicht verändert, sie hat ihm ein Fenster geöffnet. Eine Brise Pop kam herein und legte sich mit Klanghölzern und Steeldrum über die gewohnt, perfekte Orchestrierung des Palast Orchesters. Das Album, das mit einem leichten Vibraphon beginnt und in einem 30-köpfigen Streichorchester gipfelt, klingt nach Sommer – und dem Spätsommer einer Romanze. Leicht schwingend hängt man mit Raabe in der Hängematte der Erwartungen, die man an das Leben zu zweit einst hatte." fröhliches schwelgen wünsche ich...

Mittwoch, 7. Juni 2017

lambert: sweet apocalypse. video wednesday

um ein haar wäre Lambert mit seinem vor einigen wochen erschienenen album "Sweet Apocalypse" (mercury kx) ungesehen an uns vorbeigerauscht. dabei liegt das unter dem deutsche grammophon-banner erschienene werk näher am pop als an klassischer musik. vielleicht auch, weil der protagonist bzw. pianist ähnlich so unterschiedlicher künstlern wie cro, slipknot oder ghost ebenfalls verhüllt vor sein publikum tritt. übrigens wie letztere immer mit leichtem augenzwinkern hinter der maske. aber seht und hört selbst:


nicht vorenthalten wollen wir euch den pressetext zum album: 

"Seit dem Jahr 2000 leben wir in der Postapokalypse. Eine Apokalypse, die allerdings nie stattgefunden hat. Kein weltweiter Systemcrash, keine Außerirdischen, kein gigantischer Meteorit, kein Erlöschen unserer Sonne. Nicht einmal die alte Lieblingshose ist endgültig zerschlissen. Das heißt natürlich nicht, dass die Angst vor dem Weltuntergang deshalb verschwunden ist - ganz im Gegenteil: Die Angst der Menschen vor anderen Menschen und dem, was diese den lieben langen Tag so alles anstellen, ist riesengroß. Und bei Mutter Natur weiß man natürlich auch nie, was sie gerade im Schilde führt. Von der kosmischen Strahlung im Hintergrund einmal ganz abgesehen. Sich als Pianist explizit den großen Themen zu nähern ist natürlich immer etwas schwierig. Die Seele kennt nun mal keinen Unterschied zwischen dem Angriff eines Tigers, einem bösen Brief von der Bank oder einem blöden Blick des Nachbarn. Fühlt sich der Mensch bedroht dann bekommt er es mit der Angst zu tun. Und das, was den Menschen heute Angst einjagt, wird - zumindest in unseren Längen- und Breitengraden - immer abstrakter und führt zu einer immer diffuseren Lebensangst. Auf „ Sweet Apocalypse“ setzt sich Lambert auf ganz persönliche Art und Weise mit diesen Ängsten, von denen bekanntlich viele aus der Vergangenheit weit über das Heute hinausspuken, in 12 Kompositionen auseinander. Mal spendet er Trost, mal streichelt er sanft die Katze namens Melancholie, mal entwickelt er aus der Angst einen überlebensgroßen Pathos und lässt uns unerwartet über den Dingen schweben. Auf seinem dritten Album – dem ersten, das er für das in London ansässige Label Mercury KX aufgenommen hat - beweist der maskierte Pianist Lambert wieder einmal eindrucksvoll, dass er die komplette Gefühlsklaviatur des Lebens mit enormer Leichtigkeit spielen kann. Sein Gespür für kleine, große Melodien ist dabei immer noch außergewöhnlich."