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Montag, 26. Februar 2018
ady suleiman: need somebody to love. clip & album
aus großbritannien kündigt sich eine neue große stimme zwischen soul und pop an: Ady Suleimans bekanntheitsgrad wuchs in dem moment als er bei gilles peterson's worldwide awards als “breakthrough act of the year” nominiert wurde. dies führte dann wiederum zu support-shows für künstler wie michael kiwanuka, laura mvula, leon bridges und lianne le havas. ady hat alle tracks auf seinem debütalbum “Memories” (kartel music/pemba) selbst geschrieben und co-produzierte sie neben ivor-novello-gewinner cassel the beat maker (akala, plan b), richard archer, eric appapolay (neneh cherry, craig david, lionel ritchie) und grades (bastille, dua lipa, khalid). zu den highlights zählt u.a. die kommende single “need somebody to love”, deren clip wir euch hier oben präsentieren. darin mixt ady jazz mit jugendlicher verliebtheit, gezielten drums und sparsam eingesetzten choralen sequenzen.
ady suleiman schätzte schon immer musik der verschiedensten äras und hat ein tiefes bedürfnis seine lebenserfahrungen in geschichten umzuwandeln. dazu hat er einen zeitlos klassischen aber doch auch frischen sound entwickelt der gepaart mit seiner sprachlichen direktheit, bereits fans wie chance the rapper und joey bada$$ fand.
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Mittwoch, 17. Februar 2010
psychrock debutante. reviews
dass die musikalischen ergüsse von bands in diesem genre nicht immer leicht zu kategorisieren sind, bringt die angelegenheit ja konsequenterweise mit sich. The Cha Cha Guerillas treten beispielsweise als duo mit gitarre und schlagzeug in erscheinung, "Found Their Peace In Virgin Mary" (rhr records/bescure) wartet allerdings keineswegs mit der hitdichte der white stripes auf. stattdessen erhöht man deren trash-anteil nochmal um ein ordentliches quentchen - und verpasst dem ganzen album so einen unumwundenen proberaumcharakter. was die elf tracks trotz netter harmonien und witzigem hammond-orgel-einsatz zu einer kleinen herausforderung macht. the cha cha guerillas zelebrieren den dilettantismus hier mit dramatischer hingabe... und nur weil sich im ergebnis durchaus ein paar skurril-faszinierende momente entdecken lassen, wird nicht die rote karte gezückt. ach ja: und weil ich durchaus respekt davor habe, in zeiten wie diesen ein solches album - quasi ohne erkennbare zielgruppe - zu veröffentlichen.auch wenn sie ihren fokus nicht eben beengter wählen, stehen Dead Confederate zumindest klar im hier und heute: das programmatisch betitelte "Wrecking Ball" (kartel/naive/indigo) wird in bloggerkreisen gar mit dem prädikat "neo-psych" attributiert. und erscheint begleitet von hervorragenden referenzen... gilt doch nirvana- und sonic youth-entdecker gary gersh als ihr mentor. passend dazu mischt sich auf dem erstling der band aus georgia noiserock, grunge und eine prise alternativer country zu einer soundapokalypse zwischen sub pop-frühphase und postrock-eskapismus. umso erstaunlicher, als das ergebnis zwar einigermaßen gnadenlos, jedoch zu jeder zeit hörbar bleibt. einziger haken: nicht jeder moment auf diesem album klingt wirklich zwingend, mancherorts schimmern regelrecht altbekannte standards durch. am ende bleibt so immernoch ein äußerst gelungenes gesamtwerk, das den hier erwähnten legenden jedoch kaum gerecht werden kann. doch selbst wenn (noch) keine musikgeschichte geschrieben wird: anhänger ausladender songs von großer gestik finden hier eine inspirierte formation mit hörbarem hunger nach mehr.
wie das artwork, so der musikalische inhalt: kaum zu glauben, dass The Dolly Rocker Movement ihre songs ohne unvernünftige zuhilfenahme bewusstseinserweiternder substanzen kreieren könnten. und das, obwohl ihre mal psychedelisch, mal folking angehauchten songs eigentlich keiner fliege etwas zu leide tun können. im gegenteil: die spacigen, zurückgelehnten und immer für einen jam bereiten kompositionen gefallen zwar mit gelegentlichen fuzz-elementen - die meiste zeit allerdings wird in pop-harmonien der ganz alten schule geschwelgt. womit man zumindest einen kompetenten anhänger fand: "Our Days Mind The Tyme" (bad afro/indigo) erscheint als erste außer-skandinavische band unter der banner des dänischen bad afro labels; das quartett selbst stammt nämlich aus sydney. und brachte es in seiner heimat vorher bereits auf zwei alben. insofern stellen diese zehn stücke eigentlich nur ihr europa-debüt dar. welches zwar wenig spektakulär, jedoch ziemlich sympathisch ausfällt.
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