sein famoses letztes studioalbum "born like this" liegt gerade einmal ein paar monate zurück, nun ergänzt Doom seine ohnehin schon unüberschaubare diskographie um eine weitere veröffentlichung: "Unexpected Guests" (gold dust/!k7) versammelt in 17 tracks (plus live-clip zu "i hear voices") rare oder unveröffentlichte stücke sowie zahlreiche beiträge für alben anderer künstler, welche als gesamtheit ergebnisse der unzähligen kollaborationen des metallfingers zusammenstellt. heraus kommt - glücklicherweise - mehr als reine ausschußware. zusammengehalten von den in seinem kontext obligatorischen samples dürfen sich freunde des unkonventionellen, gerne etwas stolperigen hiphops über knapp 50 kurzweilige minuten freuen: der famose talib kweli beispielsweise tritt gleich zwei mal auf - und drückt dem opener sogar stärker seinen eigenen stempel auf als doom selbst. der ist wie schon seit k.m.d.-zeiten (von denen sich hier mit "sorcerers" ebenfalls ein track findet) natürlich selbst wieder nicht nur an den reglern, sondern auch reichlich am mikrofon zu hören. ein guter teil der wu-tang posse (masta killa, ghostface killah, inspectah deck, gza), sein leider verstorbene produzenten-kollege j dilla sowie auch unbekanntere interpreten wie count bass liefern dazu das adäquat rohes, abgedrehtes soundmaterial. "unexpected guets" wird damit zu einem lohnenden einstieg bzw. der entsprechenden vertiefung für diejenigen, denen das schaffen von mf doom noch nicht in seiner gänze bekannt ist. wirkliche sammler dagegen dürften einen guten teil der tracks in der einen oder anderen form schon besitzen.
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Mittwoch, 18. November 2009
doom: unexpected guests. review
sein famoses letztes studioalbum "born like this" liegt gerade einmal ein paar monate zurück, nun ergänzt Doom seine ohnehin schon unüberschaubare diskographie um eine weitere veröffentlichung: "Unexpected Guests" (gold dust/!k7) versammelt in 17 tracks (plus live-clip zu "i hear voices") rare oder unveröffentlichte stücke sowie zahlreiche beiträge für alben anderer künstler, welche als gesamtheit ergebnisse der unzähligen kollaborationen des metallfingers zusammenstellt. heraus kommt - glücklicherweise - mehr als reine ausschußware. zusammengehalten von den in seinem kontext obligatorischen samples dürfen sich freunde des unkonventionellen, gerne etwas stolperigen hiphops über knapp 50 kurzweilige minuten freuen: der famose talib kweli beispielsweise tritt gleich zwei mal auf - und drückt dem opener sogar stärker seinen eigenen stempel auf als doom selbst. der ist wie schon seit k.m.d.-zeiten (von denen sich hier mit "sorcerers" ebenfalls ein track findet) natürlich selbst wieder nicht nur an den reglern, sondern auch reichlich am mikrofon zu hören. ein guter teil der wu-tang posse (masta killa, ghostface killah, inspectah deck, gza), sein leider verstorbene produzenten-kollege j dilla sowie auch unbekanntere interpreten wie count bass liefern dazu das adäquat rohes, abgedrehtes soundmaterial. "unexpected guets" wird damit zu einem lohnenden einstieg bzw. der entsprechenden vertiefung für diejenigen, denen das schaffen von mf doom noch nicht in seiner gänze bekannt ist. wirkliche sammler dagegen dürften einen guten teil der tracks in der einen oder anderen form schon besitzen.
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Donnerstag, 30. Juli 2009
lex records 2009. next level shit
eine gefühlte dekade ist es her, dass Doom - mit oder ohne MF im namen - von der bildfläche verschwand. kurz nach brillanten kollaborationen mit nas (die beiden episoden "nastradoomus" wurden gerade wiederveröffentlicht) sowie madlib (das hochgelobte "madvillany" album), kurz vor dem durchbruch auf breiterer ebene. nun legt er endlich nach: mit neuem label und neuem album. und "Born Like This" (lex records/!k7/alive) kommt einmal mehr einer offenbarung für anhänger des eigentümlich dunklen hiphop gleich. die hoffnung bestätigt sich: das kmd-mitglied, welches gern und zahlreich unter pseudonymen in erscheinung tritt, kompensierte die lange ruhephase in einem perfekt ausgetüftelten gesamtwerk. welches so nonchalant irre beats und die daran klebenden vocals fusioniert, dass es beinahe unverschämt klingt. mit wu-tang raekwon hat sich der protagonist unter anderem einen ganz großen der vergangenheit ins boot geholt; doch auch sonst begnügt sich doom bei weitem nicht mit seinem produzentenposten. auf den 17 tracks flüstert, nuschelt, rüpelt und stolpert daniel dumile über seine soundkonstrukte, dass es eine wahre freude ist. und mit weiteren beiträgen von j dilla sowie madlib so essentiell wie deren letzte (sic!) veröffentlichungen. "born like this" bleibt zudem wohl die einzige platte der dekade, die mit einem vokoder-effekt arbeitet und mir damit einfach nur ein verzücktes grinsen ins gesicht zaubert... und nochmal lex records: mit Willie Isz bedient dort ein newcomer die klientel, welche mit dem avant-hiphop des antipop consortium hin zu labels wie anticon gefunden hat. und vielleicht über die ein oder andere outkast-platte im regal verfügt. denn auf "Georgiavania" (lex records/!k7/alive) wird längst nicht nur über ungewöhnliche beats gerappt: in "loner" beispielsweise bandeln willie isz mit dem pop an und kreieren dabei einen sound, der am ehesten mit einem yoni wolf konkurrieren kann. "the grussle" verbindet crunk-effekte mit irischem folk - und sieht wie die anderen tracks hier den spagat zwischen indie und rap kaum als herausforderung. hinter dem seltsamen alias verbergen sich übrigens produzent, sänger und rapper jneiro jarel sowie mc khujo goodie - damit also immerhin ein viertel von goodie mob. dem es gelingt, sich etwas bemerkenswert eigenständiges aufzubauen. erste reaktionen dürften das duo ermutigen... und geht man in zukunft noch etwas fokussierter vor, steht einer legendenbildung wohl nicht mehr viel im weg.
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