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Donnerstag, 17. September 2015
theo luft: wo ist der feind... album & clip
ab morgen in den läden: veröffentlichung nummer neun des kleinen, feinen hamburger labels k-klangträger. und noch bevor die ersten töne aus der stereoanlage klingen, sammeln Theo Luft mit ihrem coverartwork sympathiepunkte. für das einer kaum beachteten ep folgende debütalbum "Wo Ist Der Feind Wenn Man Ihn Braucht" (k-klangträger) wird der ex-berliner/wahlhamburger namensgeber von siggi förster (bass), stefan "troschi" troschka (gitarre) und falk szyba (drums) unterstützt. gemeinsam fabriziert man ein new-wave-pop-postrock-konglomerat, bei dem deutlich mehr leute als bisher aufhorchen sollten. denn nicht nur bei den eigenen wurzeln (rainald grebe, extrabreit und fehlfarben) zeigt man geschmack. auch im folgendem clip "der luxus der langeweile" präsentieren sich theo luft stilsicher as fuck:
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wo ist der feind wenn man ihn braucht
Montag, 17. August 2009
der name dieser band ist karpatenhund. review
anders wollen sie sein. spätestens mit dem neuen album. Karpatenhund mussten viel staub schlucken in ihrer kurzen geschichte. nicht nur deswegen, weil die luft zwischen "deutsch" und "pop" selbst in ihrer heimatstadt köln schon gefährlich dünn wurde. dank dem mtv-job von sängerin claire oelkers hatte man es sich zudem mit einem teil der avisierten zielgruppe von vornherein verscherzt. da wurde selbst ignoriert, dass die songs bislang objektiv wirklich recht charmant waren. mit dem - beinahe wie ein beschwörender hinweis betiteltem - neuem werk "Der Name Dieser Band Ist Karpatenhund" (wanderlust musik/bmg) versucht man nun das ruder spektakulär herumzureißen. mit saskia v. klitzing hat man eine neue schlagzeugerin an bord, die unter anderem bei fehlfarben, fm einheit sowie in eigenen theaterinszenierungen erfahrungen sammelte. also in konstellationen, die mehr zu bieten hatten als lieblichen konsensstoff für die deutschlandquote im formatradio. die vorab zum longplayer veröffentlichte "wald/mondo cane" ep klang teilweise wirklich etwas düster. und auch auf den elf neuen tracks gewinnt desöfteren eine hymnenfremde einstellung die überhand. dass das ergebnis trotz erhöhtem melancholiefaktor immer hübsch hörbar bleibt, mag mit den sich aus locas in love rekrutierenden musikern bzw. der persönlichkeit ihrer frontfrau zu erklären sein. und macht auch durchaus sinn. wie authentisch die "anderen" karpatenhund 2009 sind oder jemals waren, vermag ich nicht zu urteilen. kurzweilig ist das neue material allemal geraten. wenn auch weniger revolutionär, als die beteiligten behaupten bzw. es vielleicht erhofft hatten...
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Freitag, 7. August 2009
genie & wahnsinn. a tribute to fanta 4
dieses vorhaben ist entweder ziemlich mutig oder reichlich bescheuert: Die Fantastischen Vier versammeln für ihr "A Tribute To" (columbia/sony) album die créme de la créme dessen, wofür unsereins die deutsche musikszene so innig hasst. namen gefällig? xavier naidoo, sasha, thomas godoj oder mario barth (kreuzerbärmlich: "dicker pulli"). die massiven töne (genial: "picknicker") bleiben damit neben den spezializtz wohl die einzigen berechenbaren faktoren bei dieser zusammenstellung auf doppel-cd. womit haben wir es hier also zu tun? mit einem affront gegen die herkunftsszene der stuttgarter? oder einem provokanten plädoyer für mehr offenheit und toleranz? vielleicht auch nur mit einem marketingschachzug der betroffenen plattenfirma? fest steht, dass die 36 tracks für mich schon deswegen kurzweilig sind, weil der von dem langjährigen fanta4-manager (und "germanys' next superstar" moderator) andreas läsker inszenierte spagat konequent provoziert, zum lachen oder schimpfen nötigt. das geht schon los mit revolverheld, die - was für eine tolle idee - aus "was geht?" eine crossover-adaption im stil der neunziger jahre machen... sebastian krumbiegel fabriziert im anschluss aus "dicker pulli" zumindest etwas eigenständiges. wie sich überhaupt viele der interpreten angenehm selbstbewusst über die originale her machen. und neben fehlfarben, den yeti girls und pur (!) allein peter maffays "über nacht zum krieger gemacht" ein anspielen rechtfertigt. letzten endes scheitert das projekt für mich an seiner überschaubaren halbwertszeit: nach der ersten auseinandersetzung und ein paar diskussionen im freundeskreis kann man "a tribute to die fantastischen vier" nämlich ziemlich unbescholten wieder ad acta legen.
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