ihr vorgänger, "die schönste sprache der welt", rotierte in meinem autoradio mehr als eine handvoll male - und mit zunehmendem sommer noch zunehmend mehr... nun stellt sich aber plötzlich ernüchterung ein: Montreal's halbwertszeit hat sich auf album drei nicht gerade verlängert. im gegenteil: der selbstbetitelte longplayer klingt in etwa bzw. ziemlich genau wie der vorgänger. nette, wenngleich beliebige punkrock-hymnen mit teils mehrstimmigen refrains, die im windschatten der ärzte nach größerem rufen. dabei stört an "Montreal" (hamburg records) vor allem, dass die texte - trotz einiger ironie - so wahnsinnig brav bleiben. und am ende mit singles wie "endlich wieder diskozeit" sogar an der unerträglichen irrelevanz von itchy poopzkid gekratzt wird. naja, zumindest live könnte das hochproduzierte material noch ganz nett klingen. trotzdem: schade um die schönen melodien - montreal könnten es definitiv besser! My Defense dagegen können über glattgebügelte sounds kaum klagen. die kölner treiben sich seit einer ganzen weile im einheimischen hardcore-underground herum - und legen mit dieser ep ein neuerliches highlight vor: die sechs tracks auf "Make A Choice" (eigenvertrieb) werden all jenen gut reinlaufen, die mit der alten schule von youth of today bis hin zu vision aufgewachsen sind. genau in diesen breiten bewegt sich das material, dem man einmal mehr den humorigen anspruch zu gute halten muss - welcher im handmade-cover seinen vorläufigen höhepunkt findet. ach so - mit folgendem satz werde ich fortan jede review zu my defense beschließen, bis sich der zustand ändert: "liebe labels, gebt denen endlich mal einen vernünftigen vertrag! damit der gute stoff auch unter's volk kommt!".
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Sonntag, 4. Oktober 2009
reviews heute: deutscher punk mit "m"
ihr vorgänger, "die schönste sprache der welt", rotierte in meinem autoradio mehr als eine handvoll male - und mit zunehmendem sommer noch zunehmend mehr... nun stellt sich aber plötzlich ernüchterung ein: Montreal's halbwertszeit hat sich auf album drei nicht gerade verlängert. im gegenteil: der selbstbetitelte longplayer klingt in etwa bzw. ziemlich genau wie der vorgänger. nette, wenngleich beliebige punkrock-hymnen mit teils mehrstimmigen refrains, die im windschatten der ärzte nach größerem rufen. dabei stört an "Montreal" (hamburg records) vor allem, dass die texte - trotz einiger ironie - so wahnsinnig brav bleiben. und am ende mit singles wie "endlich wieder diskozeit" sogar an der unerträglichen irrelevanz von itchy poopzkid gekratzt wird. naja, zumindest live könnte das hochproduzierte material noch ganz nett klingen. trotzdem: schade um die schönen melodien - montreal könnten es definitiv besser! My Defense dagegen können über glattgebügelte sounds kaum klagen. die kölner treiben sich seit einer ganzen weile im einheimischen hardcore-underground herum - und legen mit dieser ep ein neuerliches highlight vor: die sechs tracks auf "Make A Choice" (eigenvertrieb) werden all jenen gut reinlaufen, die mit der alten schule von youth of today bis hin zu vision aufgewachsen sind. genau in diesen breiten bewegt sich das material, dem man einmal mehr den humorigen anspruch zu gute halten muss - welcher im handmade-cover seinen vorläufigen höhepunkt findet. ach so - mit folgendem satz werde ich fortan jede review zu my defense beschließen, bis sich der zustand ändert: "liebe labels, gebt denen endlich mal einen vernünftigen vertrag! damit der gute stoff auch unter's volk kommt!".
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Montag, 17. August 2009
der name dieser band ist karpatenhund. review
anders wollen sie sein. spätestens mit dem neuen album. Karpatenhund mussten viel staub schlucken in ihrer kurzen geschichte. nicht nur deswegen, weil die luft zwischen "deutsch" und "pop" selbst in ihrer heimatstadt köln schon gefährlich dünn wurde. dank dem mtv-job von sängerin claire oelkers hatte man es sich zudem mit einem teil der avisierten zielgruppe von vornherein verscherzt. da wurde selbst ignoriert, dass die songs bislang objektiv wirklich recht charmant waren. mit dem - beinahe wie ein beschwörender hinweis betiteltem - neuem werk "Der Name Dieser Band Ist Karpatenhund" (wanderlust musik/bmg) versucht man nun das ruder spektakulär herumzureißen. mit saskia v. klitzing hat man eine neue schlagzeugerin an bord, die unter anderem bei fehlfarben, fm einheit sowie in eigenen theaterinszenierungen erfahrungen sammelte. also in konstellationen, die mehr zu bieten hatten als lieblichen konsensstoff für die deutschlandquote im formatradio. die vorab zum longplayer veröffentlichte "wald/mondo cane" ep klang teilweise wirklich etwas düster. und auch auf den elf neuen tracks gewinnt desöfteren eine hymnenfremde einstellung die überhand. dass das ergebnis trotz erhöhtem melancholiefaktor immer hübsch hörbar bleibt, mag mit den sich aus locas in love rekrutierenden musikern bzw. der persönlichkeit ihrer frontfrau zu erklären sein. und macht auch durchaus sinn. wie authentisch die "anderen" karpatenhund 2009 sind oder jemals waren, vermag ich nicht zu urteilen. kurzweilig ist das neue material allemal geraten. wenn auch weniger revolutionär, als die beteiligten behaupten bzw. es vielleicht erhofft hatten...
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Mittwoch, 22. Juli 2009
karpatenhund. single und gratistrack
vom zweiter album der kölner karpatenhund erscheint ab diesen freitag die erste single „wald“ als download. zudem verschenkt die band ab freitag auf ihrer website den song „top ten hit“! was die vorab-ep "wald/mondo cane" (14.8.) sowie der longplayer „der name dieser band ist karpatenhund“ (28.8.) taugen, lest ihr in kürze hier...
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