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"Looking back now the summer of '88
When hardcore was young and the shows were great
The sky was the limit, the world was our stage
The future so bright we had to wear shades
I can't wait until two thousand ten
So we can relearn these songs and play them again and again!
I long for the days after we've had our fun
When we will look back on what we have done
We'll remember the dreams and all that it meant
But all the memories in the world, they can't pay the rent
Two thousand one: we'll call it quits the band will be done
Two thousand two: we'll sell our discography to you
Two thousand three: we'll sit back and we'll count our money
Two thousand four: two words - Reunion tour!"
so genial absurd, wie es die brillanten good clean fun in ihrem genialen track "I can't wait" auf den punkt gebracht haben, trifft es auf die rückkehr von Face To Face eigentlich gar nicht zu. den verweis auf diese visionären lyriks konnte ich mir dennoch nicht verkneifen. gerade weil gefühlt meine gesamte musikalische jugend zurückkehrt. ob vermisst oder nicht. zum glück wird an dieser stelle ohne viel aufhebens einfach an alte qualitäten angeknüpft. denn mit "Protection" (fat wreck/edel) legen die kalifornier tatsächlich ein knappes dutzen songs vor, welche mühelos und unverkrampf an die eigene jugend anknüpfen. vielleicht liegt es an der parallelel rückkehr zum ursprungslabel fat wreck. egal jedenfalls, ob der opener "bend but not broken" oder das mit singalong-refrain ausgestattete "double cross": die knackigen riffs, großen refrains und die ehrlich-direkte produktion machen einfach nur spaß. uneingeschränkte kaufempfehlung für alle punk rock connaisseure. hoffentlich bald auch wieder hierzulande auf tour!
hello again. auch in diesem jahr geht die trophäe "coolest song title" wieder in den hohen norden: Tackleberry aus kiel hätten wohl sogar mehrere kandidaten für diese auszeichnung in petto. mir persönlich gefällt "unfuckwithable" am besten ("moder wife is law" ist aber auch nicht schlecht, hehe) - und das neue album "Reinventing Appetite For Destruction" (zeitstrafe) nochmal deutlich mehr als das debüt "call me green". dies vor allem, weil die songs hier wesentlich ausgereifter wirken, jedoch die sympathischen eigenheiten beibehalten wurden. selbst wenn es gar nicht so leicht fällt, sie auf einen nenner zu bringen. vielleicht, weil es die nordlichter schaffen, nicht unähnlich good clean fun eine ironische außenperspektive einzunehmen - ohne szene oder inhalte zu verleugnen. möchte man tackleberry irgendetwas zum vorwurf machen, dann höchstens, dass die spielzeit mit acht knackigen tracks extrem mager ausgefallen ist. sei's drum, jene überzeugen zumindest mit ideenreichtum, rauher produktion und einer grundsympathischen interpretation von hardcore.
gleichermaßen eigenwillig, wenngleich in etwas andere richtung, klingen Todd Anderson aus marburg. die musik ihres zweitwerks "Zufluchtsort" (papership records/broken silence) erinnert an eine mischung aus deathwish-metal-anleihen sowie einer stimmlichen wie lyrischen tagtraum-pathos-kante. die teils persönlichen, teils politisch-aktuellen deutschen texte in kombination mit der atmosphärisch ebenso dichten wie treibenden gitarrenarbeit können zwar überzeugen; allerdings mäandern die recht langen tracks für meine begriffe teilweise etwas zu wenig fokussiert umher. erscheinen wird das stimmungsvoll aufgemachte album übrigens via dem unterm-durchschnitt-sublabel papership records, in das auch ein bandmitglied involviert ist. doch soviel deckungsgleichheit wie es zwischen unterm durchschnitt und sellfish sonst gibt - diesmal genügt es lediglich für sympathiebekundungen zu einer band, die ihre wirklichen höhepunkte noch vor sich haben könnte.