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Donnerstag, 16. Oktober 2014
jessie ware: tough love. review
exakt zwei tage nach ihrem dreißigsten geburtstag veröffentlicht Jessie Ware ihr zweites album. die erwartungen an die britische singer-songwriterin könnten größer kaum sein: ihr debüt "devotion" brachte es zu mehr als respektablem erfolg, was dazu führte dass man das werk nur zwei jahre nach veröffentlichung mittlerweile in form diverser re-issues erwerben kann. ob es "Tough Love" (universal music) ähnlich gehen wird? zumindest die voraussetzungen sind unverändert gut. der zeitgeist favorisiert elektronisch angetriebenen soul mit historienbewusstsein nach wie vor; und jessica louis ware kreiert mit ihren vocals ein passendes pendant zu den teils überraschend minimalistischen soundskizzen. und wer beim genuss der 40 minuten das gefühl hat, das coverartwork erinnere ein wenig an tori amos oder kate bush, wäre damit bestimmt nicht auf der falschen fährte. auch wenn die tiefe des songwritings hier nicht an deren glanztaten anknüpfen kann. dennoch erinnern produktion und atmosphäre der elf tracks immer wieder an eine geupdatete variante der koryphäen anspruchsvoller popmusik. lediglich lyrisch bleibt jessie ware etwas zu arg am klassischen thema liebe kleben. dennoch: anspieltipp für all jene, die neben fka twigs auch heute noch amos und bush die stange halten.
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Mittwoch, 5. Mai 2010
ellie goulding: lights. review
das vereinte königreich plant seinen nächsten hype... und mit diversen vorschusslorbeeren - unter anderem von der bbc - wird das debüt von Ellie Goulding hoch gehandelt. zu recht. wenn die plattenfirma allerdings querverweise in richtung kate bush und björk konstatiert, schießt man zwar am ziel vorbei... derartiges niveau sucht man auf "Lights" (universal) nämlich vergebens. dennoch kann die federleichte, beschwingte musik auf diesem ziemlich kompakten album überzeugen. woran es bei la roux beispielsweise krankte, kann miss goulding punkten: ihre stimme verfügt zumindest über ein wenig substanz; das songwriting sowie die nüchterne produktion (beides von bzw. in zusammenarbeit mit dem jungen produzenten starsmith entstanden) überzeugt über weite teile sogar. das hier ist schillernder pop mit wurzeln in den achtzigern, der elektronische beats mit akustischen gitarren und einer unverschämten hittauglichkeit kombiniert. was nicht nur für die singles, sondern für beinahe sämtliche tracks hier gilt. und dies dürfte erst der anfang des hypes sein: die zehn songs sind wie geschaffen für allerlei remix-schandtaten (man munkelt, dass bereits das phänomen burial interesse angemeldet hat)... und werden uns definitiv nicht nur im radio- und musikfernsehen, sondern auch in so manchen clubs einholen. nun, zumindest zu diesem frühen zeitpunkt, darf ich sagen: es gibt schlimmeres!
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