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Sonntag, 31. Mai 2015

a$ap rocky: at.long.last.a$ap. review

die vorschusslorbeeren nach dem zurecht gehypten vorgänger scheinen zunächst einmal übermächtig. und ob ein befreiungsschlag a lá kendrick lamar gelingt war durchaus fraglich. doch tatsächlich gefällt mir das neue werk von A$ap Rocky sogar einen tick besser als "long.live.a$ap". das liegt vor allem daran, dass sich auf "At.Long.Last.A$ap" (sony) die autoscooter-dorfdisko-zugeständnisse - welche sich  zugegebenermaßen durchaus sinnvoll in den sound rockys einfügen - nun fast vollständig ausgemerzt wurden. selbst wenn man bei features wie mark ronson, miguel oder rod stewart (in der ersten single "everyday") skeptisch sein darf: es handelt sich bei album nummer zwei ebenfalls ganz klar um rap, wenn auch um die variante ohne scheuklappen. diesmal vielleicht noch eine spur relaxter; vielleicht liegt mir die kuschelei mit danger mouse im jahre 2015 aber auch einfach mehr als die skrillex kollabo. die zeitweise beinahe psychedelische komponente mag dem einen oder anderen unfokussiert erscheinen (z.b beim prominent als song nummer drei platzierten "fine whine" feat. future x m.i.a.). trotzdem: für mich geht das konzept voll und ganz auf. und über die präsenz von mos def zum ende dieses durchaus konzeptionell wirkenden werkes freue ich mich besonders.

track- und featureliste:
01. Holy Ghost (feat. Joe Fox)
02. Canal St. (feat. Bones)
03. Fine Whine (feat. M.I.A., Future, & Joe Fox)
04. LSD
05. Excuse Me
06. JD
07. Lord Pretty Flacko Jodye 2
08. Electric Body (feat. ScHoolboy Q)
09. Jukebox Joints (feat. Kanye West & Joe Fox)
10. Max B (feat. Joe Fox)
11. Pharsyde (feat. Joe Fox)
12. Wavybone (feat. Juicy J & UGK)
13. Westside Highway (feat. James Fauntleroy)
14. Better Things
15. M’s (feat. Lil Wayne)
16. Dreams (interlude)
17. Everyday (feat. Rod Stewart & Miguel)
18. Back Home (feat. Mos Def, Acyde & Yams)

Mittwoch, 25. März 2015

elle king: love stuff. review

mit Elle King reiht sich eine gerade einmal 26-jährige kalifornierin ein in den reigen derer, die den vintage-wahn unserer generation auch musikalisch einzufangen versuchen. ihr debüt "Love Stuff" (rca/sony music) atmet begriffe wie rock'n'roll, blues oder retro - allein die seele dahinter suche zumindest ich vergebens. die songs sind durch die bank perfekt arrangiert und wurden offenbar von erfahrenen produzenten (u.a. mark ronson) souverän in szene gesetzt. kings ebenso voluminöse wie rauchige stimme bildet tatsächlich das i-tüpfelchen sämtlicher (eigen-)kompositionen. allein die insgesamt etwas arg kalkuliert wirkende herangehensweise macht dann doch etwas stutzig. was natürlich nur ein subjektiver eindruck bleibt. denn das dutzend songs bleibt am ende des tages zumindest hierzulande doch eine bereicherung für das abgenutzte formatradio-programm.

tracklist
1.  Where The Devil Don’t Go
2.  Ex’s & Oh’s
3.  Under the Influence
4.  Last Damn Night
5.  Kocaine Karolina
6.  Song of Sorrow
7.  America’s Sweetheart
8.  I Told You I Was Mean
9.  Ain’t Gonna Drown
10. Jackson
11. Make You Smile
12. See You Again