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Montag, 10. Mai 2010

moby: wait for me. remixes!

wer sich schon immer einmal gefragt hat, wie sich die eher klassischen Moby -tracks seines letzten albums "wait for me" in der bearbeitung von derzeit angesagten clubproduzenten klingen mögen, dem wird die am kommenden freitag erscheinende veröffentlichung des new yorker knirpses - "Wait For Me. Remixes!" (little idiot/ministry of sound) - antworten liefern. sicher darf man darüber sinnieren, ob nach der deluxe-variante seines gelobten studiolongplayers nun auch noch eine derartige doppel(!)-cd notwendig ist. doch die vertretenen namen sprechen für sich; darunter: paul kalkbrenner, tiesto und carl cox. und wie das immer so ist: vieles funktioniert "in tanzbar" tatsächlich, einiges klingt sogar recht gut, ein guter teil bleibt jedoch verzichtbar. "one time we lived" beispielsweise gerät in der behandlung von laurent wolf zu einer art wolfsheim-elektropop revue.
begleitet wird die veröffentlichung übrigens von den gewinnern des moby clip-wettbewerbes, die teils sehr sehenswerte ergebnisse hervorbrachten.

Donnerstag, 19. November 2009

rise & fall: our circle is vicious. review

Rise And Fall waren lange keine besonders aufsehenerregende band gewesen. ihre eps für join the team player waren gutklassige mosh-hardcore-scheiben und die seelenverwandschaft zu den ehemaligen labelmates paint the town red nur naheliegend. und dann das: "into oblivion" wurde ein wahnsinnsalbum, dank welchem die belgier sich verdientermaßen einen deal mit dem niederländischen ausnahmelabel reflections records angeln konnten. die merkwürdige konsequenz: sendepause. vier jahre lang. lediglich unterbrochen durch eine 7" sowie ein paar liveshows. doch aus dieser auszeit kehrt man gestärkt, wenngleich reduziert zurück. "Our Circle Is Vicious" (deathwish/indigo) erscheint gar über das amerikanische qualitätshaus deathwish records. was ist also passiert im lager der dand? schwer zu sagen. denn so großartig verändert hat sich ihr sound eigentlich gar nicht. die unterschiede liegen eher im detail: die formel "mosh + hardcore" wurde in Richtung "metal + punk" verschoben und anstelle der üblichen "megafett-produktion" drückt einen der schweinisch dreckige und aggressive kurt ballou-sound der zehn stücke mit wucht zurück in den sessel. keine frage, die zum trio geschrumpften herren sind ganz gewaltig angepisst, besser: verzweifelt. und erinnern in der vertonung dieses zustandes frappierend an die intensität der gottgleichen wolfpack in deren frühphase. dabei klingen rise and fall sogar noch einen zacken kaputter und weniger straight. etwa so, als wären integrity plötzlich zu einer slow-motion-crustpunk-band mutiert. eben "punkmetal", wie man den sound selbst charakterisiert haben möchte. doch all die vergleiche in diesem posting sollen vor allen dingen dazu dienen, einer zu lange (und teils selbstverschuldet) unbeachteten bzw. als latent konturlos eingestuften formation die aufmerksamkeit zu besorgen, die sie - ab sofort wieder - verdient. denn an "our circle is vicious" gibt es für abgehärtete ohren in diesem winter kein vorbeikommen! und die belgische hardcore-szene dürfte nach the setup mit rise and fall endlich wieder relevante aushängeschilder jenseits der leidigen eurocore-bewegung gefunden haben.