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Montag, 22. November 2010

greatest hits: das weihnachtsgeschäft...

es herrscht wahrlich kein mangel an best of-zusammenstellungen von Jay-Z. eigentlich kein problem, zumal selbiger nicht unbedingt dafür bekannt ist, auf albumlänge zu überzeugen. diesmal gab sich der jigga immerhin auch äußerlich mühe, eine wertige veröffentlichung abzugeben; inklusive nennenswertem booklet und einer karriereumspannenden berücksichtigung aller kommerziell erfolgreichen highlights von "hard knock life" bis hin zu "run this town". "The Hits Collection - Volume One" (def jam/island/universal) ist nicht nur ein durchaus selbstbewusster name, auf der rückseite der cd findet man jeweils auch gleich noch einen hinweis, welcher der 14 tracks grammy-gewinner sind... sei's drum: dieses album kann schon so manche autofahrt kurzweilig halten, nicht zuletzt aufgrund meiner lieblings-auskopplung "d.o.a. (death of auto-tune). hier noch die vollständige tracklist:
1. Public Service Announcement (Interlude)
2. Run This Town
3. 03' Bonnie & Clyde
4. Encore

5. I Just Wanna Love U (Give It 2 Me)

6. Izzo (H.O.V.A.)

7. D.O.A. (Death Of Auto-Tune)

8. 99 Problems

9. Empire State Of Mind

10. Dirt Off Your Shoulder

11. Hard Knock Life (Ghetto Anthem)
12. Show Me What You Got

13. Roc Boys (And The Winner Is)...

14. Big Pimpin'

bereits drei jahre bevor jay-z 1996 sein debüt an den start bracht, begründeten Suede - so will es die legende - mit ihrem selbstbetitelten erstling den britpop-hype. auch wenn sie in dessen kontext immer eine ausnahmestellung innehatten, wurden sie von ihrer anhängerschaft (worunter sich auch ein gewisser morrissey befindet) frenetisch abgefeiert. nach wenig spektakulärem abklingen ihrer karriere eine knappe dekade später erscheint nun nach schier ewiger abstinenz von der öffentlichen bühne mit "The Best Of Suede" (ministry of sound/warner) eine erste und durchaus definitive zusammenstellung ihrer relevantesten songs. einhergehend mit ein paar ausgewählten auftritten machen die herren um frontmann brett anderson ende 2010 völlig zu recht auf ihre musikhistorische bedeutung aufmerksam. auch hier darf die vollständige, exquisite tracklist nicht fehlen:

Disk: 1
1. Animal Nitrate

2. Beautiful Ones

3. Trash

4. Filmstar

5. Metal Mickey
6. New Generation

7. So Young
8. Wild Ones

9. Drowners

10. Stay Together

11. Lazy

12. Everything Will Flow
13. We Are The Pigs

14. Can t Get Enough

15. Electricity

16. Obsessions

17. She's in Fashion

18. Saturday Night
Disk: 2
1. Pantomime Horse

2. My Insiatiable One

3. Killing Of a Flashboy

4. This Hollywood Life
5. Europe Is Our Playground

6. My Dark Star

7. Sleeping Pills

8. By The Sea

9. She
10. Heroine

11. The Living Dead

12. To The Birds

13. The Big Time

14. The Two Of Us

15. Asphalt World

16. Still Life

17. The Next Life

Freitag, 3. September 2010

stella & robyn. elektro/pop/sounds 2010

Stella, die hamburger elektropop-hipster aus dem goldenen pudel-kontext, haben sich schon längst in alle welt zertstreut: die schweiz und japan zählen zu den verweilorten der mitglieder. immerhin: "Fukui" (clouds hill/snowhite/universal) wurde im clouds hill studio in rothenburgsort auf band gebracht. wenngleich diese auf analoge gerätschaften spezialisiert sind: technischer bzw. unterkühlter klang die band auf keinem der drei vorhergehenden alben. laut platteninfo kam sängerin elena lange extra für "fukui" aus der gleichnamigen japanischen stadt angereist. wie auch immer die alternative ausgesehen hätte?! so oder so gefallen ihre neuerdings japanischsprachigen vocals, wohin gegen die etwas zu kalkultiert auf "arty" getrimmten krautrock-eskapaden auchmal an den nerven zerren; gerade angesichts der eher mageren künste des zuständigen tastenmannes. am ende steht ein etwas zwiespältiges, wenn auch kurzweiliges werk zwischen kunst und kitsch.
wie angekündigt in einer sehr überschaubaren zeitspanne, legt die unbestrittene schwedische pop-queen Robyn den zweiten teil ihrer body talk-trilogie nach. wieder gibt es acht songs zu hören, darunter neben dem akustiktrack "indestructible" eine feine snoop dogg-kollaboration namens "u should know better". die restlichen sechs songs gefallen in bewährter robyn-manier und bieten in "love kills" eine zusammenarbeit mit dem schwedischen technopop-duo savage skulls. grenzen gibt es in robyns' kosmos also auch auf "Body Talk Pt 2" (konichiwa/ministry of sound) eigentlich keine. und man merkt, mit welch zunehmender selbstverständlichkeit sie sich durch ihr eigenes sounduniversum bewegt. welches auch diesmal wieder voller hits steckt. ob die eigenwillige veröffentlichungspolitik (trotz reduzierter ep-preiser der einzelnen episoden) sonderlich fair ist, vermag ich gerade kaum zu beurteilen. es braucht nicht viel vorhersehungskraft um zu progonstizieren, dass alle drei teile früher oder später in komplettierter form (samt bonustracks?) zu erwerben sein werden... so oder so dürfte es sich hier um die relevanteste popplatte(n) des jahres handeln.

das video zur neuen single "hang with me" (vom pt 1 ja bereits als akustikversion bekannt) seht ihr hier:



und als kleine erinnerung an den ebenfalls famosen debütlongplayer hier nochmal der clip zum highlight "with every heartbeat":

Samstag, 14. August 2010

boundzound: roothouse lp. review

seeed aus berlin sind schon seit einer weile (vorübergehend) offline... die mitglieder der dancehall-formation feiern in der zwischenzeit davon unbeeindruckt solo erfolge. nicht jeder so überschwenglich wie der famose peter fox. doch auch kollege delle fand seine anhänger und nun zieht demba nabeh zum zweiten mal nach. sein projekt hört auf den namen Boundzound und fröhnte bereits auf dem vor drei jahren erschienenen debüt dem funk- und reggae-geerdeten elektrorocksound. unkompliziert, effektiv und vielleicht etwas zu unscheinbar versucht nun auch "Roothouse LP" (ministry of sound/warner) seinen anspruch auf die tanzflächen geltend zu machen. mit vorhersehbarem erfolg: aufgenommen an verschiedenen orten mit verschiedenen musikern orientiert sich nicht nur die single "bang" vielmehr am club- denn am radioairplay. was eine entfernung von eben dem seeed-typischen dancehall-sound zur folge hat - noch mehr als bei den outputs von nabeh's kollegen.

Mittwoch, 21. Juli 2010

songwriter & variationen. hits & misses

kele von bloc party verbündete sich für sein soloalbum mit dem spank rock-produzenten, die rhythms del mundo behandeln weiter unten in diesem artikel unter anderem franz ferdinand und coldplay auf ihre ureigene weise. und der ehemalige verve-frontmann richard ashcroft schnappt sich für sein neues projekt RPA & The United Nations Of Sound den hiphop-produzenten no i.d. selbiger war und ist unter anderem für jay-z, kanye west bzw. den leider stetig schwächelnden common tätig. was nicht heißen soll, dass es auf "RPA & The United Nations Of Sound" (emi) tatsächlich gar rap-elemente oder andere überraschungen geben könnte. im gegenteil: es regiert das weichspülprogramm; ergänzt um ein paar unschöne hardrock-referenzen, die den poppigen soulansatz zusätzlich aufweichen. ob ashcroft auf diese weise hierzulande die bösen zungen bändigen können wir, welche in ihm den xavier naidoo des britpop sehen? wohl eher nein. und, ganz ehrlich: wer in diesen tagen ein gutes soul-popalbum von der insel hören möchte, wäre bei plan b und seinem "the defamation of strickland banks" (rezension dazu in kürze) besser bedient als mit diesem hochglanzrelease.
zur unterstützung der britischen nicht-regierungsorganisation "artists project earth" (ape) finden sich einmal mehr die Rhythms Del Mundo zusammen. um für die arbeit von ape für die bedürftigen in haiti, chile und tibet aufmerksam zu machen, verpassen sie unter anderem den gorillaz, dizzee rascal (der seine single "holiday" selbst kaum wiedererkennen dürfte - genial!), bob dylan, green day und franz ferdinand einen afro-kubanischen neuanstrich. coldplay betiteln ihren track "clocks" adäquat gleich in "relojes" um. und, ach so, da sind dann auf
"Revival" (transmission/ministry of sound) außerdem neben anderen wyclef jean (der sich über bee gees "stayin' alive" hermacht) und zucchero. naja, dem unterhaltungswert des an sich simplen konzeptes tut das kaum einen abbruch. oft werden übrigens die original vocallines verwendet, und von den aus weit über ein dutzend orchestermitgliedern bestehenden rhythms del mundo musikern nur instrumental (und natürlich rhythmisch) in den entsprechenden kontext gerückt. musikalisch nicht weltbewegend, inhaltlich eben doch lohnt die zusammenstellung vor allem deswegen, weil sie an heißen sommerabenden einfach glücklich macht.

Donnerstag, 1. Juli 2010

the gaslight anthem & bob sinclair. summersounds

mittlerweile auch vom boss geadelt - auf springsteens aktueller dvd "london calling" gibt es gar ein stelldichein der band - treffen sich beim neuen album von The Gaslight Anthem wieder stilsicher songwriterische kunst und schlichtes können. respektive die tatsache, dass durch die adern der bandmitglieder offenbar rock'n'roll, soul und blues gleichermaßen fließen. „American Slang“ (sideonedummy/cargo) überzeugt so einmal mehr mit an sich simplen attributen: unaufdringlich, ehrlich, facettenreich. schon die ersten sekunden des neuen albums machen klar, wohin die reise der vier jungs aus new jersey gehen soll: der titelsong glänzt mit leidenschaft und (ähm) springsteen-refrain, ohne dabei das gespür für punkrock aus den augen zu verlieren. ob eher poppig oder dreckig rockend, melancholisch oder treibend nach vorne: auf album nummer drei passt - wieder - alles zusammen. am ende steht ein ziemlich grandioses werk voller energie, pathos und einer prise nostalgie. übrigens mit dem selben produzententeam und (independent-)label im hintergrund wie bei "the 59 sound". von wegen stadion-ambitionen, also. nach zehn songs ist dann auch wieder schluss. perfekt.
der französische dj Bob Sinclair auf der suche nach neuen herausforderungen: ob "Made In Jamaica" (ministry of sound/warner) jedoch den erhofft großen wurf markiert, darf bezweifelt werden. mit sly & robbie samt ihren reggae-wurzeln fand sinclair zwar einen passenden kollaborationspartner. den er ganz bewusst auswählte: nämlich analog zu seinem vorbild serge gainbourg; der sein dub-album unter ziemlich exakt den gleichen umständen einspielte. ob 2010 daraus ebenfalls ein klassiker entsteht, kann schnell beantwortet werden: weder die shaggy-zusammenarbeit für die erste single "i wanna" überzeugt mit ihrem sterilen hochglanz-reggae-standards. und auch an anderer stelle wird vergessen, akzente zu setzen. "love generation" - passend zur wm wieder aufgelegt - bleibt auch mit neuem rhythmus allenfalls nettes formatradio. und so ergeht es letzten endes dem ganzen dutzen tracks: mal ganz passabel, oft jedoch einfach zu wenig substanziell um zu überzeugen. anyway: als obligatorisch entspanntes sommeralbum bestimmt tauglich... leider gab es davon in diesem jahr auch schon gelungenere.

Montag, 14. Juni 2010

drake & robyn. bodies talk

die nackten fakten klingen grausam: der mc und sänger Drake hat für sein (nach diversen mixtapes) lange erwartetes debüt nicht eine einzige wirklich relevante story auf lager. und die musik auf dem neuen album dürfte an banalität kaum zu überbieten sein. umso beachtlicher, dass bei all der einfachen rezeptur und den boygroup-geglätteten, gesungenen r'n'b parts ein album entsteht, dessen faszination ich mich eben doch nicht entziehen kann. was insbesondere daran liegt, dass hier alles sehr bewusst laid back geschieht. und selbst wenn die lyrics zweitklassige partythemen (remember stevie b...?) beinhalten, den posigen untiefen von anderen kollegen wird mit einem minimalistischen soundkonzept begegnet. am besten funktioniert das, wenn haus- und hofproduzent noah "40" shebib neben eines simplen beats nur ein paar atmosphärische synths durch den äther jagt. und aubrey drake grahams sprachfluss als rapper fesselt. an großen namen fehlt es bei dem kleinen hype zwar nicht; für die single „find your love“ zeichnet sich (neben einem jay-z feature in "light up") mit kanye west der zweite übliche verdächtige verantwortlich. trotzdem besteht der 23-jährige schönling auf "Thank Me Later" (universal) durch seine eigene kleine, wenn auch ohne frage streitbare vision von radiotauglicher urban musik.
wenn im kontext von Robyn weiterhin namen wie britney spears oder kylie minogue fallen, sollte man eine sache nicht aus dem blick verlieren: die nach amerika emigrierte (und dort ziemlich erfolgreiche) schwedin gründete in diesen kritischen zeiten selbstbewusst ein eigenes label für ihre herzensangelegenheiten - konichiwa records. und auch sonst lohnt es sich, trotz aller mainstream-kompatibilität auch als indie-fanzine, die ohren aufzusperren. so überraschen wie beim debüt die supertighten produktionen, welche die basis für den sound bzw. ihre variable stimme bieten. genau hier nämlich kommen die aktuellen, von angesagten produzenten inszenierten ausnahmetracks einer gewissen britney spears ins spiel; es fallen aber auch namen wie zum beispiel peaches. hiphop, dub und glamrock garnieren ihren high-tech-pop - und das ist gut so. getreu dem von mir präferierten "weniger ist mehr"-motto findet sich auf "Body Talk Vol. 1" (ministry of sound) dagegen leidglich acht tracks. weshalb die platte, welche übrigens teil eins einer trilogie darstellen soll, wohl zum reduzierten preis in den läden steht. keine ahnung außerdem, ob robyn beispielsweise die support-tour für madonna viel geholfen hat - letzten endes kristallisiert sich ihr sound schließlich doch noch als etwas unkonventioneller heraus, als es das radiopublikum hierzulande gewöhnt ist. nimmt man einmal tracks wie die augenzwinkernde ace of base-remininszenz "dancehall queen" aus. tatsächlich kann ich in diesem besonderen fall dem promoschreiben in einer sache uneingeschränkt zustimmen: nämlich, dass "(...) robyn für die wenigen musikerinnen steht, die tatsächlich darauf vorbereitet sind, ein individuum zu sein und den songs das sprechen zu überlassen".

Montag, 10. Mai 2010

moby: wait for me. remixes!

wer sich schon immer einmal gefragt hat, wie sich die eher klassischen Moby -tracks seines letzten albums "wait for me" in der bearbeitung von derzeit angesagten clubproduzenten klingen mögen, dem wird die am kommenden freitag erscheinende veröffentlichung des new yorker knirpses - "Wait For Me. Remixes!" (little idiot/ministry of sound) - antworten liefern. sicher darf man darüber sinnieren, ob nach der deluxe-variante seines gelobten studiolongplayers nun auch noch eine derartige doppel(!)-cd notwendig ist. doch die vertretenen namen sprechen für sich; darunter: paul kalkbrenner, tiesto und carl cox. und wie das immer so ist: vieles funktioniert "in tanzbar" tatsächlich, einiges klingt sogar recht gut, ein guter teil bleibt jedoch verzichtbar. "one time we lived" beispielsweise gerät in der behandlung von laurent wolf zu einer art wolfsheim-elektropop revue.
begleitet wird die veröffentlichung übrigens von den gewinnern des moby clip-wettbewerbes, die teils sehr sehenswerte ergebnisse hervorbrachten.

Donnerstag, 11. März 2010

jazz pop & dance. get up & dance

eine schiere ewigkeit hat es gedauert, bis sich das italienische produzentenduo endlich zur fertigstellung seines debütlongplayers durchringen konnte. doch - meine güte - hat sich das warten gelohnt! die Crookers setzen mit "Tons Of Friends" (ministry of sound/warner) da an, wo dizzee rascal im letzten jahr mit seiner kurskorrektur aufgehört hat: mit einem völlig überdrehten mash up aus hiphop, dance und indiepop, dem sich als verbindendes element allenfalls die dem grime oder breakbeat entliehenen stolpersteine in den instrumentals zuordnen lassen. adäquat zu dem extrem tanzbaren durcheinander ist die sich zu den 20 tracks (!) gesellende, phänomenale 25-köpfige gästeliste (!!). welche sich von soulwax, spank rock, kelis oder den an sich unerträglichen pitbull erstreckt. hervozuheben natürlich die immer großartige roisin murphy; die sich mit gleich zwei songs nicht nur perfekt ins raster fügt, sondern dank "royal t" einen ihrer besten tracks seit moloko an den start bringt. was mich insgesamt zu einem frenetischen fazit bringt: denn das hier ist ohne frage das beste über ministry of sound-erschienene album seit robyn!
ein best of-album einer formation, die spätestens seit ihres begnadeten werkes "waltz for koop" auch bei uns bekannt sein dürfte: das duo Koop aus skandinavien. ihre "Coup De Grace" (playground/edel) betitelte zusammenstellung fasst das prinzip ihrer vier nicht nur in der heimat sehr erfolgreichen alben zusammen: musik auf der basis von samples zu erschaffen. in zwölf songs, die untermauern, warum oscar simonsson und magnus zingmark seither gefragte produzenten für die werbe- und tv-industrie (unter anderem für einen coca cola spot) waren. fusioniert sich in ihrem sound doch eine künstlerische herangehensweise mit dem anspruch, auch als hintergrundmusik mit niveau degradiert werden zu dürfen. unbedingt bemerkenswert natürlich die gästeliste: von der wunderbaren ane brun über earl zinger hin zu diversen jazz-chanteusen wird tatkräftig geholfen, den kompositionen passende i-tüpfelchen zu verleihen. das wichtigste aber: statt nervig unterkühlter nu-jazz/chillout-standards trifft man bei koop jederzeit auf überraschend organische, wohltuende songs. ein akustisches verwöhnprogramm also, dem man durchaus auch einen "gute-laune-faktor" attestieren kann.

und weil derartige musik auf diesen seiten (zu) oft deplaziert wirkt, an dieser stelle doch noch der eindringliche hinweis auf eine junge künstlerin namens Carmen Souza. auf derem tollen neuen album "Protegid" (galileo mc) mischen sich ihre afrikanischen und kapverdianischen wurzeln zu einem sound zwischen folk, latin und vor allem jazz. der mulitkulturelle ansatz spiegelt sich konsequenterweise selbst im aufnahmeverfahren wieder: ein mobiles studio sorgte dafür, dass das dutzend songs in new york, paris, lissabon, toronto und vielen weiteren stationen eingespielt werden konnte. das ergebnis wird um eine coverversion von horace silvers „song for my father" ergänzt. in szene gesetzt von bassist und kompositionspartner theo pas´cal klingt das material am ende ziemlich genau nach den lauen sommerabenden, nach welchen ich mich gerade so sehr sehne.