Dienstag, 7. Februar 2017

johnnyswim: georgica pond. album & clip

die veröffentlichungsschlagzahl von Jhonnyswim gleicht einem parforceritt. immerhin bringt das singer-songwriter-duo nach dem debüt, einem live-album sowie einer weihnachts-cd (!) in gerade einmal zwei jahren nun schon den zweiten longplayer an den start. "Georgica Pond" (big picnic records/india media group) steht hierzulande  mit reichlich verspätung ab freitag in den läden. und alle jene, welche amanda sudano und abner ramirez bislang verzaubern konnten, werden auch bei den neuen 14 tracks verzückt den repeat-knopf drücken. das duo besticht nicht nur durch amandas aparte stimme, exzellenten duettgesang und wunderbare gesangsharmonien, sondern auch durch mitreißende melodieführung und beeindruckend ehrliche songtexte über liebe und verlust, vergangenheit und zukunft, vertrauen und vermächtnis. „Georgica Pond“ wurde von abner ramirez produziert und im heimstudio des paares in los angeles aufgenommen. abner und amanda arbeiteten mit verschiedenen songwritern und musikern zusammen, darunter ihr langjähriger mitarbeiter britten newbill, der violinist und komponist anton patzner sowie die beiden aus nashville stammenden songwriter natalie hemby und chris destefano. nicht zu vergessen der gastauftritt der country-ikone vince gill, dessen gesang und gitarrenspiel „last night in georgia“ veredelt.
gleich zwei clips bringen euch das duo aktuell näher. und sehenswert ist die akustik-variante von "let it matter" ebenso wie der conan o'brien-mitschnitt:


Sonntag, 5. Februar 2017

bleeker: erase you. album

wie schon bei der ep mit deutlicher verspätung stellen die indie-rocker von Bleeker ihren debüt-longplayer "Erase You" (eleven seven music) in die läden. dass das layout zu gefühlten neunzig prozent identisch mit dem vorgänger ist, verwundert zwar etwas. aber es geht wohl auch darum, den in der heimat kanada bereits etablierten namen international zu festigen.
dabei hat die band, welche sich vor einiger zeit von bleeker ridge (unter diesem banner veröffentlichte man bereits zwei alben) in die kurzform umbenannt hat, alle zeit der welt. sie sind keine eintagsfliege, die heute auftaucht und spätestens morgen wieder in vergessenheit gerät. Bleeker haben sich den weg an die spitze des rudels in ihrem heimatland hart erarbeitet. jetzt sind sie bereit, ihre fänge in die ohren und herzen des rests der welt zu versenken.
musikalisch verbinden bleeker den swagger der rolling stones mit psych-angehauchtem groove und gehören deshalb genauso ins spektrum alternative rock wie bands wie royal blood, the black keys und jet. was sie aber unterscheidet, ist der höchst subtile unterton der unberechenbarkeit, der unter jedem riff, jeder note und jeder melodie ihres neuesten albums liegt.
der song "highway", für welchen anlässlich des albumreleases im herbst letzten jahres folgender clip produziert wurde, vermittelt einen guten eindruck:

Mittwoch, 1. Februar 2017

video wednesday: alice merton mit "no roots"

gerade krabbelt ihre gleichnamige ep "No Roots" (paper plane records) die charts in diversen streaming-plattformen nach oben, da bringt die 23-jährige cosmopolitin Alice Merton passenderweise den videoclip zum titelsong an den start:



na, gefällt? hier noch ein paar backgroundinfos: "Alice ist im kanadischen Oakville aufgewachsen, wohnte zwischendurch unter anderem in Amerika und England. Mit ihren 23 Jahren ist sie schon mehr als zehnmal umgezogen und wohnte in vier verschiedenen Ländern. Immer wenn es wieder soweit war, ließ sie eine Stadt, Menschen und Erinnerungen hinter sich und musste neu beginnen. In „No Roots“ spricht Alice Merton davon, keine Wurzeln zu haben. Ihr Zuhause beschränkt sich nicht auf Orte – vielmehr sind es die Beziehungen zu Menschen, die zu ihren Wegbegleitern wurden.
Nun hat Alice Merton einen Neuanfang gewagt, der ihre Musik in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Sie ist nach Berlin gezogen, weil die Stadt einen kreativen Spirit hat, der Musiker in seinen Bann zieht.
„Finding the right producer is like finding a missing puzzle piece, you know it’s there somewhere, but it takes a really long time to find.“ Mit dem Produzenten Nicolas Rebscher hat sie den perfekten Gegenpart für die Produktion ihrer Songs gefunden. Musikalisch leben jene von dieser eindrucksvoll ehrlichen Stimme, minimalistischen Arrangements und warmer analoger Instrumentierung.
Die Gründung ihres eigenen Labels Paper Plane Records International war eine wichtige Entscheidung für Alice. Abseits von Major-Plattenfirmen kann sie sich die Freiheiten nehmen, die man als Künstler braucht. So entwirft sie zusammen mit Susann Bosslau eine eigene einzigartige Mode und entwickelt die Produktion ihrer Musikvideos akribisch mit – so hat sie sich ein kleines Kreativteam aufgebaut und gibt so jedem Teil ihre eigene Handschrift.
"

Dienstag, 24. Januar 2017

soma. hiphop-newcomer auf hamburg

obwohl, so wirklicher ein newcomer ist Soma ja gar nicht. immerhin findet sich auf ein paar gängigen streaming-plattformen schon ein album plus ep aus seiner jüngeren vergangenheit. am kommenden freitag erscheint nun der neue longplayer der hamburger mit dem titel "niemandsland". abermals in eigenregie. hier wählt also jemand nicht gerade den einfachen weg. 

so liest sich die bisherige karriere generell: soma spielte anfangs in der kombo Altonative, später meist solo. 2013 erschien sein debut-album "Lebenszeichen", auf dem sich bereits seine neigung zu melodisch-verträumter musik zeigte.
ende 2015 trifft er auf den musiker und produzenten loki! mit dem er im Juli 2016 die free-download-ep "Herzblut" über bandcamp veröffentlicht. loki! mischt dort hiphop beats mit rock-, pop- und jazz- elementen, die soma  mit introspektiven und gesellschaftsanalytischen raps untermalt. 


nach einigen auftritten als duo, beschließen beide die folgenden auftritte für das anschließende album „Niemandsland“ mit live-band und loop-station zu bestreiten. das ergebnis zeigt sich experimentierfreudig.

die musiker versuchen dabei möglichst viele gefühlswelten abzudecken. vom bitteren ernst bis zur selbstironie wird dabei vor allem aber eine aussage deutlich: die jungs haben bock sich nach oben auf die festivalbühnen zu spielen!

Live-Daten: 

28.01. - Hamburg (Releaseparty) - Astra Stube
01.02. Kiel - Schaubude 
08.02. Berlin - Junction Bar 
23.02. Hamburg - Grüner Jäger

für "keine lieder über liebe" wurde zudem folgender clip produziert:

Sonntag, 22. Januar 2017

zwei von millionen. ex-polarkreis 18 mit clip/album

bis zum erscheinen des selbstbetitelten debütalbums am 3.3. via universal music ist es noch über einen monat hin, anteasern wollen uns Zwei Von Millionen aber schon jetzt. die formation um ex-polarkreis 18 felix räuber und der singer/songwriterin eva croissant schickt deshalb bereits einen clip vorab in den content-äther. die single "auf deine freiheit" wurde soeben veröffentlicht und hier gibt es den dazu passenden hör- und seheindruck:

Samstag, 14. Januar 2017

mainfelt: albumteaser & fiddler's green tour



noch knapp zwei wochen sind es bis zur veröffentlichung ihres album "Backwards Around The Sun" (südpol music; vö: 3.2.17). und wenn alles richtig läuft, haben Mainfelt ihre anhängerschaft bis dahin mindestens verzehnfacht. denn wenn bisher durch vorab-ep und konzerte vor allem eingeweihte den folk-pop der südtiroler goutierten, dürften die derzeit stattfindenden support-shows für Fiddler's Green die perfekte startbahn für eine mindestens national erfolgreiche karriere sein. südtirol und erlangen auf einer bühne zwischen irish-pop und americana-huldigung, da bleibt kein auge trocken... apropos bühne: dort fühlen sich mainfelt bestimmt am wohlsten. anders lässt sich der untenstehende, extrem umfassende reigen an konzerten nicht erklären. 
doch auch an diejenigen, die sich neuer musik eher im heimischen wohnzimmer nähern als in stickigen clubs wurde gedacht. hier unten findet ihr neben den tourdaten noch den brandneuen clip zur singleauskopplung "all my ghosts". viel spaß!

mainfelt live:
14.01. Hannover, Pavillon Kulturzentrum (Support Fiddler’s Green)
20.01. Stuttgart, LKA-Longhorn Stuttgart (Support Fiddler’s Green)
21.01. Nürnberg, Löwensaal (Support Fiddler’s Green)
26.01. Gießen,Hessenhalle (Support Fiddler’s Green)
27.01. Leipzig, Haus Auensee (Support Fiddler’s Green)
28.01. Dresden, Alter Schlachthof (Support Fiddler’s Green)
03.02. Memmingen, Kaminwerk  
04.02. Nürnberg, Club Stereo  
09.02. Erfurt, Engelsburg
10.02. Hof, Meinel-Bräu Hof    
11.02. Rattenberg, Wirtshaus Neurandsberg  
16.02. München, Strom
17.02. Stuttgart, Club Zentral  
18.02. A-Kufstein, Kulturfabrik  
02.03. A-Wien, B72  
03.03. A-Innsbruck, Weekender Club  
04.03. A-Höchst, Quo Vadis Stadel
09.03. Magdeburg, Factory
10.03. Halle, Objekt 5
11.03. Dresden, Puschkin Club
12.03. Görlitz, Kulturbrauerei Görlitz
15.03. Leipzig, Naumanns  
16.03. Hannover, Lux  
17.03. Berlin, Musik & Frieden  
18.03. Hamburg, Mojo Jazz Café  
22.03. Isny, Eberz - Die Musikbar
23.03. Frankfurt a.M., Nachtleben  
24.03. Düsseldorf, The Tube Club  
25.03. Köln, Stadtgarten Studio 672

Mittwoch, 4. Januar 2017

kid cudi: passion, pain & demon slayin’. review

wieder einmal ein reichlich überraschend auf die gängigen online musikdienst-plattformen gehievtes album eines hiphop-künstlers. aber kein grund zum augen-verdrehen...
Kid Cudis etwas eigenwilliger genre-soundentwurf zwischen ambientartigen elektronikflächen, autotune und teils progressiven songaufbauten bescherten dem auch in der modebranche tätigen herren aus cleveland beachtlichen erfolg. auf "Passion, Pain & Demon Slayin’" (universal) wird jedoch phasenweise ziemlich strikt der tanzboden angesteuert, die kollabo mit pharrell williams auf "surfin'" (siehe unten) sei hierfür bespielhaft erwähnt. zu den weiteren gästen des insgesamt 19 tracks umfassenden longplayers, der episch angelegt und in vier akte unterteilt ist, zählen travi$ scott, willow smith sowie outkasts andré 3000, der ebenfalls auf gleich zwei stücken am mikrophon aushilft. die produktionen stammen unter anderem von mike dean, dot da genius, plain pat und mike will made-it.
das gesamte werk ist abermals als konzeptalbum angelegt, was scott ramon seguro mescudi abermals durchaus gelingt. jedenfalls dürfte nach den beiden "man on the moon"-werken sowie diesem epos untermauert sein, was langsam auch kritiker akzeptieren sollten: als rapper mag kid cudi diskutabel sein, sein gespür für sounds und hoolines tut dem hiphop definitiv gut.
schade, dass eine "konventionelle" cd- (oder gar vinyl-)variante derzeit nur über umwege zu beziehen ist.