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dass sich der erfolg von Attack In Black über umwege einstellt, kann man ihnen kaum verdenken. immerhin schaffte es das ausgezeichnete zweitwerk "marriage" erst mit deutlicher verspätung zu uns. umgehend von der indiepresse hochgelobt, wurde einige monate darauf das debüt - allerdings nur auf vinyl - wieder aufgelegt. es mögen der verkorkste veröffentlichungsryhthmus oder die stilbrüche innerhalb dieser beiden alben sein, welche das abermals verzögerte drittwerk dann doch stringent erscheinen lassen: "Years (By One Thousand Fingertips)" (dine alone/soulfood) jedenfalls nimmt das anspruchsvolle emo-postrock-publikum an die hand und führt es in ruhigere gefilde. es bleiben die akustischen stücke der weakerthans und die gelassenheit eines jason lytle, welche dem zauber dieser 16 teils fragmentarischen songjuwelen am ehesten beschreiben.
ebenfalls ganze zwei jahre verspätet kommt nun das zweite album von Ninja Gun. doch ob diese tatsache überhaupt jemand bemerkt hat? wohl kaum. dem engagement des bremer labelmachers gunner chistiansen ist es zu verdanken, dass "Restless Rubes" (gunner records/broken silence) überhaupt den weg in unsere läden findet. vielleicht ja genau zur richtigen zeit. immerhin darf folk-beeinflußter indierock momentan ja durchaus über punkwurzeln verfügen, um aufmerksamkeit zu erlangen. und genau das tun ninja gun. mit melancholie und unbeschwertheit, einem gefühl für warme melodieläufe. genau so darf der sommer kommen. ohne eile. referenzen: against me!, band of horses oder, ähem, phantom planet.
als wäre über dieses genre noch nicht erschöpfend berichtet worden... doch es passiert tatsächlich immer noch gar nicht so selten, dass eine band zwischen emorock und postcore akzente setzen kann. was Moneen bereits in der vergangenheit gelang. für manche so eindrucksvoll, dass sie dem neuen longplayer mistrauten. dabei wählten die kanadier für "The World I Want To Leave Behind" (dine alone/soulfood) vor allem einen etwas anderen zugang. pop war offenbar erlaubt beim kreieren der zwölf songs, harmonien sollten die basis prägen. zumindest bei einem teil davon ("believe"). doch das ergebnis klingt niemals so flach, dass es gefährlich werden könnte. dafür sorgt schon die ausgezeichnete gitarrenarbeit, welche dem material eine souverän barsche kante verleiht ("the long count"); selbst wenn die beiden gitarristen bzw. sänger chris hughes und kenny bridges tatsächlich einmal ins schmachten kommen. ein verb, das in einigen balladesken momenten keine übertreibung darstellt. und all jenen, welche an "the red tree" vor allem die überlegte energie schätzten, etwas quer im magen liegen könnte. doch aus überlegter energie wurden diesmal überlegte, jedoch niemals klischeebeladene songs, die über eine (für das genre nicht selbstverständliche) langzeitwirkung verfügen. david bottrill sorgte schließlich für einen adäquaten, sehr dynmaischen sound, der die "neuen" moneen perfekt in szene setzt. fazit: sollte sich diese art musik tatsächlich in kürze komplett erschöpfen... diese vier herren haben durch ihre überzeugende kurskorrektur klug vorgesorgt.