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Donnerstag, 2. September 2010

edge - perspectives on drug free culture. da schau her

diesen hinweis kann ich mir nicht verkneifen. immerhin liegen in der thematik nicht nur die wurzeln der legendären xxxhumanismxxx-bewegung, sondern auch ein guter teil von sellfish.de.
also hier zusammengestellt - alle wesentlichen informationen für euch aus dem pressetext samt videotrailer:

"Die Dokumentation EDGE - Perspectives on Drug Free Culture beschreibt die Straight Edge-Subkultur von den frühen Wurzeln bis hin zum heutigen Tag. Ian MacKaye (Minor Threat/Fugazi), Karl Buechner (Earth Crisis) und Ray Cappo (Youth of Today/Shelter) berichten über Veränderungen innerhalb der Szene und persönliche Erlebnisse. Darüber hinaus wurden 9 Personen in verschiedenen US-amerikanischen Städten bezüglich ihrer Erfahrungen und ihrem alltäglichen Umgang mit Straight Edge befragt. Das Ergebnis ist ein sehr differenziertes und facettenreiches Bild. Der Film von Marc Pierschel und Michael Kirchner (Drehbuch und Regie) feierte im Herbst 2009 Weltpremiere in New York und lief bereits in über 60 Kinos in Nordamerika, Europa und Asien. Zudem war EDGE in der offiziellen Auswahl beim Mission Underground Film Festival in San Francisco, dem Radar International Film Festival in Hamburg und dem Raw Cut Film Festival in Warschau, Polen.

EDGE - Perspectives on Drug Free Culture

Dokumentarfilm, 82 minutes, engl. OmU, miniDV, Farbe, 16:9 Breitbildformat

Veröffentlichung: 03.09.2010

Studio: compassion|media

Drehbuch und Regie: Marc Pierschel, Michael Kirchner

Besetzung: Ian MacKaye, Ray Cappo, Karl Buechner, Russ Rankin (Good Riddance), Dr. Ross Haenfler, Pat Flynn (Have Heart), Kent MacClard (Ebullition Records), Peter Young, Eva ‘Genie’ Hall (Gather), etc.

Genre: Dokumentarfilm, Musik

Musik: Minor Threat (Dischord Records), Youth of Today (Revelation Records), Earth Crisis (Victory Records), Have Heart (Bridge Nine Records), Tristeza (Better Looking Records), etc."

Montag, 7. September 2009

vic chesnutt: at the cut. review

Vic Chesnutt traf thee silver mt. zion, godspeed you! black emperor sowie einen gewissen guy picciotto. und spielt gemeinsam mit ihnen und weiteren gästen mit "north star deserter" sein ohne jede diskussion bestes album ein. vorläufig. denn einen guten teil der alten mannschaft traf der protagonist für "At The Cut" (constellation/alive) ein weiters mal. für das ergebnis war außerdem insbesondere filmemacher jem cohen zentral verantwortlich. letzterer aber nicht - wie im falle fugazi - "nur" als audiovisueller sammler im hintergrund, sondern vielmehr als inspiration: so holte der new yorker, selbst großer fan chesnutts', selbigen anlässlich einer filmprämiere auf dem viennale film festival auf die bühne. wo der opener dieses album sperformt wurde. und hinterließ zum schluss, nach vollbrachter arbeit, mit dem artwork weitere spuren. um missverständnissen vorzubeugen: "at the cut" haftet nicht ein hauch "projektcharakter" an. das material trägt die persönliche note des konsequent produktiven musikers wie kaum eines seiner werke zuvor. schließlich stellt es für den 1964 in jacksonville geborenen singer-songwriter an sich keine besonderheit dar, mit (für sein angestammtes genre) unüblichen partner zu kollaborieren. so gab es in der vergangenheit unter anderem eine platte mit den jamrockern von widespread panic (unter dem titel "brute"). doch wie die zusammenarbeiten auch aussehen mögen: spätestens durch seine beschwörende stimme - die immer wieder vergleiche zu lampchop provoziert (welche übrigens ebenfalls bereits kollaborationspartner des körperbehinderten musikers waren) - verleiht er den beinahe surrealen songbauten tiefe. die in ihrer spröden, analogen direktheit bzw. erbarmungslosen offenheit jedoch auch alleine bzw. im rohbau bestehen könnten. nicht zuletzt deswegen, weil sich chesnutt niemals in effekthascherei verliert. die zehn neuen stücke funktionieren vielmehr in ähnlich subtiler art und weise, wie die anderen künstler des feinen indielabels constellation ihren kompositionen dramatik verleihen: mit beinahe spiritueller tiefe, reduzierten arrangements sowie akzenten zwischen harmonie und sperrigkeit. ziemlich groß.

Sonntag, 3. Mai 2009

division of laura lee. welcome back

die glanzjahre von burning heart scheinen endgültig vorbei zu sein... wenn sogar derart hoch gehandelte partner wie Division Of Laura Lee nun das lager wechseln. zugegeben, nach übermäßig langer abstinenz. nichtsdestotrotz freut sich timo von unter schafen records zurecht, "Violence Is Timeless" (unter schafen/alive) hierzulande zu veröffentlichen. denn das schwedische quartett werkelte nicht umsonst über zwei jahre an dem neuen material. der track "evil out of me" klingt zwar ein wenig nach queens of the stone age, ansonsten bleibt man konsequent eigenständig: der unterkühlte, gleichermaßen morbide wie tanzbare (post-)rock hat hooklines wie "anytime, anywhere" angesichts seines charmes kaum nötig. dafür drängelt man sich einfach zu speziell zwischen dischord-opportunismus und sixties-appeal. weitergeführt wird bei diesen aufnahmen die kollaboration mit soundtrack of our lives' kalle gustafsson jerneholm. und überhaupt scheint sich nach dem gastspiel von nina persson auf dem vorgänger nicht nur die skandinavische pop-prominenz weiterhin für das schaffen von d.o.l.l. zu interessieren: unter violenceistimeless.com lassen sich kurzfilme zu beinahe jedem song des neuen albums finden, für welche unter anderem kristofer aström, jason lyte (grandaddy) und sogar ein gewisser joe lally (of fugazi fame) regie geführt haben. doch all das sind nur kurzweilige begleitumstände. viel wichtiger dagegen, dass die zwölf tracks bis jetzt die essentiellsten im indie-jahr 2009 darstellen.