conspiracy records haben sich in den letzten jahren zu einer festen größe für anhänger solcher genres wie ambient, postcore, drone, sludge oder experimental-musik entwickelt. ihre interpreten bieten allesamt sicherlich keine leichte kost, sind jedoch unbedingt eine entdeckung wert. das gilt auch für das dritte album der Red Sparowes... ihrem debüt für das belgische label. beim folgewerk zum famosen "every red heart shines toward the red sun" hat man es nun quasi wieder mit einem kleinen allstar-projekt zu tun. die fünf musiker hinter "The Fear Is Excruciating, But Therein Lies The Answer" (conspiracy records/cargo) rekrutieren sich nämlich unter anderem aus mitgliedern von neurosis, pleasure forever, made out of barbies oder isis. und diese information ermöglicht auch schon zumindest eine ungefähre einordnung des sounds dieser acht überlangen kompositionen. dabei gehen die red sparowes jedoch noch deutlich melodischer zu werke als ihre ursprungsbands. weniger dynamisch bzw. rockig klingen die songs, die sich stattdessen allesamt in einem konstanten fluss zu befinden scheinen und so eine sehr eigene, fesselnde atmosphäre kreieren. besonders durch den einsatz akustischer instrumente und vieler ruhiger, sehr sphärischer momente wirkt das material immer wieder überraschend zugänglich. diese formation benötigt für ihre musikalische tiefe nur selten die klassische "wall of sound". vocals wurden bisher ohnehin nur sehr sporadisch und teilweise wie instrumente eingesetzt; diesmal kommen sie gar nicht mehr zum tragen. der konzeptionelle zusammenhang erschließt sich nur noch aus den songtiteln... die auch aneinander gereiht gelesen werden können. fazit: wer auf bands wie godspeed you! black emperor, mono oder mogwai steht, der muss sich auf dieses album einlassen.
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Freitag, 2. April 2010
red sparowes: the fear is excruciating. review
conspiracy records haben sich in den letzten jahren zu einer festen größe für anhänger solcher genres wie ambient, postcore, drone, sludge oder experimental-musik entwickelt. ihre interpreten bieten allesamt sicherlich keine leichte kost, sind jedoch unbedingt eine entdeckung wert. das gilt auch für das dritte album der Red Sparowes... ihrem debüt für das belgische label. beim folgewerk zum famosen "every red heart shines toward the red sun" hat man es nun quasi wieder mit einem kleinen allstar-projekt zu tun. die fünf musiker hinter "The Fear Is Excruciating, But Therein Lies The Answer" (conspiracy records/cargo) rekrutieren sich nämlich unter anderem aus mitgliedern von neurosis, pleasure forever, made out of barbies oder isis. und diese information ermöglicht auch schon zumindest eine ungefähre einordnung des sounds dieser acht überlangen kompositionen. dabei gehen die red sparowes jedoch noch deutlich melodischer zu werke als ihre ursprungsbands. weniger dynamisch bzw. rockig klingen die songs, die sich stattdessen allesamt in einem konstanten fluss zu befinden scheinen und so eine sehr eigene, fesselnde atmosphäre kreieren. besonders durch den einsatz akustischer instrumente und vieler ruhiger, sehr sphärischer momente wirkt das material immer wieder überraschend zugänglich. diese formation benötigt für ihre musikalische tiefe nur selten die klassische "wall of sound". vocals wurden bisher ohnehin nur sehr sporadisch und teilweise wie instrumente eingesetzt; diesmal kommen sie gar nicht mehr zum tragen. der konzeptionelle zusammenhang erschließt sich nur noch aus den songtiteln... die auch aneinander gereiht gelesen werden können. fazit: wer auf bands wie godspeed you! black emperor, mono oder mogwai steht, der muss sich auf dieses album einlassen.
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Montag, 7. September 2009
vic chesnutt: at the cut. review
Vic Chesnutt traf thee silver mt. zion, godspeed you! black emperor sowie einen gewissen guy picciotto. und spielt gemeinsam mit ihnen und weiteren gästen mit "north star deserter" sein ohne jede diskussion bestes album ein. vorläufig. denn einen guten teil der alten mannschaft traf der protagonist für "At The Cut" (constellation/alive) ein weiters mal. für das ergebnis war außerdem insbesondere filmemacher jem cohen zentral verantwortlich. letzterer aber nicht - wie im falle fugazi - "nur" als audiovisueller sammler im hintergrund, sondern vielmehr als inspiration: so holte der new yorker, selbst großer fan chesnutts', selbigen anlässlich einer filmprämiere auf dem viennale film festival auf die bühne. wo der opener dieses album sperformt wurde. und hinterließ zum schluss, nach vollbrachter arbeit, mit dem artwork weitere spuren. um missverständnissen vorzubeugen: "at the cut" haftet nicht ein hauch "projektcharakter" an. das material trägt die persönliche note des konsequent produktiven musikers wie kaum eines seiner werke zuvor. schließlich stellt es für den 1964 in jacksonville geborenen singer-songwriter an sich keine besonderheit dar, mit (für sein angestammtes genre) unüblichen partner zu kollaborieren. so gab es in der vergangenheit unter anderem eine platte mit den jamrockern von widespread panic (unter dem titel "brute"). doch wie die zusammenarbeiten auch aussehen mögen: spätestens durch seine beschwörende stimme - die immer wieder vergleiche zu lampchop provoziert (welche übrigens ebenfalls bereits kollaborationspartner des körperbehinderten musikers waren) - verleiht er den beinahe surrealen songbauten tiefe. die in ihrer spröden, analogen direktheit bzw. erbarmungslosen offenheit jedoch auch alleine bzw. im rohbau bestehen könnten. nicht zuletzt deswegen, weil sich chesnutt niemals in effekthascherei verliert. die zehn neuen stücke funktionieren vielmehr in ähnlich subtiler art und weise, wie die anderen künstler des feinen indielabels constellation ihren kompositionen dramatik verleihen: mit beinahe spiritueller tiefe, reduzierten arrangements sowie akzenten zwischen harmonie und sperrigkeit. ziemlich groß.
Labels:
alive,
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