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Freitag, 19. Februar 2016

mit royal republic ins wochenende...

nächste woche freitag steht ihr album "Weekend, Man" (vertigo/universal) in den läden, heute wird das wochenende bereits durch einen clip eingeläutet. Royal Republic senden mal wieder auf allen kanälen. die band aus malmö bringt laut promoinfo immerhin ein paar hochkarätige fakten mit: "Das in Berlin aufgenommene Werk wurde betreut vom Produzenten-Team Christian Neander und Michael Tibes und bietet neben großartigen neuen Stil-Ausflügen auch die von ihnen gewohnten Rock-Peitschen voller Intensität und brachialer Spiellust. Exemplarisch dafür steht auch die erste Single-Auskopplung „Baby“, ein Biest von einem Song, in dem all das aufeinander trifft, was Royal Republic so besonders macht: Eine Hookline, die sich unmittelbar in die Hirnrinde fräst, Gitarren von messerscharfer Präzision und einen Beat, der sich ohne Umwege auf die Hüften legt. Mit anderen Worten: Wer beim Hören von „Baby“ nicht sofort begeistert aufspringt und lostanzt, der sollte mal seine Serotonin-Ausschüttung untersuchen lassen."
nun aber bei uns schon der clip zur nächten auskopplung, dem ebenfalls programmatisch betitelten "Uh Huh":


wer royal republic live sehen will, kann das bei folgenden gelegenheiten tun:
24.-26.06. Scheeßel, Hurricane Festival
24.-26.06. Neuhausen ob Eck, Southside Festival
10.-14.08. Eschwege, Open Flair Festival
11.-14.08. Rothenburg o.d. Tauber, Taubertal Festival
11.-14.08. Püttlingen-Köllerbach, Rocco Del Schlacko
19.-21.08. Grosspösna/Leipzig, Highfield Festival
18.11. Stuttgart, LKA Longhorn
21.11. Wiesbaden, Schlachthof
23.11. München, Backstage
25.11. Berlin, Columbiahalle
26.11. Köln, Palladium
27.11. Hamburg, Große Freiheit 36

Sonntag, 30. August 2015

chefket & gerard: deutschrapspeerspitze? review

zeitgleich dicht aneinandergedrängt schreiten parallel zwei künstler deutscher herkunftssprache - wenn auch mit denkbar ungleicher homebase - voran in die erste reihe. übrigens ganz ohne das böse-jungs-image bedienen zu müssen. beide hatten mit ihren vorgängerwerken mehr als nur aufmerksamkeit in der szene hinterlassen, sind den newcomer-stempel aber bei weitem noch nicht los. ob sich das 2015 ändern wird?

Chefket, sohn türkischer zuwanderer, nimmt das wörtchen sprechgesang jedenfalls weiterhin sehr ernst und lässt mit seinem melodischen vortragsstil immer wieder durchblicken, dass er auch schon im bandkontext erfahrungen sammeln konnte. "Nachtmensch" (vertigo/capitol) offenbart so ein cleveres hitpotential zwischen ohrwurm-quickie und genauerem hinhören. der hamburger produzent farhot bastelte dazu passend ein soulig-jazziges soundgerüst, welches sich als optimale basis für die poppigen hooks entpuppt. und weil bei chefket bis auf ein paar lyrische durchänger (die immer etwas mit dem anderen geschlecht zu tun haben...) auch der inhalt stimmt, gibt es an dem dutzend tracks für deutschrap-liebhaber abseits der dicken hose eigentlich kein vorbeikommen.

dass die österreichische musikszene auch abseits von derzeit gehyptem indiepop - und gerade in punkto hiphop - einiges zu bieten hat, stellt für kenner auch nördlich des weisswurstäquators spätestens seit total chaos oder texta kein geheimnis mehr dar. dazu passt auch die beachtliche qualität des neuen albums von Gerard, selbst wenn der wiener (bewusst?) keineswegs mit dem charmanten sprachrhythmus seiner heimatstadt kokettiert. auf dem nachfolger zum vielgelobten "
blausicht" überrascht er stattdessen mit offensiven elektrotunes (beim albumhighlight "licht" höre ich zudem etwas casper durch) und ebenfalls reichlich pop-appeal: die "Neue Welt" (heart working class) gewinnt dennoch keinen innovationspreis, aber sicherlich weitere anhänger. zwischen deepness und abdancen muss gerard jedenfalls keine entscheidung treffen. und trotz bekannterer featuregäste (maeckes, ok kid) behält er das zepter immer in der hand. 

also was ist nun mit der deutschrapspeerspitze? dort angekommen sind wohl weder chefket noch gerard. der weg dahin allerdings wurde geebnet. von beiden. sympathischerweise auch noch überwiegend mit do-it-yourself-atttiüde.

Chefket Tourdaten 2015
27.10. Wien, B72
28.10. München, Hansa
29.10. Leipzig, Conne Island
30.10. Berlin. C-Club
31.10. Münster, Skaters Palace
02.11. Köln, Underground
03.11. Stuttgart, Im Wizemann Club
04.11. Frankfurt, Nachtleben
05.11. Nürnberg, Stereo
06.11. Weinheim, Cafe Central
08.11. Dresden, Scheune
09.11. Hamburg, Knust
10.11. Bremen, Tower
11.11. Hannover, Mephisto




Montag, 24. November 2014

herbert grönemeyer: dauernd jetzt. review

man darf wohl nach wie vor sagen, dass ein neues album von Herbert Grönemeyer einem nationalen großereignis nahe kommt. da vergisst man gerne kleine ausfälle wie seine mediokre fussballhymne und konzentriert sich darauf, was wirklich wichtig an "hörbie" ist: er bleibt einer der ganz wenigen extrem erfolgreichen einheimischen interpreten, die tatsächlich nur durch ihre musik von sich reden machen. und auch bei "Dauernd Jetzt" (universal/grönland/vertigo) bleibt das größte mediale echo der tatsache geschuldet, dass das album überhaupt in den läden steht. und die single "morgen" vermutlich sehr erfolgreich wird. und die tour weitere ausverkaufte shows verzeichnen wird. dass sowohl der sänger von travis als auch die cello-metaller von apocalyptica ein stelldichein geben, war so nicht zu erwarten; ändern aber auch nichts daran, dass wir es hier mit einem typischen grönemeyer zu tun haben: da bohren sich balladen tief ins herz, da poprockt man die abscheuliche qualität des deutschen formatradios in die höhe, da birgt das "soziale gewissen" in den lyrics mal keinen üblen nachgeschmack... und auch elektronische elemente werden wieder recht gekonnt eingesetzt. vielleicht mit einer ausnahme: die limitierte special edition kommt nämlich inklusive vierer bonustracks, wobei der "fang mich an"-hoopieshoopie remix eher weh tut als einen realen mehrwert bietet. ach so: und einen song wie "der löw" mit seiner neuerlichen wm-beweihräucherung hätte es meines erachtens gar nicht benötigt (schließlich handelt es sich hier gar nicht um den "dauernd jetzt"-track, bei welchem eine gewissenanette humpe einmal beim komponieren unter die arme greifen durfte...)


>ps: das ganze album kann und soll hier probegehört werde<

dauernd jetzt tour 2015

    12.05.15 20.00 Uhr Chemnitz – Arena
    13.05.15 20.00 Uhr Berlin – o2 World >>> AUSVERKAUFT
    15.05.15 20.00 Uhr Hannover – TUI Arena >>> AUSVERKAUFT
    16.05.15 20.00 Uhr Hamburg – o2 World >>> AUSVERKAUFT
    18.05.15 20.00 Uhr Stuttgart – Schleyer Halle
    19.05.15 20.00 Uhr Zürich – Hallenstadion
    21.05.15 20.00 Uhr München – Olympiahalle
    22.05.15 20.00 Uhr München – Olympiahalle
    24.05.15 20.00 Uhr Frankfurt aM – Festhalle
    25.05.15 20.00 Uhr Mannheim – SAP Arena
    27.05.15 20.00 Uhr Köln – Lanxess Arena >>> AUSVERKAUFT
    28.05.15 20.00 Uhr Oberhausen – K-P-Arena >>> AUSVERKAUFT
    30.05.15 19.00 Uhr Bonn – Rheinaue
    31.05.15 20.00 Uhr Schweinfurt – Willy Sachs Stadion > ZUSATZSHOW
    03.06.15 20.00 Uhr Bocholt – Stadion am Hünting
    04.06.15 20.00 Uhr Freiburg – Messe Open Air > ZUSATZSHOW
    06.06.15 20.00 Uhr Braunschweig – Eintracht Stadion
    07.06.15 20.00 Uhr Hofgeismar – Hessentag > ZUSATZSHOW
    09.06.15 20.00 Uhr Rostock – IGA Park
    10.06.15 20.00 Uhr Heide – Marktplatz
    12.06.15 19.30 Uhr Berlin – Waldbühne
    13.06.15 20.00 Uhr Leipzig – Red Bull Arena
    15.06.15 20.00 Uhr Klam – Burg Clam > ZUSATZSHOW
    16.06.15 20.00 Uhr Wien – Stadthalle

Freitag, 1. November 2013

volbeat: outlaw gentlemen & shady ladies. limited tour edition

kurz bevor ihr aktuelles album zum weihnachtsgeschäft den weg in die krabbelkiste gefunden hätte, ziehen Volbeat die reißleine: für "Outlaw Gentlemen & Shady Ladies" (vertigo/universal) gibt es eine neuauflage als limitierte tour-edition. aber: tut das not? immerhin gab es das vierte werk der dänen bereits zur veröffentlichung im frühjahr diesen jahres in diversen ausführungen. und die zentralen kritikpunkte bleiben: die produktion der (hier um einen song aufgewerteten) 15 tracks klingt zu weichgebügelt, die anzahl an hits ging im vergleich zu den vorgängern leicht zurück. für "mädels-metal" ungewöhnlich sympathisch bleiben poulsen und co natürlich weiterhin. nicht zuletzt aufgrund der stilsicheren gastsängerauswahl eines king diamond. wirklich interessant dürfte für alle fans natürlich das bonusmaterial sein. passend zum thema der neuauflage bekommt man ein gutes dutzend livetracks, aufgenommen auf diversen europäischen festivals (hellfest, rock´n heim, download festival, roskilde und rock am ring). qualitativ gibt es nichts zu meckern und wer mit den handelsüblichen live-dokumenten des quartetts noch nicht ausgelastet ist, findet hier einen kurzweiligen zusammenschnitt diverser shows auf richtig großen bühnen. ob die investition von knapp 20 euro einen adäquaten gegenwert findet, dürfte dennoch stark von der intensität der individuellen sammelleidenschaft abhängen...

als kleine hilfe zur entscheidungsfindung hier noch tracklisting und trailer zur dvd:
01. Another Day, Another Way
02. Guitar Gangsters & Cadillac Blood
03. The Nameless One
04. Heaven Nor Hell
05. 16 Dollars
06. The Hangman's Body Count
07. Dead But Rising
08. Lola Montez
09. Cape Of Our Hero
10. Doc Holliday
11. Evelyn
12. Sad Man's Tongue
13. Maybellene I Hofteholder
 

Mittwoch, 9. September 2009

buntes singer-songwriter-universum. 09/09

drei jahre sind vergangen, seitdem der dire straits-kopf durch die gelungene kollaboration mit country-ikone emmylou harris der eigenen solo-karriere endlich wieder einen markanten punkt hinzufügen konnte. auf seinem neuen album "Get Lucky" (vertigo/universal) besinnt sich Mark Knopfler wieder auf die individuellen stärken. und schöpft aus den eigenen inspirationen, welche vom obligatorischen country zurück zum folk ("border reiver") und blues ("you can't beat the house") reichen. das ganze passiert mit der ihm eigenen, stoischen entspanntheit. insofern: wäre er nicht eine chronische ikone der elterngeneration - knopfler taugte auch heute noch zum cool guy. die elf neuen tracks gefallen durch die bank und durch ihre stilistische bandbreite, lassen aber die ganz großen momente weitgehend vermissen. fans des mittlerweile ergrauten britischen ausnahmegitarristen dürfen dem plattentitel dennoch trauen.
zugegeben, damit mache ich mir es jetzt ziemlich einfach. aber das zweite album von Wolfgang Müller taugt wunderbar, um die wartezeit auf das nächste gisbert zu knyphauen album zu überbrücken. nicht nur, weil müller aus hamburg kommt. es vermittelt ganz ähnlich dem selbigen diese anrührende melancholie, wie sie "Gegen Den Sinn" (rintintin musik/indigo) wohl nur hier oben zu finden ist. eine gelungene, dezente hintergrundbesetzung (bestehend u.a. aus flöte, saxophon, kontrabass und klavier) arrangiert den elf songs eine "muggelige" basis, die von müllers zurückgenommener, warmer stimme sowie den persönlichen texten abgerundet wird. ob das hier eine neue erfahrung wie seinerzet beim debüt von janka wird, vermag ich noch nicht zu sagen. doch lasse ich mich gern schon anfang september zu dem kommentar hinreißen: dies wird ein schöner herbst.
wozu auch das neue album von Polite Sleeper wie geschaffen scheint: "Lake Effect" (expect candy/cargo) zeigt den minimal folk des new yorker trios weiter optimiert. die postpunk-vergangenheit a.k.a. yellow press wird weiter nur noch durch den rückspiegel betrachtet. stattdessen liebäugeln die neun songs mit pop, singer-songwriter-zitaten und einem instrumentarium, welches von mellotron bis banjo eigentlich gar nicht mehr als so minimal zu bezeichnen ist. ebenso wie die neuerdings teils ausladenden kompositionen. vielleicht darf man sich da alles in allem an die weakerthans erinnert fühlen. eine idee, welche mich angesichts der stimme des sängers schon seit einer weile begleitet. aber erst mit dieser ep und ihrem eine spur opulenter inszeniertem sound wird deutlich: hier entwickelt sich stück für stück etwas ganz besonderes.