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Montag, 17. August 2015

young chinese dogs: great lake state. review

ihr debütwerk hatte bereits bleibende spuren hinterlassen, zwei jahre und diverse singles bzw. soundtrack-beiträge später legt das münchner folk-pop-trio nun nach. 
und um es gleich vorweg zu nehmen: die musik der Young Chinese Dogs klingt nach wie vor wunderbar nonchalant und unbeschwert. "Great Lake State" (motor entertainment/rar) quillt über vor sommerlichen (oder sind es schon herbstliche?) harmonien, refrains die hängen bleiben (ohne nervig-penetrant zu sein) und songs, die mit charmanter leichtigkeit überspielen, dass man das alles doch schonmal irgendwo gehört hat. aber gerade die tatsache, dass hier keine radiosingle im visier liegt sondern alle zwölf tracks als gesamtkonzept rund wirken, macht mir das zweitwerk so sympathisch. live waren die young chinese dogs ohnhin immer ein genuss. nicht umsonst kümmert sich das grand hotel van cleef um ihr booking. also, anstelle von anspieltipps: wer eine platte zum zwischendurch und auch genauer hinhören mag, die niemandem etwas zu leide aber allen gut tut, der möge hier zuschlagen.
fun fact zum schluss: für den kinofilm des "kleinen drachen kokusnuss" hat die band die stimmen eingesprochen...

Sonntag, 20. Oktober 2013

young chinese dogs: farewell to fate. news

spannendes passiert an der grenze zwischen indierock, singer-songwriter und folk immer wieder - nicht zuletzt, da die ehemalige punkszene (frank turner etc.) sich in diesem metier zunehmend wohfühlt. die Young Chinese Dogs haben dem ganzen zwar nichts neues hinzuzufügen, dafür dank schlüssigem songwriting und male/female-vocals aber eine attraktive ausgangsbasis am start. diese wird souverän genutzt, so dass weder die unwiederstehlichen harmoniegesänge noch die verschrobene instrumentierung von "Farewell To Fate" (rent a record company/h'art) aus den gehörgängen weichen wollen. man merkt, dass diesem debüt nicht nur eine ep, sondern reichlich bühnenerfahrung als supportslot für einige vorbilder den weg geebnet hat. so bleiben am schluss zwölf analoge wohltaten, deren herkunft man nun nicht gerade auf münchen kartographiert hätte. sei's drum: dem charme des trios bin ich so oder so erlegen.