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Sonntag, 23. September 2018
thrice: palms. review & clip
Thrice sind zurück. und "Palms" (epitaph/indigo) profitiert genau davon, was andernorts mittleweile seit einiger zeit müdes gähnen verursacht: frontmann dustin kensrue reifte als soloartist mit akustikgitarre endgültig zu einem songwriter, welcher in der lage ist lieder zu schreiben die gänzlich reduziert und ohne effekte nachhaltig überzeugen. das ergebnis sollte das übrige dazu beitragen, den ausnahmestatus des quartetts aus orange county zu untermauern. zumindest bei der toleranten hörerschaft; oder – wie es im o-ton zu solchen Begebenheiten stets heißt: die charaktereigenschaft „open minded“ darf zu den grundvoraussetzungen zählen, will man sich das phänomen Thrice in seiner (anhaltenden) endstufe erschließen. denn was die vorgänger bereits andeuteten wird nun unmissverständlich formuliert: Thrice stellen ihre künstlerische integrität endgültig über sämtliche erwartungshaltungen. independent, singer-songwriter und postrock stehen gleichberechtigt an der seite von hardcore-punk, metallischer gitarrenarbeit oder rockigen hooklines. eine streng dem jeweiligen schema verpflichtete weiterentwicklung: während manche tracks überraschend frei von typischen songstrukturen durch die atmosphäre oszillieren, geraten andere beinahe zur dustin kensrue one-man-show. mit dem feinen unterschied, dass sich dieser im vergleich zu seinen soloalben für die Thrice-wiedervereinigung definitiv die perlen herausgepickt hat. empfehlung.
Sonntag, 8. Mai 2016
thrice: to be everywhere is to be nowhere. review
ganz so lange waren sie ja gar nicht von der bildfläche verschwunden, die solo-präsenz von dustin kensrue entpuppte sich zudem langfristig doch als etwas mehr als ein lückenfüller; nun sind Thrice auch auf albumdistanz wieder zurück. und präsentieren sich auf longplayer nummer neun entgegen anderer, deutlich pessimistischerer progonsen in brillanter verfassung. der sehr starke opener "hurricane" hätte auch auf dem von einem leicht größenwahnsinnigen konzept getragenen "alchemy index" projekt stehen können. und bleibt nicht das einzige highlight unter den elf neuen kompositionen. "To Be Everywhere Is To Be Nowhere" (vagrant/bmg), von eric palmquist famos rauh in szene gesetzt, macht noch einmal deutlich, dass songs im spannungsfeld von emocore und alternative-rock sogar im jahr 2016 noch inspiriert klingen können. mächtige grooves, noisige momente, erhebende chöre und refrains sowie atmosphärisch dicht inszenierte aggression sorgen dafür, dass das im midtempo gehaltene material einmal mehr selbstbewusst mit der frühphase der band bricht. was gleichzeitig wermutstropfen, aber eben auch ein selbstbewusstes statement darstellt. und die relevanz von thrice über die eigene szene hinaus untermauert. das album erscheint am 27.05.2016.
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