Freitag, 22. Januar 2016

powerkryner: ham kummst. single & clip

da mag man von der aktuellen flüchtlingspolitik unseres nachbarlandes halten was man will (nämlich nicht viel!): österreich möchte auch 2016 auf der musikalischen agenda hierzulande stehenbleiben. und schickt mit Powerkryner einen kandidaten mit - ähem - aprés ski potential ins rennen. wir präsentieren euch den vorab veröffentlichten dj selekta mix ihrer single "ham kummst":

Dienstag, 19. Januar 2016

matt simons: re-release, clip und tour.

eigentlich bereits ende 2014 erschienen, veröffentlicht Matt Simons nach diversen erfolgen (so löste er jüngst adele an der spitze der deutschen single charts ab) nun die neuauflage seines studioalbums “Catch & Release” (pias).
"Doch nicht nur in Deutschland feiert der darauf enthaltene Deepend Remix des Titeltracks aktuell große Erfolge, sondern schaffte es auch in fünf weiteren Ländern (u.a. Belgien und Holland) an die Spitze der iTunes Charts und in insgesamt über 30 Ländern in die Top 5. 
Den zugehörigen Clip findet ihr hier unten.
Die neue Version des Albums “Catch & Release” erscheint als Download und CD. Neben der Hitsingle enthält die Neuauflage 3 bislang unveröffentlichte Songs. 
Das Album entstand in Zusammenarbeit mit verschiedenen Songwritern und Produzenten aus den USA und den Niederlanden. Nach anderthalb Jahren Schreibblockade war das eine Phase voller Kreativität. Seine Musik ist geprägt von eindrücklichen Harmonien, traurig-melancholischen Texten und Songstrukturen, die sich an seinen Vorbildern, den Beatles, orientieren"

Matt Simons auf Konzertreise:
14.04. Hamburg – Grünspan 
18.04. Köln – Luxor 
25.04. Berlin – Gretchen 
27.04. München – Hansa 39


Matt Simons - Catch & Release Deepend Remix [Official Video] from PIASGermany on Vimeo.

Sonntag, 17. Januar 2016

xixa: bloodline. albumreview & clip

auch wenn es viele (wie ich) bis vor kurzem noch gar nicht mitbekommen haben: Xixa sind ohne frage der neue stern am vor hitze flirrenden desertrock-himmel.
allein wer jetzt kyuss vor augen hat, muss den fokus etwas korrigieren. mit brian lopez und gabriel sullivan konnte ein drittel der sechsköpfigen band erfahrung bei giant sand sammeln, andere wiederum entstammen dem kosmos um calexico...wir haben es also fast mit einer art kleinen supergroup zu tun, deren referenzen den weg schon etwas deutlicher zeichnen. das debütalbum "Bloodline" (glitterhouse/indigo) klingt demnach mal wie die vom highway-staub vorbeirauschender pick-ups verschmutzten vampire weekend, dann wieder wie die hörigen jünger des hohepriesters david eugene edwards. und zaubern dazwischen beschwörende melodien und rhythmen, deren sog man sich bis zum instrumentalen hiddentrack nicht entziehen kann.
es ist also nur konsequent, dass glitterhouse sich diesen dicken fisch an land gezogen haben. nicht umsonst ist das beverungener label eng mit chris eckman verwoben. der walkabouts-chef spielt mittlerweile nicht nur mit dirtmusic eine schlüsselrolle im genre; als a&r vom preisgekrönten sublabel glitterbeat hebt er zudem stilsichere soundschätze aus mali und restafrika. es würde mich nicht wundern, wenn er auch in dieser liaison seine hände im spiel hatte (wenngleich ich dazu keine belege finden konnte). doch zurück zu "bloodline", welches die formation aus arizona der ep "shift and shadow" folgen lässt, mit welcher sie bereits einen gelobten einstand feierten. auf dem album nun tritt sogar einer der tinariwen-köpfe phasenweise als co-songwriter in erscheinung. an anderer stelle werden konsequent die lateinamerikanischen wurzeln beschworen, bevor sich der sound wieder der (selbstkreierten) kategorie "desert noire vibe" unterordnet.
schlussendlich passt auch noch das stilvolle artwork und rundet ein in jeder hinsicht ästhetisches werk ab, das dem hörer trotz trister wetterkulisse vor dem fenster ein paar schweißperlen der begeisterung auf die stirn treibt.

 

Montag, 11. Januar 2016

odeville: phoenix. neues album & clip

nach ein paar veröffentlichungen, die vor allem in szeneinternen kreisen abseits des mainstreams anerkennung fanden, bekommen Odeville mit ihrem neuen album rückenwind von motor music. und die fünf hamburger haben auf "Phoenix" (motor) seit meinem letzten kontakt mit ihnen noch mehr geändert: die songs sind mittleweile auf deutsch gehalten (was wohl schon auf der mir nicht bekannten vorgänger-lp "heimat" der fall war), haben sich ein gutes stück vom härteren emorock der anfangstage entfernt. bei den referenzen von produzent arne neurand (revolverheld, guano apes, subway to sally) mag stilsicheren musikhörern zudem der angstschweiß auf die stirn treten. der sound der elf lieder kristallisiert sich aber als - im positiven sinne - harmlose wohlfühlmusik mit wurzeln im indie-rock heraus. die zumindest ins formatradio ein bißchen niveau bringt.
apropos: der videoclip zum song "lichtblick", welcher schon reichlich airplay auf ndr2 bekam, kann gleich hier begutachtet werden:

Freitag, 18. Dezember 2015

baroness: purple. review & clip

licht und schatten definierten die jüngste vergangenheit der rockband aus georgia. doch anstelle sich unterkriegen zu lassen, legt man ein beachtliches folgewerk vor: dieses klingt wie schon in der vergangenheit riffbetont, spacig, vertrackt... und trotzdem gelingt es Baroness auf ihrem neuen longplayer jederzeit, eine enorme hitdichte zu verzeichnen. "Purple" (abraxxan hymns/universal music) wird von "morningstar" bereits mit einem ohrwurm eröffnet. der reduzierte sound von dave fridmann (the flaming lips, mgmt) passt optimal zu dem sehr fokussierten material. wenn nicht schon mit dem vorhergehenden doppelalbum geschehen, würden sich baroness spätestens jetzt 2015 aus dem schatten ihrer kumpels von mastodon freischwimmen. auf dem eigenen label abraxxan hymns erschienen, gibt es für die zehn songs in gut 40 minuten eine dicke kaufempfehlung.


Baroness -- Shock Me

Donnerstag, 3. Dezember 2015

g-eazy: when it's dark out. review

ist es understatement, wenn ein rapper seinen ruf als storyteller schon mit der titelfolge seiner alben repräsentiert? seinem 2014er debüt "these things happen" folgt in dieser diskographie nun jedenfalls "When It's Dark Out" (sony music). doch im falle G-Eazy von rap im ursprünglichen sinne zu sprechen, sorgt sicher nicht nur für gegenliebe. immerhin fabuliert ein deutsches leitmedium des genres vom "james dean des rap". was sich jedoch lediglich auf die optik reduziert; die produktionen an sich können sich nicht so recht zwischen stangeware und tatsächlicher innovation entscheiden. big sean bleibt als gaststar und konstante wieder mit am start, wird allerdings von einem chris brown torpediert. auch ansonsten festigt sich der eindruck einer überraschend eigenwilligen kreation zwischen ambientflächen, formatradio und hiphop-gassroots. und lyrisch legt sich der kalifornier zwischen girls/cars/money und tiefergehender kost ebenfalls so gar nicht fest. doch wenn das material an vielen stellen nicht wirklich bleibenden eindruck hinterlässt, sein potential macht g-eazy in starken momenten wie "don't let me go (feat. grace)" eindrucksvoll deutlich.
einen tatsächlich passenden eindruck von den 17 tracks bekommt man zudem über die erste clip-auskopplung "me, myself and I":

Montag, 30. November 2015

emin: boomerang (feat. nile rodgers). clip

vielleicht nicht der übliche musikalische konsens auf dieser seite, zumindest aber eine kleine meldung wert: Emin hat sich für seine single “boomerang” mit den produzentenlegenden nile rodgers sowie cutfather zusammengetan. das von steam motion and sound in london in szene gesetzte ergebnis sehr ihr hier: