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Sonntag, 18. Dezember 2016

rosenstolz: das beste. compilation

noch auf der suche nach einem weihnachtsgeschenk für mami und papi? oder die deutschpopaffine tante? dann kommen Rostenstolz mit einer neuauflage der eigenen best-of-zusammenstellung (vor knapp zehn jahren erschieb bereits "alles gute - das beste") ja gerade recht. nicht ganz zufällig zum weihnachtsgeschäft präsentiert man auf 20 songs die airplay-essenz des eigenen schaffens. 
dabei für die jüngere generation vielleicht ebenfalls nicht ganz uninteressant: peter plate, der produzenten-/songwriter-partner von anna r, war in seinem job ja auch an anderer stelle sehr erfolgreich. so zieren seine kompositionen unter anderem die sehr erfolgreichen "bibi und tina" kinofilmsoundtracks...

aber zurück zu vorliegender veröffentlichung. das presseinfo komprimiert die erfolgsbilanz von Rosenstolz auf das wesentliche:

"14 Platin- und 13 Goldene Schallplatten für ihre 12 Studioalben, 38 Singles – so liest sich die bisherige Bilanz des Berliner Ausnahme-Duos, das sich seit Anfang der 90er als eine der eigenständigsten und erfolgreichsten Formationen innerhalb der deutschsprachigen Musiklandschaft etabliert hat. Darüber hinaus konnten Rosenstolz insgesamt 6 Goldene Stimmgabeln, 5 ECHOS (darunter u.a. als „Gruppe des Jahres/national“ und „Album des Jahres“), 2 Cometen, eine Goldene Kamera, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, ein Bambi, die sächsische Ehrenmedaille für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und Aids (verliehen durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zum Welt-Aids-Tag 2009) und verschiedene weitere Auszeichnungen entgegen nehmen. 

Die Werkschau „Das Beste“ spannt den Bogen von frühen Stücken wie „Herzensschöner“ und „Schlampenfieber“, über bekannte Hits wie „Liebe ist alles“, „Ich geh in Flammen auf“ oder „Ich bin ich (Wir sind wir)“ bis zu neueren Songs wie „Wir sind am Leben“ und „Lied von den Vergessenen“. Ein Rückblick auf eine ganz besondere deutsche Karriere, die Rosenstolz am besten in ihrem Lied „Liebe ist alles“ beschreiben: „Das ist alles was wir brauchen, noch viel mehr als große Worte; lass das alles hinter dir, fang noch mal von vorne an, denn: Liebe ist alles!“

„Das Beste“ Tracklist 

01 Liebe ist alles
02 Ich bin ich (Wir sind wir)
03 Gib mir Sonne
04 Wir sind am Leben
05 Auch im Regen
06 Willkommen
07 Aus Liebe wollt ich alles wissen
08 Lied von den Vergessenen
09 Wie weit ist vorbei
10 Der größte Trick
11 Ich geh in Flammen auf
12 Nichts von alledem (tut mir leid)
13 Irgendwo in Berlin
14 Sternraketen
15 Es könnt ein Anfang sein
16 Es tut immer noch weh
17 Königin 
18 Herzensschöner
19 Schlampenfieber
20 Die Schlampen sind müde

Sonntag, 13. Oktober 2013

belleruche vs. morcheeba: triphop revisited.

zwei grandseigneure im spannungsfeld zwischen trip hop und easy listening machen in diesen monaten wieder von sich reden. sinnigerweise glänzen die hierzulande sträflich unbeachteten belleruche mit einer - soviel sei vorweggenommen - lohnenden werkschau. morcheeba dagegen wandeln - bekanntermaßen wiedervereinigt mit ursprungssängerin skye edwards - auf dem von szeneurvätern so gerne gewählten weg zwischen nähe zu eigenen wurzeln und vorsichtiger experimentierfreude.

doch widmen wir uns zunächst Belleruche, welche zwar der ursuppe des genres entstammen, mit ihrem fuzzigem schlafzimmerpop hierzulande jedoch nur einige kenner für den durchaus einzigartigen bandsound gewinnen konnten. mit einer "Best Of" (tru thoughts/groove attack) unternimmt das trio nun einen weiteren versuch, die situation zu ändern. und um das schicksal nicht noch einmal herauszufordern, dürfen auf den zwei enthaltenen silberlingen sowohl band als auch label den versuch einer gelungenen tracklist unternehmen. ergebnis: es gelingt beiden, wenn auch unter verschiedenem fokus. und geneigte anhänger freuen sich bei der gesamtauswahl über einige remixe und b-seiten, die bislang nicht oder nur schwer verfügbar waren. in der summe macht das 28 tracks, die dem mittelprächtigen herbst mal eben zu einem soundtechnischen indian summer machen.
wenn Morcheeba dagegen ihr angestammtes metier verlassen, bedeutet das zumeist eine tendenz in richtung dancefloor bzw. unverholenem radio-appeal. so geschehen auch zumindest partiell auf "Head Up High" (pias). dabei bleibt leider nach wie vor festzuhalten: die trippigen momente stehen den briten zumindest mit skye edwards eindeutig am besten. so kann man den neuen tracks zwar kurzweil attestieren, eine soghafte atmosphäre wie zu zeiten von "who can you trust?" dagegen vermisse zumindest ich durchaus. weil songs und arrangements generell über alle zweifel erhaben sind, bleibt am ende jedoch eben diese grundsatzentscheidung: koheräntes album versus breitenwirksamkeit. ein altbekanntes, jedoch verschmerzbares dilemma: glücklicherweise gibt die biographie der band genügend alben für die favorisierte ausrichtung her. "head up high" wirkt dagegen etwas wie ein schnöder kompromiss.

Montag, 22. November 2010

greatest hits: das weihnachtsgeschäft...

es herrscht wahrlich kein mangel an best of-zusammenstellungen von Jay-Z. eigentlich kein problem, zumal selbiger nicht unbedingt dafür bekannt ist, auf albumlänge zu überzeugen. diesmal gab sich der jigga immerhin auch äußerlich mühe, eine wertige veröffentlichung abzugeben; inklusive nennenswertem booklet und einer karriereumspannenden berücksichtigung aller kommerziell erfolgreichen highlights von "hard knock life" bis hin zu "run this town". "The Hits Collection - Volume One" (def jam/island/universal) ist nicht nur ein durchaus selbstbewusster name, auf der rückseite der cd findet man jeweils auch gleich noch einen hinweis, welcher der 14 tracks grammy-gewinner sind... sei's drum: dieses album kann schon so manche autofahrt kurzweilig halten, nicht zuletzt aufgrund meiner lieblings-auskopplung "d.o.a. (death of auto-tune). hier noch die vollständige tracklist:
1. Public Service Announcement (Interlude)
2. Run This Town
3. 03' Bonnie & Clyde
4. Encore

5. I Just Wanna Love U (Give It 2 Me)

6. Izzo (H.O.V.A.)

7. D.O.A. (Death Of Auto-Tune)

8. 99 Problems

9. Empire State Of Mind

10. Dirt Off Your Shoulder

11. Hard Knock Life (Ghetto Anthem)
12. Show Me What You Got

13. Roc Boys (And The Winner Is)...

14. Big Pimpin'

bereits drei jahre bevor jay-z 1996 sein debüt an den start bracht, begründeten Suede - so will es die legende - mit ihrem selbstbetitelten erstling den britpop-hype. auch wenn sie in dessen kontext immer eine ausnahmestellung innehatten, wurden sie von ihrer anhängerschaft (worunter sich auch ein gewisser morrissey befindet) frenetisch abgefeiert. nach wenig spektakulärem abklingen ihrer karriere eine knappe dekade später erscheint nun nach schier ewiger abstinenz von der öffentlichen bühne mit "The Best Of Suede" (ministry of sound/warner) eine erste und durchaus definitive zusammenstellung ihrer relevantesten songs. einhergehend mit ein paar ausgewählten auftritten machen die herren um frontmann brett anderson ende 2010 völlig zu recht auf ihre musikhistorische bedeutung aufmerksam. auch hier darf die vollständige, exquisite tracklist nicht fehlen:

Disk: 1
1. Animal Nitrate

2. Beautiful Ones

3. Trash

4. Filmstar

5. Metal Mickey
6. New Generation

7. So Young
8. Wild Ones

9. Drowners

10. Stay Together

11. Lazy

12. Everything Will Flow
13. We Are The Pigs

14. Can t Get Enough

15. Electricity

16. Obsessions

17. She's in Fashion

18. Saturday Night
Disk: 2
1. Pantomime Horse

2. My Insiatiable One

3. Killing Of a Flashboy

4. This Hollywood Life
5. Europe Is Our Playground

6. My Dark Star

7. Sleeping Pills

8. By The Sea

9. She
10. Heroine

11. The Living Dead

12. To The Birds

13. The Big Time

14. The Two Of Us

15. Asphalt World

16. Still Life

17. The Next Life