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Sonntag, 2. April 2017

brooke candy: living out loud. clip

bevor ab dem kommenden freitag wieder kendrick lamar (völlig zu recht) die medien in und um hiphop bestimmen wird, sei zum ausklang des wochenendes noch auf einen clip hingewiesen, welcher ein weiteres hochkarätiges album ankündigt. Brooke Candy, deren noch nicht terminiertes album "Daddy Issues" im laufe des frühjahrs über sony veröffentlicht wird, legt nach dem lyric-video nun eine vollwertige produktion zu ihrem song "living out loud" vor:

Sonntag, 8. Mai 2016

beyoncé: lemonade. album/dvd review

kendrick lamar, d'angelo, kanye west und nun Beyonce... es scheint, dass sämtliche relevanten neuerscheinungen im rap- und neosoul-bereich quasi unangekündigt (und zunächst nur als downloads bzw. über streaming-plattformen) auf die überraschte hörerschaft losgelassen werden. auch wenn der große aha-effekt langsam ausbleibt: auffallend weit oben ist die konstante qualität hinter diesem veröffentlichungsmodell. was insbesondere angesichts "Lemonade" (sony) überrascht. denn auch wenn beyonce in der vergagenheit ein paar respektable produktionen aufweisen konnte: über albumdistanz versagten ihr bis heute immer die kräfte. diesmal sind es außerdem nicht die prominenten gaststarts - darunter mister lamar, jack white und james blake - sondern tatsächlich die kompositionen, welche überzeugen: facettenreich, catchy und genau mit dem richtigen quentchen innovation ausgestattet, um auch die bisherige hörerschaft nicht zu vergraulen. und um doch noch ein paar streaming-anhänger hinter dem ofen hervorzuholen, findet sich auf der beliegenden dvd das komplette album noch einmal aufwendig visualisiert. fazit: auf "lemonade" überzeugt beyonce tatsächlich musikalisch komplett. den lyrischen seelenstriptease zur ehekrise mit jay-z gibt es quasi gratis obendrauf...

Donnerstag, 20. März 2014

schoolboy q: oxymoron. review

im windschatten von bzw. mit rückendeckung durch kendrick lamar bzw. dessen company top dawg music gelingt es Schoolboy Q a.k.a. quincy mit seinem dritten longplayer derzeit offenbar endgültig, in die erste liga aufzusteigen. sein majorlabel-debüt "oxymoron" (top dawg/interscope) schließt seit ein paar tagen gekonnt die lücke zwischen beats die auch mal neben der spur liegen dürfen und gangster-stangenware-lyrics. ach so, apropos gangster: neben dem gleichnamigen opener passt dazu bestens das (leider etwas blasse) feature von grandfather raekwon auf "blind threats". neben den üblichen verdächtigen aus dem lamar-umfeld (der hier bei der exzellenten single "collard greens" ebenfalls seinen obligatorischen auftritt hat) stammen die produktionen jedoch auch von kommerzielleren sureshots wie alchemist oder pharrell williams. wer das nervige neosoulpop-genöle von bj the chicago kid auf "studio" sowie etwa ein drittel weitere semiausfälle kompensieren kann, wird immer wieder bemerken, dass q mit seinem team über ein enormes potential verfügt. denn gerade wenn es mal etwas absonderlicher wird, ist quincy in der lage essentielles zu liefern. etwas weniger kompromiss-charakter hätte man "oxymoron" aber gewünscht, um wirklich über die gesamte distanz zu überzeugen. andererseits: in den letzten wochen konnte auch kein anderer hiphop-künstler wirklich akzente setzen. insofern: ein probehören macht hier auch abseits der auskopplungen sinn!

Mittwoch, 17. April 2013

kid cudi: indicut. review & video

ein angesagter us-rapper mit eigenem modelabel? die aufholjagd von Kid Cudi an gestandene größen der marke jay-z und kanye west erfolgt in großen sprüngen. viel wichtiger aber, dass es scott ramon seguro mescudi schafft ähnlich wie letzterer die genre-grenzen nochmal um ein quentchen zu verschieben. auch auf album nummer drei geschieht das sowohl in richtung pop als auch in richtung elektronik. dabei entstehen programmatische titel wie das famose "unf***wittable". die herangehensweise bringt jedoch auch einige seichte aufgüsse wie den zweiten part von "solo dolo" hervor, welchem kendrick lamar immerhin einige bemerkenswerte vokalakrobatik hinzufügt. apropos kollaborationen: schön, dass sich mit rza ein weiterer szeneguru sehen lässt, welcher den hiphop im rahmen seiner karriere ein gutes stück nach vorne gebracht hat. "indicud" (universal) jedenfalls dürfte nach den beiden "man on the moon"-werken untermauern, was langsam auch kritiker akzeptieren sollten: als rapper mag er diskutabel sein, sein gespür für sounds und hoolines tut dem hiphop definitiv gut.