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Dienstag, 14. April 2015
róisín murphy: clip zur single "exploitation"
Nach „Gone Fishing“ veröffentlicht Róisín Murphy, die Stimme von Moloko, ihre neue Single „Exploitation“ aus dem im Mai erscheinenden Soloalbum „Hairless Toys“ (VÖ: 08.05.2015). „Exploitation“, ein dringender Shuffle aus Staccato Synths, Orgel und Gitarre. “It’s about sex. Dangerous fun.”, so Róisín.
Es hat eine Weile gedauert, doch Róisín Murphy meldet sich endlich mit ihrem lang erwarteten, neuen Album zurück. “Hairless Toys” wird es heißen - das Erste nach 8 Jahren - produziert vom unvergleichlichen Eddie Stevens und umfasst noch konsequenter und spannender als bisher eine breite Palette verschiedenster Genres. Auch textlich mangelt es Murphy nicht an Kreativität und Inspiration, so ist das neue Werk so außergewöhnlich und vielseitig wie die Künstlerin selbst. Außerdem kehrt Róisín Murphy mit Band, ihren brandneuen sowie älteren Tracks auf die Bühnen Europas zurück.
Es hat eine Weile gedauert, doch Róisín Murphy meldet sich endlich mit ihrem lang erwarteten, neuen Album zurück. “Hairless Toys” wird es heißen - das Erste nach 8 Jahren - produziert vom unvergleichlichen Eddie Stevens und umfasst noch konsequenter und spannender als bisher eine breite Palette verschiedenster Genres. Auch textlich mangelt es Murphy nicht an Kreativität und Inspiration, so ist das neue Werk so außergewöhnlich und vielseitig wie die Künstlerin selbst. Außerdem kehrt Róisín Murphy mit Band, ihren brandneuen sowie älteren Tracks auf die Bühnen Europas zurück.
Donnerstag, 11. März 2010
jazz pop & dance. get up & dance
eine schiere ewigkeit hat es gedauert, bis sich das italienische produzentenduo endlich zur fertigstellung seines debütlongplayers durchringen konnte. doch - meine güte - hat sich das warten gelohnt! die Crookers setzen mit "Tons Of Friends" (ministry of sound/warner) da an, wo dizzee rascal im letzten jahr mit seiner kurskorrektur aufgehört hat: mit einem völlig überdrehten mash up aus hiphop, dance und indiepop, dem sich als verbindendes element allenfalls die dem grime oder breakbeat entliehenen stolpersteine in den instrumentals zuordnen lassen. adäquat zu dem extrem tanzbaren durcheinander ist die sich zu den 20 tracks (!) gesellende, phänomenale 25-köpfige gästeliste (!!). welche sich von soulwax, spank rock, kelis oder den an sich unerträglichen pitbull erstreckt. hervozuheben natürlich die immer großartige roisin murphy; die sich mit gleich zwei songs nicht nur perfekt ins raster fügt, sondern dank "royal t" einen ihrer besten tracks seit moloko an den start bringt. was mich insgesamt zu einem frenetischen fazit bringt: denn das hier ist ohne frage das beste über ministry of sound-erschienene album seit robyn!ein best of-album einer formation, die spätestens seit ihres begnadeten werkes "waltz for koop" auch bei uns bekannt sein dürfte: das duo Koop aus skandinavien. ihre "Coup De Grace" (playground/edel) betitelte zusammenstellung fasst das prinzip ihrer vier nicht nur in der heimat sehr erfolgreichen alben zusammen: musik auf der basis von samples zu erschaffen. in zwölf songs, die untermauern, warum oscar simonsson und magnus zingmark seither gefragte produzenten für die werbe- und tv-industrie (unter anderem für einen coca cola spot) waren. fusioniert sich in ihrem sound doch eine künstlerische herangehensweise mit dem anspruch, auch als hintergrundmusik mit niveau degradiert werden zu dürfen. unbedingt bemerkenswert natürlich die gästeliste: von der wunderbaren ane brun über earl zinger hin zu diversen jazz-chanteusen wird tatkräftig geholfen, den kompositionen passende i-tüpfelchen zu verleihen. das wichtigste aber: statt nervig unterkühlter nu-jazz/chillout-standards trifft man bei koop jederzeit auf überraschend organische, wohltuende songs. ein akustisches verwöhnprogramm also, dem man durchaus auch einen "gute-laune-faktor" attestieren kann.
und weil derartige musik auf diesen seiten (zu) oft deplaziert wirkt, an dieser stelle doch noch der eindringliche hinweis auf eine junge künstlerin namens Carmen Souza. auf derem tollen neuen album "Protegid" (galileo mc) mischen sich ihre afrikanischen und kapverdianischen wurzeln zu einem sound zwischen folk, latin und vor allem jazz. der mulitkulturelle ansatz spiegelt sich konsequenterweise selbst im aufnahmeverfahren wieder: ein mobiles studio sorgte dafür, dass das dutzend songs in new york, paris, lissabon, toronto und vielen weiteren stationen eingespielt werden konnte. das ergebnis wird um eine coverversion von horace silvers „song for my father" ergänzt. in szene gesetzt von bassist und kompositionspartner theo pas´cal klingt das material am ende ziemlich genau nach den lauen sommerabenden, nach welchen ich mich gerade so sehr sehne.
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Dienstag, 12. Mai 2009
beats and beyond. reviews
schade eigentlich: "The Ultimate P" (modulor/groove attack) geht als best-of durch, wie man sie eigentlich nicht machen sollte. dabei liefert die bewegte karriere von Prodigy of Mobb Deep doch eine steilvorlage für ein umfassendes kompendium. diesem anspruch werden die beiden cd's, welche mühelos auch auf einen silberling gepasst hätten, leider nicht gerecht. stattdessen mischen sich unter die über 30 tracks einige geschickt eingestreute interview-sequenzen sowie mobb deep-material, welches zumeist jedoch im remix-format verteten ist. vor allem aber handelt es sich nicht um irgendwelche highlights, sondern offenbar um tracks, die von vormaligen prodigy-studiosessions übrig geblieben sind. immerhin: "the ultimate p" reiht so zumindest nicht nur beliebige standards aneinander, sondern gefällt als ziemlich gelungener mix. auch die zahlreichen features sorgen für kurzweile, selbst wenn von dem "golden age" - den anfangstagen des mc's - nicht viel übrig bleibt. verstehen wir uns nicht falsch: die zusammenstellung liefert immer noch guten, abwechslungsreich inszenierten hiphop. nur die lieblose umsetzung - gerade was das äußere angeht (vgl. zum beispiel das quasi nicht vorhandene booklet) - kostet immens punkte, besser: credits - die der momentan im gefängnis sitzende rapper dringend nötig hätte.zusammen mit mc tek repräsentiert General Steele normalerweise das rap-duo smif'n'wessun. auf "Welcome To Bucktown" (duck down/groove attack) liefert er - quasi als nachschub zu deren etwas dürftigen letzten album - eine art "themen-mixtape". bucktown, seinem synonym für brooklyn, widmet er quasi ein konzeptalbum und gründet dazu noch den gleichnamigen ableger zum heimatlabel duck down. und all dieses namedropping lässt sich trefflich fortsetzen: so geben sich neben der boot camp clik noch mehr als zwei handvoll weitere interpreten aus der lebhaften new yorker underground-rapszene den einstand. die musik gefällt mit reichlich zitaten, mehr aber noch gewinnen die 14 tracks durch ausgewählte samples und ein artwork, das den blaxploitation-film "bucktown" (sic!) huldigt. die leider ziemlich zahmen produktionen stammen von alten bekannten da beatminerz (of black moon), dj revolution sowie ayatollah - und gehen in ordnung. alles in allem kein meisterwerk, im vergleich zu den letzten (schwächeren) duck down-releases aber ein deutlicher fortschritt. etwas aus der rolle fällt in diesem zusammenhang das album von The Revolution. unter der regie verschiedener kollaborateure entstand ein dutzend songs, welches ganz bewusst die kubanische musikszene jenseits von buena vista repräsentiert. "Revolution" (rapster rec./k7/alive) verbirgt deshalb nur zur einen hälfte namhafte produzenten - das projekt vervollständigt sich erst durch die zusammenarbeit mit der dortigen szene. gepusht wird das resultat nicht allein durch deren aushängeschilder orishas. neben zahlreichen unbekannten glänzt der lateinamerikanisch infizierte mix aus breakbeat, pop und hiphop-elementen durch gastauftritte von roisin murphy (ex-moloko) bis hin zu norman cook alias fatboy slim. jene tarnen die folkloristischen wurzeln zugegebenermaßen reichlich massentauglich - mit dem konsensversprechenden ergebnis, ein durch und durch sommer-/partykompatibles werk geschaffen zu haben. "yellow moon" stellt somit nur eine von zahlreichen potentiellen auskopplungen vor, welche in den bevorstehenden heißen monate hoffentlich nicht nur die clubs, sondern auch das bewusstsein für zeitgenössische popmusik aus kuba aufwirbeln.
Labels:
boot camp clik,
duck down,
fatboy slim,
K7,
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