Mittwoch, 31. März 2010
die gute nachricht der woche: far sind zurück
es ist mir eine ganz besondere freude folgende ankündigung zu verbreiten: jonah matranga hat sich nach zahllosen soloveröffentlichungen (endlich) entschlossen, zwölf jahre nach dem großartigen "water and solutions" einen neuen longplayer mit seiner famosen band Far einzuspielen. selbiger erscheint hierzulande am 28.5. unter den fähigen fittichen von arctic rodeo recordings und soll den namen "at night we live" tragen. die erste von drei impressionen der studioaufnahmen gibt es hier:
Labels:
arctic rodeo,
at night we live,
far,
Jonah Matranga news,
video
Dienstag, 30. März 2010
avatar & 108. frickelkünstler
Labels:
108,
18.61,
at the gates,
avatar,
children of bodom,
deathwish,
gain,
in flames,
indigo,
inside out,
review,
sony,
warrior soul
Sonntag, 28. März 2010
eddy meets yannah & kissy sell out. in the mix
zwei alben aus der schnittmenge von soul, nu-jazz, urban beats und pop erscheinen in dieser woche. darunter Eddy Meets Yannah, die mit "Fiction Jar" (compost records) bereits ihr drittes gemeinsames album vorlegen. das duo besteht aus produzent eddy ramich und sängerin, produzentin und songwriterin yannah valdevit und gehört zu den bemerkenswertesten internationalen exporten ihrer heimat kroatien. ihr neues werk wartet unter anderem mit gastbeiträge aus der uk garage-szene von zed bias hin zu den rockers hifi auf. als teaser hier ein paar etwas ältere aufnahmen von Eddy meets Yannah bei den ks1 sessions in amsterdam:
Kissy Sell Out dagegen entstammt dem vereinten königreich. hinter dem alias versteckt sich mit thomas bisdee ein renommierter radio-dj sowie produzent. nach einer reihe von auftragsarbeiten ist es nun zeit für ein eigenes album: "Youth" (san city high/warner) bedient sich der eingangs erwähnten stilmittel und fokussiert dabei voll auf die tanzfläche. einen guten eindruck des schaffens von mister bisdee lässt sich dennoch über seine verganenen remixveröffentlichungen finden. zum beispiel für gwen stefanis' "Wind It Up":
Kissy Sell Out dagegen entstammt dem vereinten königreich. hinter dem alias versteckt sich mit thomas bisdee ein renommierter radio-dj sowie produzent. nach einer reihe von auftragsarbeiten ist es nun zeit für ein eigenes album: "Youth" (san city high/warner) bedient sich der eingangs erwähnten stilmittel und fokussiert dabei voll auf die tanzfläche. einen guten eindruck des schaffens von mister bisdee lässt sich dennoch über seine verganenen remixveröffentlichungen finden. zum beispiel für gwen stefanis' "Wind It Up":
Labels:
compost records,
eddy meets yannah,
fiction jar,
gwen stefani,
kissy sell out,
news,
rockers hifi,
san city high,
video,
warner,
youth
Samstag, 27. März 2010
the singer/songwriter experience. 03/10
ohne untertreibung darf man Nicolai Dunger als skandinavische singer-songwriter-insitution bezeichnen. seine wege kreuzten in der vergangenheit so große namen wie robert fripp (king crimson), soundtrack of our lives, calexico oder das esbjörn svensson trio. auf seinem nunmehr mindestens 15. werk (!) überrascht er dank eines duetts mit nina persson von den famosen cardigans abermals. was ähnlich gut ins repertoire passt, wie seine neue labelheimat: "Play" (fargo/naive/indigo) erscheint via fargo records. genau dem label, welches einst den americana/alternative-country-zug ins rollen brachte. und ähnlich wie dunger nach breitem major-interesse wieder in einer sympathischen kenner- bzw. independent-liga spielt. die zwei handvoll neuen tracks wurden in nur ein paar tagen eingespielt und überzeugen mit der eleganten souveränität eines altersweisen musiker, der seine musik noch immer mit herzblut schreibt. ausdrücklich empfehlenswert.mag das mit einiger verspätung zugänglich gemachte debüt des australischen trios auch mit einer beachtlichen menge pathos ausgestattet sein: bei allem leiden lassen Elva Snow glücklicherweise dennoch platz für ein wenig augenzwinkern. allerdings sollte man keine aversionen gegen kopfstimmen hegen. denn diese rüstet scott matthew, der u.a. bei schon solo bei glitterhouse überzeugen konnte, hier desöfteren. was seine hörer so in einem unbeobachteten moment gerne mal zu tränen rührt. doch keine sorge: das selbstbetitelte werk schifft zwar nicht gerade selten haarscharf am schlimmsten kitsch vorbei. jedoch eben – vorbei! von daher kann man die zehn stücke nach erstem zögern doch vorbehaltlos genießen. und den mittlerweile nach new york gezogenen künstler für das nehmen, was er wirklich ist: ein fantastischer, im besten sinne des wortes emotionaler sänger. ihm an der seite steht als songschreiber spencer cobrin, vorübergehender sidekick von niemand geringerem als morrissey. der produzent dieses albums hört auf den namen mike skinner - und hat doch nichts mit den straßen londons zu tun... am ende braucht es dann lediglich gitarren, piano und diese besondere stimme. elva snow schmücken ihre stücke damit derart liebevoll aus, dass man angesichts der fülle an herüberschwappender wärme und hingabe schnell bedient ist. doch der gefühlt hohe bombastfaktor rührt nunmal aus den vereinnahmenden vocals und der ausladenden melodieführung: hier liebt jemand die große geste, auch wenn er im grunde seines herzens ein simpler liedermacher bleibt. genau diese tatsache macht "Elva Snow" (glitterhouse/indigo) so sympathisch.
Katell Keineg ist eine pendlerin zwischen den welten. sie hatte ihren heimatsitz in verschiedenen ländereien des vereintes königreichs; dann ein krasser stilbruch: der wechsel nach new york. und wieder zurück. dazwischen: ein vorübergehend hoch gehängtes majorlabel engagement, zahlreiche geplatzte erwartungen und nun der (unfreiwillige?) weg zurück zum indie. das vierte album klingt vielleicht gerade deshalb selbstbewusst augenzwinkernd, intensiv und vielschichtig. "At The Mermaid Parade" (honest jon's) wurde ein ein kleines, aber besonderes album. keineg hält sich nicht mit melancholie-standards ihres genres auf, sondern wird zum beispiel im "the arsehole song" entzückend kratzbürstig. mit dieser charmanten widerspennstigkeit wusste sie offenbar auch damon albarn von den gorillaz zu beeindrucken: immerhin sorgte er als mitbesitzer von honest jon's records dafür, dass die singer-songwriterin eine weitere chance bekam, ihr beachtenswertes schaffen zu veröffentlichen.
Labels:
at the mermaid parade,
cardigans,
elva snow,
fargo,
glitterhouse,
honest jons,
indigo,
katell keineg,
naive,
nicolai dunger,
nina persson,
play,
review
Donnerstag, 25. März 2010
3. album. mit: samy deluxe & kidz in the hall.
sein drittes wirkliches soloalbum war trotz einer enormen stilkorrketur ein erfolg auf ganzer linie: Samy Deluxe, welcher sich durch reichlich soziales engagement und präsenz im öffentlich-rechtlichen fernsehen ins bewusstsein auch abseits von hiphop-heads rief. mit "Dis Wo Ich Herkomm - Live" (emi music) gibt es nun quasi das komplette werk in einer live-adaption; ergänzt um zwei alte hits sowie einen mäßigen snoop dogg-remix. ähnlich jan delay zeigt der auf kampnagel gedrehte mitschnitt samy deluxe als frontmann einer "richtigen" band. welche den pop- und r'n'b-lastigen kompositionen trotz des mäßigen sounds ordentlich leben einhauchen und ausgezeichnet zu gesicht stehen. wer also die sozialpädagogische seite (selbstzitat) des hamburgers lieben gelernt hat, sollte die ohren aufsperren. und sich hier das making-of zur single "superheld" ansehen.
auch die Kidz In The Hall haben sich fest vorgenommen, nicht nur in ihrer heimat endlich ganz vorne mitzuspielen. dort jedenfalls soll ihr drittwerk "Land Of Make Believe" (duck down/groove attack) stattfinden. auch wenn es dem hörer einige kompromisse abverlangt, was hier zwischen hiphop der alten schule und airplay-zugeständnissen ("take over the world") passiert. die 15 tracks entstanden im klassischen duo line-up: produzent double-o kümmert sich um simpel-effektive beatgerüste, während mc naledge in der tradition eines nas oder redman seine verse droppt. begleitet von einer diesmal gar nicht so hochkarätigen riege an gästen (u.a. kid daytona, mc lyte odder der obligatorische just blaze) konzentriert man sich auf die eigene kreativität. mit der man in den staaten immerhin bereits diverse bestenlisten knackte; wenngleich sie nach wie vor nicht für die gesamte albumdistanz ausreicht. doch selbst unabhängig davon bleibt - abgesehen von der enorm nervigen vokoder-hookline von "flickin" - ein ziemlich formidables werk.
auch die Kidz In The Hall haben sich fest vorgenommen, nicht nur in ihrer heimat endlich ganz vorne mitzuspielen. dort jedenfalls soll ihr drittwerk "Land Of Make Believe" (duck down/groove attack) stattfinden. auch wenn es dem hörer einige kompromisse abverlangt, was hier zwischen hiphop der alten schule und airplay-zugeständnissen ("take over the world") passiert. die 15 tracks entstanden im klassischen duo line-up: produzent double-o kümmert sich um simpel-effektive beatgerüste, während mc naledge in der tradition eines nas oder redman seine verse droppt. begleitet von einer diesmal gar nicht so hochkarätigen riege an gästen (u.a. kid daytona, mc lyte odder der obligatorische just blaze) konzentriert man sich auf die eigene kreativität. mit der man in den staaten immerhin bereits diverse bestenlisten knackte; wenngleich sie nach wie vor nicht für die gesamte albumdistanz ausreicht. doch selbst unabhängig davon bleibt - abgesehen von der enorm nervigen vokoder-hookline von "flickin" - ein ziemlich formidables werk.
Labels:
dis wo ich herkomm,
duck down,
emi,
groove attack,
kidz in the hall,
land of make believe,
news,
samy deluxe
Mittwoch, 24. März 2010
attack in black & ninja gun. besser spät als nie
dass sich der erfolg von Attack In Black über umwege einstellt, kann man ihnen kaum verdenken. immerhin schaffte es das ausgezeichnete zweitwerk "marriage" erst mit deutlicher verspätung zu uns. umgehend von der indiepresse hochgelobt, wurde einige monate darauf das debüt - allerdings nur auf vinyl - wieder aufgelegt. es mögen der verkorkste veröffentlichungsryhthmus oder die stilbrüche innerhalb dieser beiden alben sein, welche das abermals verzögerte drittwerk dann doch stringent erscheinen lassen: "Years (By One Thousand Fingertips)" (dine alone/soulfood) jedenfalls nimmt das anspruchsvolle emo-postrock-publikum an die hand und führt es in ruhigere gefilde. es bleiben die akustischen stücke der weakerthans und die gelassenheit eines jason lytle, welche dem zauber dieser 16 teils fragmentarischen songjuwelen am ehesten beschreiben.ebenfalls ganze zwei jahre verspätet kommt nun das zweite album von Ninja Gun. doch ob diese tatsache überhaupt jemand bemerkt hat? wohl kaum. dem engagement des bremer labelmachers gunner chistiansen ist es zu verdanken, dass "Restless Rubes" (gunner records/broken silence) überhaupt den weg in unsere läden findet. vielleicht ja genau zur richtigen zeit. immerhin darf folk-beeinflußter indierock momentan ja durchaus über punkwurzeln verfügen, um aufmerksamkeit zu erlangen. und genau das tun ninja gun. mit melancholie und unbeschwertheit, einem gefühl für warme melodieläufe. genau so darf der sommer kommen. ohne eile. referenzen: against me!, band of horses oder, ähem, phantom planet.
Labels:
attack in black,
broken silence,
by one thousand fingertips,
dine alone,
gunner records,
ninja gun,
restless rubes,
review,
soulfood,
years
Dienstag, 23. März 2010
da schau her. clipempfehlungen
auch in dieser woche erscheinen wieder drei interessante alben mit sellfish.de/bmusic-relevanter musik. und wie sich das heutzutage so gehört, werden diese von mit kleinem budget produzierten videoclips begleitet... welche oft zu unrecht als nebenschauplatz in den hinteren ecken von youtube versauern. daher nun ein kurzer hinweis auf Dead Western, die auf dem neuen werk "Suckle At The Supple Teats Of Time" (discorporate records/soulfood) mit morbiden tiefton-balladen im woven hand-stil gefallen. ganz anders die schwedin Jenny Wilson, für deren album "Hardships!" (playground) man deutlich andere referenzen benötigt. die single "like a fading rainbow" bereitet da mit ihrer mischung aus indiepop und einer prise r'n'r prima vor. die deutschen countrypopper The Twang dagegen legen zwar mit "A Guide To Modern Country Living" (countryfied/indigo) neues material vor. ihr einzig auffindbarer videobeitrag stammt jedoch aus dem jahr 2005, aufgenommen live in hamburg. und ist ebenfalls einen blick wert.
Labels:
a guide to modern country living,
clip,
countryfied,
dead western,
discorporate records,
hardships,
indigo,
jenny wilson,
news,
soulfood,
Suckle At The Supple Teats Of Time,
the twang,
video
Abonnieren
Posts (Atom)