Dienstag, 2. Mai 2017
hoch/tief: detroit→stuttgart. review
Sonntag, 11. Oktober 2015
"planet home series". aktion flüchlingshilfe
Mittwoch, 22. Mai 2013
office of future plans: debüt 7". re-press
Donnerstag, 11. November 2010
i hate our freedom. arctic rodeo news
das feine hamburger label arctic rodeo vermeldet folgende erfreuliche neuigkeiten: "Meine Güte, was für ein Brett. Ein Brett, gezimmert von guten Bekannten. I HATE OUR FREEDOM knallen uns mächtig einen vor die Birne. Bereits im Frühjahr 2009 hatten wir das Vergnügen, die Band live in Manhatten zu erleben. Große klasse war das – eben ein richtiges Brett. Nach Besetzungswechseln hat sich die Band nun gefestigt, und die Zeit ist endlich reif für eine Veröffentlichung. Ende des Jahres werden I HATE OUR FREEDOM über Arctic Rodeo mit einer ersten Vinyl 7" aufwarten, die auf 100 Exemplare limitiert ist. Anfang 2011 wird dann bei uns auch das Debütalbum der Band aus Brooklyn erscheinen – ausschließlich als Vinyl LP und imitiert auf 250 Stück. Und weil die Band sehr aktiv ist, ist sie aktuell schon wieder im Studio – im Godcity Studio, um genau zu sein. Genau, mit Kurt Ballou (CONVERGE).
Ach ja: I HATE OUR FREEDOM bestehen aus Joseph Grillo (GARRISON, GOD FIRES MAN) Justin Scurti (MILHOUSE), Scott Winegard (TEXAS IS THE REASON, HOUSE & PARISH) und Tucker Rule (THURSDAY). Zu hart für uns? Nö."
Mittwoch, 25. August 2010
frontier(s): there will be no miracles here. review
schier unendlich schien die wartezeit, bis aus dem hause elliott neues songmaterial zu erwarten war. nach ihrer auflösung 2003 findet in diesem sommer nämlich zumindest sänger chris higdon ein neues betätigungsfeld: mit ex-mouthpiece gitarrist matt wieder, mit zwei weiteren musikern. beziehungsweise: mit der gemeinsamen neuen formation Frontier(s). "There Will Be No Miracles Here" (arctic rodeo recordings/alive) verleugnet die eigene herkunft higdons' zwar keineswegs, klingt aber doch wesentlich knackiger und direkter als die letzten outputs der kleinen postrock-legende. Frontier(s) präsentieren sich auf der einen seite rockiger, nehmen mich auf der anderen seite aber auch mit elegischen und dennoch poppigen passagen gefangen. dabei haben es der frontmann und seine konsorten nie nötig, mit durchschaubaren songstrukturen zu langweilen. und so benötigt auch das neue material ein wenig zeit, um sich in seiner ganzen größe zu erschließen. dabei werden hier keine extreme mehr geschaffen; auch der esprit lässt durchblitzen, dass seit "false cathedrals" ein paar jahre ins land gezogen sind. dennoch: das könnte eine rückkehr im stile von walter schreifels bzw. dessen zwischenstation rival schools werden. anders, gemäßigter... und auf sehr sympathische weise erwachsener. abgesehen davon: tolles artwork, auch.
Sonntag, 11. Juli 2010
bestandsaufnahme. 07/2010
Ari Hest und seinen erfolg als reines internetphänomen abzutun, wäre vermessen. zwar wurzeln die songs seines zweitwerkes "Twelve Mondays" (arctic rodeo recordings/alive) auf einer von ihm gestarteten kampagne aus dem jahr 2008. doch was als etappenwerk wochenweise zu über 50 songs führte, wird nun mit dem albumgedanken im hinterkopf zu ende gedacht. denn musikalisch gehört diese platte mit der überarbeiteten essenz jener summe zu den stilsicheren besonderheiten der letzten wochen: auf basis der eher groben skizzen von vor zwei jahren entstanden nun in sich geschlossene, atmosphärisch dichte songjuwelen. welche sich in 37 minuten zu einem großen ganzen zusammenfügen. bemerkenswert bleibt zudem das selbstbewusstsein des schönlings, einen majorvertrag auszuschlagen und sich über eigenregie und indielabels eine besondere kreative existenz aufzubauen. was im spätestens mit dem aktuellen output gelungen sein dürfte.beinahe zehn jahre hat das mittlerweile wohl endgültig vergriffene, famose debüt von Boxharp mittlerweile auf dem buckel... da erscheint - zumindest für meine wenigkeit ziemlich unerwartet - plötzlich der nachfolger auf dem australischen hidden shoal label. trotz oder wegen der endlos langen verschnaufpause: "The Green" (hidden shoal/import) lullt mich einmal mehr auf einzigartige weise ein. der charakteristische, ambient-trippige alternativecountry verbindet songwriterische tradition mit einem modernen, elektronischen zugang. und bleibt auf diese weise irgendwie zeitlos. was sich nicht nur in der distanz niederschlägt, in welcher das projekt veröffentlicht. das duo scott solter (als produzent u.a. für die mountain goats, okkervil river und superchunk aktiv gewesen) sowie wendy allen (u.a. auch the court and spark) schöpft zudem aus einem guten dutzend befreundeter gastmusiker und bringt überarbeitete versionen von traditionals zu tage. am ende steht - wieder - ein reichlich einzigartiges, leider physisch nur über dem importweg zu beziehendes gesamtkunstwerk.
Tobacco geht hingegen den weg, welchen derzeit ein guter teil des anticon-kreativstabes zu wählen scheint: war der vorgänger dieses alleingangs noch im rap verwurzelt, bekennt sich "Manic Meat" (anticon/indigo) eindeutig zu - wenngleich unkonvetionellen - independentsounds. und dies gewiss nicht nur aufgrund zweier gastauftritte von ikone beck. dessen beiträge auch wesentlich konkreter auszumachen sind, als die vocals von mister tobacco himself. selbige verschwinden nämlich hinter einem berg von effekten. der frontmann von black moth super rainbow präsentiert sich auf den 16 songskizzen in gerade einmal 42 minuten zumeist psychedelisch, immer wieder noisig und lässt dabei doch genügend raum für ein paar poppige hooks. insofern halten sich die unterschiede zu seiner band in grenzen, was zeitgleich zu einer der griffigsten veröffentlichungen auf anticon records führt. das sonstige niveau dieses labels jedoch nicht wirklich zu tangieren vermag.
Montag, 26. April 2010
knyphausen/schreifels. die haben namen
der wunderbare sampler "the sound of bronkow" bescherte mir vor jahren den ersten kontakt mit der musik von Gisbert Zu Knyphausen. welcher es durch sein debütalbum, ein paar singles, unzählige liveshows und die richtigen kontakte zu respektabler bekanntheit brachte. der nach hamburg emigrierte rheingauer steht auch auf den elf neuen songs mit einem fuß im pathos, mit dem anderen in erdigem singer-songwriter-rock. nicht nur deswegen bließ knyphausen schon einiger gegenwind ins gesicht. denn wenngleich die zeichen für deutschsprachige popmusik selten günstiger standen als heute: im falschen augeblick mag sich der herr mit dem auffälligen alter ego lyrisch wie musikalisch etwas zu spektakulär in seiner melancholie suhlen. ein vorwurf, dem er offensiv begegnet: "ich bin freund von klischees und funkelnden sternen" heißt einer der schönsten lieder des neuen albums. was trotz zahlreicher großartiger textlicher identifikationsvorlagen sicherlich nicht nur auf gegenliebe stößt. doch seine wunderbare, vierköpfige band unterstützt den sänger und gitarristen immer dann, wenn es eng zu werden droht. neuerdings bzw. gleich im opener "hey" wird der sound dann auch einmal etwas rauher. vor allem aber kann er mit "Hurra! Hurra! So Nicht!" (pias/rough trade) noch näher zu den ganz großen des genres aufschließen. womit ausdrücklich nicht (nur) reihard mey gemeint ist; denn was wir hier haben ist die beste deutschsprachige popplatte seit "sylt". nicht nur wegen der wunderbaren abrechnung mit "melancholie".gorilla biscuits, youth of today, civ, quicksand, rival schools, walking concert - zumindest alle frühen stationen der karriere von Walter Schreifels waren gleichermaßen für die entwicklung der hardcore-szene bedeutsam, wie das schaffen des protagonisten meinen eigenen musikalischen werdegang begleitete. das soll gar nicht arrogant klingen. aber es macht doch spaß, das gefühl zu haben, als anhänger eines musikers mit ihm alt zu werden. die neueste haltestelle heißt nun "An Open Letter To The Scene" (arctic rodeo/alive), erscheint unter eigenem namen - und das überraschungsmoment findet wieder ganz auf der seite von schreifels statt. der nämlich scheint zunehmend einen ähnlichen weg einzuschlagen, wie sein kollege jonah matranga. also weg vom hardcore der anfangstage (bei matranga: far), hin zu poppigeren sounds (new end original, respektive rival schools), bis man schließlich bei den wurzeln des rocks, der singer-songwriter kunst, ankam. im falle matranga waren das neben one line drawing veröffentlichungen unter eigenem namen; schreifels äquivalent lautet eben walking concert... oder schlicht: schreifels. so zieht er durch die lande und empfiehlt sich mit genügsam arrangierten pop-nummern - übrigens auf bühne wie auf platte unter völligem verziehcht auf wehleidige (pseudo-)melancholie. stattdessen wird im titeltrack ein klassiker von warzone zitiert, an anderer stelle werden augenzwinkernde samples eingestreut. außerdem erwähnenswert: das wunderschöne "wild pandas". es stimmt: dieser musiker hat auch jahre nach seiner stilprägenden anfangszeit und in offenbar ganz anderen genre-zusammenhängen seine daseinsberechtigung. in jedem fall als songwriter; aber eben auch als charismatischer sänger.
Mittwoch, 21. April 2010
reisetagebücher, teil 1: juta
zwischen montreal und italien schrieben Juta ihr debütalbum. die kanadische sängerin barbara adly pendelte dafür zwischen dem kalten winter ihrer heimat und den freundschaften, welche sie mit der italienischen jazz-szene knüpfte hin und her. was "Running Through Hoops" (arctic rodeo/alive) zu mehr macht als einem reinen singer-songwriter-album im derzeit so typischen folkstil. ein kontrabass, behutsame easy listening-momente sowie eine ständig spürbare sehnsucht nach der ferne wohnt dem album inne. dennoch fanden kollegen aus den reihen von thee silver mt. zion memorial orchestra band ihren platz auf diesem zurückgenommenen, schwer melancholischen werk. für welches textzeilen wie "curse the part of me that hurts the part of you" nur gemäßigt repräsentativ klingen. und welches mich lediglich im falle "out of hand" dagegen sogar ein wenig an die weakerthans erinnert.Mittwoch, 31. März 2010
die gute nachricht der woche: far sind zurück
Montag, 18. Januar 2010
walter schreifels. neues album
diese meldung ist so schön und so neu, dass wir einfach mal die komplette info von labelchef frederic zitieren...:"Wir sind stolz, für das kommende Frühjahr die Veröffentlichung des Soloalbums von Walter Schreifels auf Arctic Rodeo Recordings ankündigen zu dürfen. Das ehemalige Bandmitglied von Quicksand, Gorilla Biscuits und Youth Of Today ist derzeit wieder als Frontmann von Rival Schools aktiv und hat außerdem mittlerweile sein erstes Soloalbum mit dem vielversprechenden Titel "An Open Letter To The Scene" fertiggestellt."An Open Letter To The Scene" wird zehn Tracks beinhalten, darunter zwei mit "Society Sucker" von Agnostic Front und "Don't Got To Prove It" zwei Coversionen. Letzteren Song hatte Walter Schreifels seinerzeit für das Debütalbum seiner Freunde von CIV geschrieben und produziert. Das Album werden wir auf CD und LP veröffentlichen."
weitere infos folgen – und zwar bald!
Freitag, 20. November 2009
person l. kostenloses mp3
wie im falle arctic rodeo records üblich, gibt es im vorfeld zu neuen veröffentlichungen immer einen kostenlosen mp3-download. in diesem fall sind das Person L, die uns den track "new sensation" zur verfügung stellen. und wem als anreiz zum herunterladen nicht genügt, dass man im hause des hamburger labels ja quasi auf qualität abonniert ist, sei folgendes gesagt: hinter der band steckt mit kenneth vasoli ein starting line-mitglied. außerdem sorgen zwei drummer für den speziellen postrock-indie-retro-sound. das album "the positives" erscheint übrigens am 27. november.
Sonntag, 8. November 2009
devine & everton. sing songs for me
schon die wunderschöne verpackung sollte die aufmerksamkeit von plattensammlern auf dieses kleinod a.k.a. digifile lenken. "Brother's Blood" (arctic rodeo records/alive) markiert die rückkehr von Kevin Devine zum indielabel nach kurzer aber schmerzhafter major-erfahrung. und gleichzeitig die entdeckung neuer stilistischer pfade. und zu guterletzt auch noch die mitbestimmungsmöglichkeiten seiner (the goddamn) band-kollegen. die konsequenz daraus: hier hört man keinen deprimierten emo-/singer-songwriter. zumindest nicht häufig. stattdessen startet beispielsweise "hand of god" in bester grandaddy-manier. jessy lacey von brand new, langjährigen tourbegleitern und freunden des new yorkers, macht das finale "tomorrow's just too late" zu einem echten höhepunkt. der titeltrack gerät zu einem verzeifelten gefühlsausbruch, welcher den hörer zur hälfte des albums aus seinen träumen reißt. und genau solche momente heben "brother's blood" nachdrücklich von kalkuliertem weichspülprogramm a lá dashboard confessional ab. ob die kommerzielle glücklosigkeit, die devine seit miracle of 86-zeiten begleiten, mit diesem neuerlich charismatischen werk überwunden wird? ich glaube es kaum. umso mehr die dringende empfehlung, sich mit diesem klischeebefreiten album intensiver zu beschäftigen.bei seinem debüt hat er auf sorgsame weise die eigenen singer-songwriter-kompositionen mit reggae-zwischentönen beträufelt. "Sing A Song For Me" (rootdown records/soulfood) startet nun dagegen ebenso beschwingt wie gut gelaunt. als wollte Lee Everton den winter noch für einen weile auf die auswechselbank setzen. aber es bleibt daniel lemma, der mit seinen souligen popnummern dem wirken des schweizers am nähesten kommt. denn selbst wenn es draußen unaufhaltsam kälter wird: die behutsam mit gitarre, organ, keys, dezenten percussions und noch dezenteren bläsern veredelten lieder wärmen von innen. dem ganz großen hit stellt everton zum zweiten mal ein konstant gelungenes, rundes album entgegen, welches seine heimelige, beinahe zärtliche atmosphäre über die gesamte spielzeit verbreitet. das ergebnis tut niemandem weh. im gegenteil: elegant inszenierte tracks wie "cry for me" leisten aufbauhilfe im sinne eines jack johnson... vielleicht durch den überraschungseffekt gerieten die doppel-bob-assoziationen (gemeint sind marley und dylan) diesmal etwas ins hintertreffen... freunde gepflegter akustik-momente, die zwischen melancholie und chillout nicht zwangsläufig unterscheiden mögen, kommen dennoch voll auf ihre kosten.
Dienstag, 16. Juni 2009
god fires man. life like
ihre geographischen wurzeln mögen in new york city liegen. viel interessanter aber klingt die musikalische herkunft von God Fires Man. sänger arthur sheperd beispielsweise kennt man von mind over matter sowie den ewig glücklosen errortype:11. gitarrist joseph grillo war mit garrison für ein paar exzellente songs bei seiner alten heimat revelation records verantwortlich. bleiben noch drummer drew thomas (bold, into another, walking concert) sowie bassist john wilkinson - übrigens der einzige, zu dessen vergangenheit sich das info ausschweigt. nichtsdestotrotz verhilft gerade sein spiel dem sound zum entscheidenden kick. das ergebnis klingt ziemlich genau nach der art sound, welche zu seiner hochphase völlig zu unrecht eher mit kritik denn mit lob bedacht wurde: "Life Like" (arctic rodeo/alive) erinnert immer wieder an die glanzvollen momente von formationen wie beispielsweise only living witness: hier wird der post-hardcore von bands wie quicksand höchst songdienlich weiterentwickelt. und mischt sich unter zuhilfenahme von knackigen riffs sowie ein paar beinahe grungigen melodiebögen zu einem groovig-hymnischen bastard. mit köpfchen, ohne pathos. cd-käufer müssen bei diesem zweitwerk übrigens mit nur neun songs vorlieb nehmen, während sich vinyl-liebhaber über drei extra-tracks freuen dürfen. beiden fraktionen sei noch mit auf den weg gegeben, dass das hamburger arctic rodeo label noch in diesem jahr das debüt von god fires man - ebenfalls mit bonustracks - wiederauflegen wird.- den track "kill the pundits" findet ihr hier als kostenlosen mp3-download.


