der portagonist hinter The Brendan Adams Group hat im vergleich zu vielen anderen sängern tatsächlich etwas zu erzählen. seine "Better Days" (boomslang/rough trade) erlebt er laut eigener aussage zwar nun fernab seiner heimat bzw. des cape flat ghettos bei kapstadt; wo er offenbar eine alles andere als rosige vergangenheit verbrachte. wobei sein label dennoch nicht aufhört, die verbindung zum wm-land zu betonen. doch bei aller biographischen und textlichen brisanz: die weitgehend akustischen, harmonieverliebten kompositionen stehen noch mehr als bei vorgänger "17 eternities" in der tradition balladesker red hot chili peppers; gemischt mit ordentlich jack johnson retro-charme kann man dem ganzen nur schwer wiederstehen. der gebürtige kapstädter bildet an gesang und gitarre jederzeit einen ziemlich unverkennbaren kern der einheit. und kreiert eine stimmige basis für seine gleichermaßen leichten wie dezent melancholischen lieder. die vom brendan adams trio zur brendan adams group gewachsene formation zeigt sich weiterhin international: denn ihr label boomslang bleibt nicht die einzige referenz in richtung österreich - drummer alfred vogel stammt ebenfalls aus der alpenrepublik. und verhalf den elf tracks im zusammenspielt mit afrikanischen gästen z.b. an den congas zu ihrem charakteristischen klang. die konsequent "mellow" gehaltenen kompositionen wissen auch aus diesem grund zu gefallen.
Donnerstag, 10. Juni 2010
the brendan adams group: better days. review
der portagonist hinter The Brendan Adams Group hat im vergleich zu vielen anderen sängern tatsächlich etwas zu erzählen. seine "Better Days" (boomslang/rough trade) erlebt er laut eigener aussage zwar nun fernab seiner heimat bzw. des cape flat ghettos bei kapstadt; wo er offenbar eine alles andere als rosige vergangenheit verbrachte. wobei sein label dennoch nicht aufhört, die verbindung zum wm-land zu betonen. doch bei aller biographischen und textlichen brisanz: die weitgehend akustischen, harmonieverliebten kompositionen stehen noch mehr als bei vorgänger "17 eternities" in der tradition balladesker red hot chili peppers; gemischt mit ordentlich jack johnson retro-charme kann man dem ganzen nur schwer wiederstehen. der gebürtige kapstädter bildet an gesang und gitarre jederzeit einen ziemlich unverkennbaren kern der einheit. und kreiert eine stimmige basis für seine gleichermaßen leichten wie dezent melancholischen lieder. die vom brendan adams trio zur brendan adams group gewachsene formation zeigt sich weiterhin international: denn ihr label boomslang bleibt nicht die einzige referenz in richtung österreich - drummer alfred vogel stammt ebenfalls aus der alpenrepublik. und verhalf den elf tracks im zusammenspielt mit afrikanischen gästen z.b. an den congas zu ihrem charakteristischen klang. die konsequent "mellow" gehaltenen kompositionen wissen auch aus diesem grund zu gefallen.
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Dienstag, 8. Juni 2010
uriah heep. anniversary, again
nicht dass es einen mangel an zusammenstellungen aus der (bis jetzt!) vier dekaden umfassenden historie von Uriah Heep gäbe. doch wer noch nicht in den genuss des progressiv angehauchten hardrocks der briten gekommen ist, für den offenbart "On The Rebound - The Very 'eavy 40th Anniversary Compilation" (universal) einen lohnenden einblick. auch deswegen, weil er zwar die gesamte schaffensperiode berücksichtigt, jedoch auf eine chronologische aneinanderreihung verzichtet. was hinsichtlich des spannungsbogens durchaus sinn macht. das mit linernotes vollgepackte booklet weiß ebenfalls zu gefallen... wenngleich die selbstgefälligen worte von dem einzig verbleibenden gründungdmitglied mick box meine sache nicht sind. insgesamt kommen 36 tracks zum zuge; für die hartgesottenen sammler findet sich mit "you are the only one" sogar ein gelungener, unveröffentlichter track.als kleine geschichtsstunde hier ihr wohl größter hit "lady in black" samt seines arg wunderlichen videoclips:
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Montag, 7. Juni 2010
still believe? h.c. bestandsaufnahme 06/10
die geschichte von Integrity ist ebenso lange wie unstet. war man anfang der neunziger zweifellos die wichtigste band der cleveland hardcore-szene, schob man sich durch gewöhnungsbedürftige grenzüberschreitungen vor jahren selbst ins abseits. die hardcoreszene war wohl einfach nicht reif für (die ohnehin nicht übermäßig gelungenen) elektronischen experimente, wie sie frontsau dwid seinerzeit unter dem namen integrity 2000 veröffentlichte. seit dem vor vier jahren erschienenen "to die for" besinnt man sich nun wieder auf seine eigentlichen stärken, tourt fleißig durch kleine clubs und geht auch mit der neuen veröffentlichung "the blackest curse" (deathwish) einen guten schritt zurück - mir kommt beim hören der neun songs desöfteren das brillante "systems overload" album in den sinn. klar, metallische soli wie im famosen "simulacra" werden verfechter der einzig wahren hardcore-lehre wieder sauer aufstoßen. doch erstmal fanden sich solche zitate im integrity-sound schon immer, zum anderen stehen geschwindigkeit und songlänge auf "the blackest curse" in der tradition der alten schule. man mag die intensität alter tage vermissen: objektiv gesehen zeigt sich der "clevo hate-edge"in bester verfassung!es sind wahrlich nicht wenige formationen, welche auf den spuren von hot water music wandeln können und das ganze vielleicht noch mit etwas screamo garnieren. immerhin: das englische quartett Lower Than Atlantis, bislang nicht gerade vom glück verfolgt (line-up wechsel, labelsuche), steckt hörbar sein herzblut in das material ihres debüts. "Far Q" (redfield records/cargo) strotzt nur so vor leidenschaft, working class-attitüde und klugen lyrics. das soundgerüst platziert sich dabei recht gelungen zwischen emo, indie und hardcore - ohne dem zeitgeist hinterher zu hecheln. dafür zeigen sie lower than atlantis vielleicht doch etwas zu unbequem. klar: das dutzend songs steckt voller pop. aber einem pop der blut, schweiß und tränen kennt. durchaus eine seltenheit im kontext kajalgeschminkter, hochgestylter kollegenbands.
gemessen an der zu tage gebrachten musikalischen radikalität entspricht der wechsel von malfunction/deathwish records zu hassle durchaus einem großen sprung für Trash Talk. "Eyes & Nines" (hassle/soulfood) bekommt auf diese weise immerhin die beachtung auch außerhalb von insider kreisen. und selbst wenn die herren aus sacramento den t(h)rash beinahe im namen tragen, wer beispielsweise dem fiesen hardcore rock'n'roll von the bronx huldigt, findet hier anknüpfungspunkte. nicht ohne grund fand man in der vergangenheit sogar die aufmerksamkeit von steve albini, der wohl höchstselbst erst selten mit roherem, nihilistischerem material konforniert gewesen sein dürfte. bei aller liebe: innovativ klingt daran natürlich kaum etwas. braucht es bei einem 10 song und 17 minuten statement gegen die gesellschaft an sich und die kirche im besonderen wohl auch nicht.
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Freitag, 4. Juni 2010
stieg larsson: verdammnis. dvd/blu-ray
als "millenium-trilogie" werden die werke des verstorbenen schwedischen schriftstellers Stieg Larsson nicht selten angepriesen. und tatsächlich wissen selbst die verfilmungen der romanvorlage über weite teile zu überzeugen. mit "Verdammnis" (warner home) erscheint nun der zweite teil als dvd. abermals bekommt man einen heftigen thriller zu sehen, der ursprünglich als skandinavische tv-produktion geplant war - wobei regisseur daniel alfredson desöfteren von der romanvorlage abweicht. schade eigentlich nur, dass einige der "sex'n'violence"-szenen dieser (mit zwei stunden vergleichsweise kurzen) filmumsetzung bemüht provokativ wirken. zu den eckdaten: der gut zweistündige film kommt ohne nennenswertes bonusmaterial aus und bekam die altersfreigabe "ab 16". erhältlich ist "verdammnis" ab sofort auf dvd und blu-ray.
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Donnerstag, 3. Juni 2010
arbeitsgruppe: "voran in die sonne"
verwirrung bleibt konzept: der opener "grunz-rauch" klingt nach einer dub-reggae schülerchoraufführung, die man vielleicht eher beim letzten longplayer "jamaica" erwartet hätte... der titel benennt den veröffentlichungszeitpunkt und die songtitel sind allesamt in griechischer schrift gehalten. ein zusammenhängender plan erschließt sich zumindest mir auch 2010 nicht. mit etwas fantasie vielleicht zu letzterer these: Kommando Sonne-Nmilch haben mit schlagzeuger alex tsitsigias (schrottgrenze) offenbar jemanden mit entsprechendem kulturellen hintergrund als nachfolger für stephan mahler gefunden. wie auch immer. "Pfingsten" (major label/broken silence) jedenfalls zeugt nicht nur aufgrund der feiertags-punktlandung von aktualität: im entstaunlich direkten "bubenglueck" rechnen jens rachut (jaja... oma hans, dackelblut, die ganze chose) und konsorten sowas von köstlich mit den gegenwärtigen skandal-katholiken ab, dass es einen pracht ist. "galgenbauer" dagegen knüpft an den hörspielprojekten der bandmitglieder an und bleibt eines von vielen beispielen, wie wichtig sängerin und schauspierin yvon jansen mittlerweile für den sound der band ist. da sie neben charismatiker rachut tatsächlich eine gleichberechtigte rolle einnimmt. und das soundrepertoire unter anderem dadurch weitaus mehr facetten kennt als nur punk.im vorprogramm der captain planets' wußten sie die begeisterung nochmal zu untermauern, welche sich meinerseits beim debüt "kuddel" eingestellt hatte. und die vorfreude auf "Blinker" (zeitstrafe/cargo) war dementsprechend groß. nicht nur bei mir. Matula haben sich davon jedenfalls nicht beirren, sondern vielmehr großzügig zeit gelassen. doch keine sorge: für einen immer noch reichlich rauhen feinschliff wurde gesorgt. denn die merkmale des vorgängers sind allgegenwärtig: man könnte also wieder sagen, dass die songmuster oft ähnlich sind, man könnte die sonoren vocals von tobbe kritisieren... oder einfach eingestehen, dass sich hier im schatten diverser hamburg-bands etwas ganz besonderes entwickelt. vielleicht hört man die jawbreaker-einflüsse auf der bühne noch deutlicher heraus. aber matula haben ihre wurzeln im schattigen dickicht zwischen einem dischord-emoverständnis und jawbreaker-harmonielehre geschlagen. von daher: nicht nur sympathisch, sondern viel zu gut für ein nischendasein. nur hätten wir damals tatsächlich die wohnung in hammerbrook genommen, würde das urteil über die platte vielleicht etwas anders aussehen...
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Mittwoch, 2. Juni 2010
no te va gustar, konono no 1. in between world/pop
mit beginn der sommermonate steigert sich normalerweise mein sonst eher rudimentärer bedarf an punkrockigen tönen. der darf dann gerne auch mit ska- und reggae-einflüssen garniert sein; obwohl sonst so etwas seit den neunzigern - abgesehen von ein paar ganz wenigen ausnahmen - natürlich gar nicht mehr geht. aber auch diejenigen, welche selbst momentan keinen gefallen an derartigen sounds finden, sollten bei No Te Va Gustar aufhorchen. schlichtweg deswegen, weil zwar sämtliche erwähnte zitate in den sound von "El Camino Más Largo" (übersee records/alive) einzug halten. jedoch hat die band ihrer konkurrenz ein wichtiges faktum voraus: der sound klingt einfach authentischer, origineller und originaler... was zum einen natürlich mit ihrer herkunft zu tun hat: natürlich liegt uruguay näher an sämtlichen latin-einflüssen als das gesamte melodycore-nordeuropa-quartier der neunziger jahre. doch auf ihren exotenbonus sind no te va gustar keineswegs angewiesen. stattdessen schlägt eindrucksvoll die songwriterische brillanz dieser 14 tracks zu buche. von sonnengetränktem ska-gehoppel bis hin zu dramatischen balladen, egal welche stimmung transportiert wird: die songs bleiben sofort im ohr hängen, sind großartig arrangiert und überraschen mit einer in diesem metier selten gehörten langzeitwirkung. pop, latin und rock werden von den acht musikern so schlüssig fusioniert, dass ein stillsitzen völlig unmöglich ist. kein wunder, dass no te va gustar in ihrer heimat längst stars sind. sie markieren derzeit den qualitativen höhepunkt dieses miniatur-hypes... welchem zur breitband-wirkung wohl schlichtweg die englischen texte fehlen dürften.für europäische ohren deutlich ungewohnter respektive folkloristischer treten Konono No 1 in erscheinung: umso beachtlicher, als es vor allem der vorgänger "Assume Crash Position" (crammed discs/indigo) doch zu einiger resonanz in der populär- bzw. indiemusikkultur brachte. einhergehend mit grammy-auszeichnungen und thom yorke-empfehlungsschreiben wird klar, dass der an sich breite fokus "weltmusik" doch zu knapp bemessen scheint. der titel weist deutlich auf das programm hin: die kongolesen machen zwischen trance und (im wörtlichen sinne) garagenmusik lärm wie kaum jemand anderes. referenzen bleiben krautrock, industrial und freejazz. fazit: vielleicht eher interessant als wirklich hörbar, in sich aber wieder eine kleine soundrevolution.
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Dienstag, 1. Juni 2010
james brown: time for payback
der titel "Time For Payback" (pure/universal) mag für eine weitere posthume zusammenstellung an material reichlich zweifelhaft gewählt sein... im tollen artwork und von allerlei kollegen wir hier die musikalische geschichte von James Brown jedoch noch einmal durchaus respektvoll gehuldigt. der godfather of soul, auf dessen konto unter anderem auch die etablierung des funk geht, hat unbestrittenen einfluss bis in die aktuellste generation von hiphop-produzenten hinein... und brauchte doch zu keiner sekunde hilfsmittel wie auto-tune, um zu überzeugen. eine ausnahmestellung, die auf den den beiden cd's neben zahlreichen klassikern durch einige statements von sting bis bryan ferry sowie dem vor vier jahren verstorbenen protagonisten himself untermauert werden. dazu eine handvoll remixe und livemitschnitte... schließlich hatte sich nicht zuletzt durch diese beiden erscheinungen die reputation von james brown über die jahre fortwährend behauptet hatte. die hochwertige aufmachung, linernotes sowie detaillierte informationen runden die - tatsächlich - liebevolle, vorbildliche zusammenstellung ab.
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