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eine zusammenstellung mit klasse. nichts anderes durfte man von george evelyn alias dj e.a.s.e. alias Nightmares On Wax erwarten. die "Coming Home" (stereo deluxe/edel) serie, ein an das dj kicks konzept angelehntes sampler-projekt aus dem hause stereo deluxe, bietet ja quasi die optimale plattform, um all die unterschliedlichen ingredienzen und einflüsse seines bewährten downbeat-sounds zu lüften. und so finden sich hier überraschungen (marvin gaye, roots manuva), zu erwartendes (lee everton, eigene kompositionen) und vor allem... eine gelungene stilvielfalt. immer darauf bedacht, das entspannungsmoment zu fördern, aber nicht im hintegrund abzutauchen. der herr hat einfach einen guten musikgeschmack - das muss nach genuss der 18 tracks sogar von dem attestiert werden, dem die nightmares on wax-veröffentlichungen zu unspektakulär anmuten. was wäre das schön, diese musik anstelle der x-ten "café del mar"-blaupause in den einschlägigen lokalitäten zu hören...
selbst wenn man beim label koch records traditionell vorsichtig sein muss: The Alchemist zieht auf seinem album alle register. für "Chemical Warfare" (koch records/groove attack) konnte der hiphop-produzent beinahe sämtliche, zumindest populäre genregrößen vereinen. und selbst wenn nicht unter den 15 tracks vertreten, kannn man davon ausgehen, dass es in der vergangenheit kollaborationen gab. umso überraschender, als al maman - wie der protagonist mit bürgerlichem namen heisst - keineswegs sonderlich kommerziell agiert. sogar eminem überzeugt mit einem exzellenten song, aufgrund dieses mini-stelldicheins die vergabe des titeltracks allerdings etwas fadenscheinig wirkt. mehr als noch auf dem debüt ist al diesmal selbst hinter dem mikrofon zu hören. wobei die akzente natürlich eher durch die features a lá snoop dog, three 6 mafia, kool g rap, krs-1 sowie dem wunderbaren talib kweli gesetzt werden. den tiefpunkt markiert ausgerechnet mobb deeps prodigy, der mit einer sexistischen nullnummer meilenweit fernab früherer höchstleistungen rangiert. the alchemist, der u.a. für eben jene mobb deep, dilated peoples sowie als eminems' resident dj arbeitete, liefert über die ganze distanz dennoch einen relativ runden, dabei angenehm eigenwilligen longplayer ab.
mit "play" hatte Moby vor ziemlich genau einer dekade so etwas wie den sommer seines lebens. nicht nur in kommerzieller, auch in kreativer hinsicht. seitdem musste der new yorker mit dem (wenig griffigen) bürgerlichen namen richard melville hall viel schelte einstecken. teils zu recht, teils aber auch weil sein typischer sound wohl einfach den zenit erreicht hatte. daher nun der versuch, mit "Wait For Me" (little idiot/ministry of sound) verlorenen boden wett zu machen. und zurück zu den eigenen wurzeln zu kehren. die liegen tatsächlich (u.a.) im punk; den er - beispielsweise mit einer exzellente bad brains coverversion - zwischentlich immer wieder in errinnerung rief. nun ja, wirklich typische genre-elemente sind auf dem neuen material allerdings ebenso schwer ausfindig zu machen wie die angebliche beeinflussung durch filmemacher david lynch. und trotzdem darf man "wait for me" wieder gern haben. das simple coverartwork nämlich findet tatsächlich seine entsprechung im sound: moby reduziert sich auf sein eigentliches talent - welches eben nicht in reinen single-/lounge-produktionen liegt. die drei handvoll songs klingen vielmehr in sich stimmig und drängen sich trotz haufenweise altbekannter standards hier und da sogar etwas aus dem hintergrund. fazit: moby veröffentlicht hiermit eine art versöhnungangebot; wer es annehmen will, wird kaum enttäuscht werden.
"late registration" darf ohne zweifel als genreklassiker des kontemporären hiphops bezeichnet werden: wie kanye west hierauf hiphop, massenappeal und kluge ideen in seinen produktionen und den spektakulären features fusionierte, suchte lange seinesgleichen. im selben zug stellte die platte aber auch einen stolperstein für alle zukünftigen veröffentlichungen dar. welche der protagonist einfach ignorierte, um seine leidenschaft auf den nachfolgern in konsenfähigen tracks einzubinden. und sich von den royalties sein eigenes label g.o.o.d. music - "getting out our dreams music" - zu leisten. unter der banner Kanye West & Malik Yusef presents erscheint dort nun das doppelalbum "G.O.O.D. Morning / G.O.O.D. Night" (g.o.o.d. music/groove attack), jeweils auf einzeln erhältlichen tonträgern - die sich wiederum in die kapitel "dusk" und "dawn" untergliedern. und während west's name für das cover herhalten musste, lag die musikalische federführung klar in den hängen von mister yusef. der hierzulande noch ziemlich unbekannte spoken word-künstler, schauspieler und musiker will hier großes umsetzen: die idee, dass jeder der insgesamt 30 tracks quasi eine 48-minuten-einheit abdeckt, darf man dennoch getrost als überambitioniert bezeichnen. genau wie (insbesondere während der "dawn"-episode) ein paar allzu poppige elemente oder gar - bäh! - vokoder-effekte. dennoch bleiben am ende zwei loungekompatible alben zwischen pop und rap, die nicht zuletzt aufgrund der formidablen gästeliste überwiegend überzeugen. mit welcher ich diese rezension prima schließen kann. als da wären: maroon 5 (diesmal klappt die kollaboration allerdings nicht ganz kitschfrei), krs-1, common, paul wall, michelle williams sowie unzählige, teils noch unbekannte interpreten mehr...