Sonntag, 25. Juni 2017

vérité: somewhere in between. review

nach veröffentlichung diverser ep's und der web-erfolgreichen, galant ad absurdum geführten The-1975-coverversion "somewhere else" veröffentlichte Vérité aka kelsey byrne am vergangenen freitag ihr debütalbum "Somewhere In Between" (kobalt records). dass das quasi im d.i.y.-verfahren erschienene werk deutliche parallelen zwischen albumtitel und der eingangs erwähnten single aufweist, darf durchaus diskutiert werden. Vérité vermeidet es jedoch, allzu sehr auf nummer sicher zu gehen. immerhin stellt sich das konzept der 13 tracks sowie des artworks insgesamt als schlüssig und durchaus recht eigenständig dar. die singer-songwriterin aus brooklyn dürfte mit ihren eletropop-soundflächen letztenendes eine mischung aus indie-publikum und den anhängern von acts wie lana del rey, lorde oder einer düster-variante von katy perry bedienen. siehe auch folgenden clip:

Donnerstag, 15. Juni 2017

elena: die bombe. albumteaser & clip

Elena hat kompakte, aus ihrem Leben gegriffene Geschichten über sich selbst und ihre Generation erzählt, und dabei nicht an leicht ironisch gebrochenen Popkultur-Referenzen gespart. Nur der Wunsch, experimentierfreudiger und musikalisch noch dynamischer zu arbeiten, blieb über weite Strecken unerfüllt. Bei ihren Konzerten, oft allein mit geloopten Beats, Key-Bässen und Keyboard als One-Woman-Band, zeige sich eine ganz andere Energie, Musikalität und Ausdrucksstärke – so die Zuhörer. Vielschichtig sei ihr Stil, nicht in eine Form zu pressen, mit Elementen von Jazz und Soul in der Stimme, starken Einflüssen von R’n’B/Hiphop in den Texten und mit Keylines, die in raffinierter Harmonie und Melodik die klassische Klavierausbildung sowie ein Jazzstudium verraten. Erwachsener und ausdrucksstärker klingt nun auch ELENAs neue Single „Die Bombe:
 

Samstag, 10. Juni 2017

abou diarra: koya. review

ebenfalls schon ein paar tage erhältlich, aber viel zu gut um es zu verpassen: das neue album von Abou Diarra aus mali. ein wenig erinnert die musik des sohnes einer mandingo-sängerin und eines wassoulou-stammeshäuptlings an den sound des exzellenten word-music-ablegers des glitterhouse labels. westafrikanische musik, deren protagonist aber sowohl jimi hendrix als auch die wurzeln des blues und natürlich jazz verinnerlicht zu haben scheint. außerdem in diesem zusammenhang unbedingt erwähnungsbedürtig: der transparente, analoge und unglaublich facettenreiche sound von "Koya" (mix & metisse), für welchen sich jean marc pinaud verantwortlich zeichnet. über das französische label (diarra lebt mittlerweile in paris) und mit broken-silence-vertrieb im hintergrund glücklicherweise problemlos hierzulande erhältlich, seien die elf tracks (plus zwei radioedits) aufgeschlossenen fans afrikanischer-/world-musik unbedingt ans herz gelegt.
 

Mittwoch, 7. Juni 2017

lambert: sweet apocalypse. video wednesday

um ein haar wäre Lambert mit seinem vor einigen wochen erschienenen album "Sweet Apocalypse" (mercury kx) ungesehen an uns vorbeigerauscht. dabei liegt das unter dem deutsche grammophon-banner erschienene werk näher am pop als an klassischer musik. vielleicht auch, weil der protagonist bzw. pianist ähnlich so unterschiedlicher künstlern wie cro, slipknot oder ghost ebenfalls verhüllt vor sein publikum tritt. übrigens wie letztere immer mit leichtem augenzwinkern hinter der maske. aber seht und hört selbst:


nicht vorenthalten wollen wir euch den pressetext zum album: 

"Seit dem Jahr 2000 leben wir in der Postapokalypse. Eine Apokalypse, die allerdings nie stattgefunden hat. Kein weltweiter Systemcrash, keine Außerirdischen, kein gigantischer Meteorit, kein Erlöschen unserer Sonne. Nicht einmal die alte Lieblingshose ist endgültig zerschlissen. Das heißt natürlich nicht, dass die Angst vor dem Weltuntergang deshalb verschwunden ist - ganz im Gegenteil: Die Angst der Menschen vor anderen Menschen und dem, was diese den lieben langen Tag so alles anstellen, ist riesengroß. Und bei Mutter Natur weiß man natürlich auch nie, was sie gerade im Schilde führt. Von der kosmischen Strahlung im Hintergrund einmal ganz abgesehen. Sich als Pianist explizit den großen Themen zu nähern ist natürlich immer etwas schwierig. Die Seele kennt nun mal keinen Unterschied zwischen dem Angriff eines Tigers, einem bösen Brief von der Bank oder einem blöden Blick des Nachbarn. Fühlt sich der Mensch bedroht dann bekommt er es mit der Angst zu tun. Und das, was den Menschen heute Angst einjagt, wird - zumindest in unseren Längen- und Breitengraden - immer abstrakter und führt zu einer immer diffuseren Lebensangst. Auf „ Sweet Apocalypse“ setzt sich Lambert auf ganz persönliche Art und Weise mit diesen Ängsten, von denen bekanntlich viele aus der Vergangenheit weit über das Heute hinausspuken, in 12 Kompositionen auseinander. Mal spendet er Trost, mal streichelt er sanft die Katze namens Melancholie, mal entwickelt er aus der Angst einen überlebensgroßen Pathos und lässt uns unerwartet über den Dingen schweben. Auf seinem dritten Album – dem ersten, das er für das in London ansässige Label Mercury KX aufgenommen hat - beweist der maskierte Pianist Lambert wieder einmal eindrucksvoll, dass er die komplette Gefühlsklaviatur des Lebens mit enormer Leichtigkeit spielen kann. Sein Gespür für kleine, große Melodien ist dabei immer noch außergewöhnlich."

Mittwoch, 31. Mai 2017

hotel bossa nova: little fish. video wednesday

unser heutiger video wednesday wird nicht direkt mit einem clip, sondern vielmehr mit einem trailer zelebriert. Hotel Bossa Nova veröffentlichen am kommenden freitag ihr neues album "Little Fish" (enja records). und anhand untenstehendem zweiminüter kann sich jeder interessent davon überzeugen, dass die hamburger eben nicht auf den vermeintlichen stil ihres bandnamens limitiert sind. vielmehr fließen samba, fado und zahlreiche andere elemente des jazz in seinen verschiedenen variationen von latin bis cool ein. im zentrum steht dabei die portugiesisch-indische sängerin liza da costa, die gemeinsam mit ihren virtuosen instrumentalisten tilmann höhn (gitarre), wolfgang stamm (schlagzeug, percussion) und alexander sonntag (kontrabass) anspruchsvollen wohlklang-sound zwischen welt- und popmusik erschafft. überzeugt euch selbst:

Mittwoch, 24. Mai 2017

L.A.: leave it all behind. video wednesday

nach zwei jahren veröffentlichungspause erscheint am 26. Mai 2017 mit „King Of Beasts“ (sony music) das mittlerweile fünfte album der band L.A.. alle songs stammen von frontmann luis albert segura, der überdies auch zahlreiche instrumente einspielte (gitarre, schlagzeug, bass und backgroundgesang). gemischt wurden die songs von den us-amerikanischen grammy-preisträgern manny marroquin (john legend, sia), und michael brauer (coldplay, john mayer). jüngst absolvierten L.A. eine europatour im vorprogramm von band of horses.
wer L.A. live sehen möchte kann dies hier tun: 
12.06.2017 Hamburg, Häkken 
13.06.2017 Dresden, Beatpol 
14.06.2017 Berlin, Privatclub 
15.06.2017 Köln, MTC 
16.06.2017 München, Strom

die vorabsingle „leave it all behind“ präsentieren wir euch hier:

Sonntag, 14. Mai 2017

mia aegerter: nichts für feiglinge. albumteaser

auf halber strecke zwischen single-veröffentlichung und album-release wollen wir euch auf das debütalbum der schweizer pop-sängerin Mia Aegerter aufmerksam machen. begleitet von einer pledge-music-kampagne soll "Nichts Für Feiglinge" (sophie records) am 26.5. in den läden stehen. und zwar als erstes "nicht-mundart-album" nach vier ebensolchen vorgängerwerken. das promoinfo hat sich eine ganz wunderbare formulierung zum sound der anlässlich der albumproduktion in berlin ansässig gewordenen songwriterin einfallen lassen: "Zwischen lakonischer Melancholie und bittersüßer Ironie erzeugt sie in ihren Texten eine Intensität, die einen in den Bann zieht. Eine erwachsene Frau mit einem rastlosen Herz und Haltung, ohne dabei prätentiös zu sein. Irgendwie eindringlich und lässig zugleich - immer einen Finger in der Wunde und einen am Abzug". das sind große worte, der folgende clip samt zugehöriger single "farbe bekennen" dürfte dennoch im positiven sinne konsensfähig sein. umso bemerkenswerter, als aegerter "nebenbei" auch noch als schauspielerin und autorin (ihr erster gedichtband soll in kürze erscheinen) tätig ist.

Mittwoch, 3. Mai 2017

jake isaac: long road. video wednesday

am kommenden freitag steht sein album "Our Lives" (polydor/island) in den läden. grund genug an unserem video wednesday noch einmal auf den clip zur single "long road" hinzuweisen. immerhin schaffte es Jake Isaac durch seinen mix aus singer-songwriter und soul-pop sowie herausragenden livequalitäten kleine bis mittelgroße venues auszuverkaufen, ohne bisher ein album veröffentlicht zu haben. apropos: die tourdaten findet ihr gleich unterhalb des clips...
 
Jake Isaac Tourdates 2017
08.05. Stuttgart, clubCANN 
09.05. München, Ampere/Muffatwerk 
11.05. Leipzig, Täubchental 
12.05. Berlin, Lido 
13.05. Bremen, Tower Musikclub 
16.05. Hamburg, Knust 
17.05. Frankfurt a.M., Zoom 
24.05. Köln, Club Bahnhof Ehrenfeld

Dienstag, 2. Mai 2017

hoch/tief: detroit→stuttgart. review

ganze sechs jahre ist es her, dass mich hoch/tief mit ihrem selbstbetitelten debüt begeistert hatten. kein schlechtes zeichen - in erinnerung sind mir die schwaben in kurzlebigen zeiten wie diesen trotzdem geblieben. obwohl: selbst wenn die zeitspanne zwischen den zwei alben enorm erscheint - das trio begleitete mich tatsächlich schon vorher in unregelmäßigen abständen. schließlich waren die mitglieder in acts wie cargocity, upfront und vor allem boiler aktiv. deren rifforientierte, groovende herangehensweise zeichnet auch die (lediglich) acht neuen songs aus. ob nun aber die knackige spielzeit wirklich ein manko darstellt? "detroit→stuttgart" (arctic rodeo recordings/broken silence) kommt andererseits nämlich wunderbar auf den punkt, selbst wenn man im songwriting kleine wendungen nimmt und dabei auch noch eine recht mitreißende atmosphäre schafft. das vorab veröffentlichte "hurricane" eignet sich dabei als anspielstation, auch wenn ich den titel weniger programmatisch finde als es vielleicht auf der hand liegen mag. ebenfalls erwähnenswert: die angenehm konkreten, aber unpeinlichen deutschen texte. bleibt zu hoffen, das davon auch notiz genommen wird. am ende des tages bedienen hoch/tief wohl maximal ein nischenpublikum. dieses wird (bzw. würde) sich dafür umso mehr über "detroit→stuttgart" freuen.

Mittwoch, 19. April 2017

safi: "alle laufen". video wednesday

an unserem heutigen video wednesday wollen wir euch den neuen clip von Safi vorstellen, deren album "janus" unsere aufmerksamkeit ja bereits im letzten jahr fand. in der zwischenzeit hat man nicht nur die bühne mit refused geteilt, sondern fand auch zeit den clip zu "alle laufen" selbst zu kreieren. freunde von noisigem rock mit einer wahrlich intesiv klingenden sängerin klicken gleich auf "play":

Sonntag, 9. April 2017

torgeir waldemar: no offending borders. review

"dette er den beste norske skiva på flere år" schwärmt die nordische musikpresse. auch die tatsache, dass Torgeir Waldemar die famosen wovenhand auf tour begleitet hat, verwundert keineswegs. der hipster-bartträger aus oslo verfolgt nämlich einen mindestens ähnlichen ansatz wie david eugene edwards. auf seinem zweiten solo-album (mit seiner hauptband The Devil And The Almighty Blues stellte er übrigens beinahe parallel zwei alben in die regale) changiert er nämlich zwischen vergleichbaren polen: akustische passagen und beschwörende, elektrische gitarrenwände ziehen auf "No Offending Borders" (jansen plateproduksjon/broken silence) den hörer in einen sog. die acht songs - darunter ein famoses link wray cover- klingen sicherlich eine spur songorientierter und zugänglicher als die letzten ergüsse der (vermuteten) vorbilder. an der drängenden magie dieses werkes ändert das jedoch nichts.
hier findet den mitschnitt einer recordstore-performance des albumtracks "among the low":
 

Mittwoch, 5. April 2017

video wednesday: die lochis. "sidekick"

unser video wednesday ist diese woche von audiovisueller penetranz gezeichnet: Die Lochis geben vor dem re-release ihres 2016er albums "#zwilling18" (der um fünf neuen songs erweiterten wiederauflage) logischerweise keine ruhe und legen einen weiteren clip nach. wer sich von dem radiopop auf "sidekick" anfixen lässt, der findet hier die albumpreorder. und wer dabei nur noch den kopf schüttelt, sollte zumindest die wunderbaresten groupie-texte in den youtube-kommentaren seit langer zeit goutieren...

Sonntag, 2. April 2017

brooke candy: living out loud. clip

bevor ab dem kommenden freitag wieder kendrick lamar (völlig zu recht) die medien in und um hiphop bestimmen wird, sei zum ausklang des wochenendes noch auf einen clip hingewiesen, welcher ein weiteres hochkarätiges album ankündigt. Brooke Candy, deren noch nicht terminiertes album "Daddy Issues" im laufe des frühjahrs über sony veröffentlicht wird, legt nach dem lyric-video nun eine vollwertige produktion zu ihrem song "living out loud" vor:

Dienstag, 28. März 2017

fargo. album-teaser & tour

hiphop, etwas quer gedacht. das ist der ansatz von Fargo, dem ehemaligen frontmann der berliner indie-rap-pioniere the love bülow. mittlerweile alleine unterwegs ist das solo-debüt „Wunderbare Jahre“ (motor) von protagonist falk doch als ein album mit zahlreichen feature-artists aus seinem freundeskreis entstanden. „ich hab es „Wunderbare Jahre“ genannt, weil ich mich wie in der serie - die ich damals übelst gefeiert habe - an meine jugend zurückerinnern wollte“, sagt Fargo. die 14 songs ergeben zusammen eine coming-of-age-collage: mit allen haarlängen und farben, mit pop, rap, reggae, rock, soul und dub.eine erste anspielstation findet ihr hier:


Tourdaten:
27.04.17 München - hansa39
28.04.17 Frankfurt - Nachtleben
29.04.17 Stuttgart - Schräglage
04.05.17 Köln - YUCA
05.05.17 Hannover - LUX
06.05.17 Hamburg - Kleiner Donner
07.05.17 Berlin - Auster Club

scott bradlee’s postmodern jukebox. news

Scott Bradlee's Postmodern Jukebox, das 2009 von dem pianisten und arrangeur scott bradlee gegründete ensemble erträumt und realisiert versionen aktueller pop-, rock- und r'n'b hits in verschiedenen zeitlosen stilen – von swing über doo-wop und ragtime bis motown oder, wie bradlee es selbst ausdrückt: “popmusik in einer zeitmaschine”.
bereits am 3. märz erschien das album "The Essentials" (universal music), nun geht es auf tour, ein paar anspielstationen präsentieren wir euch on top:



tourdaten 2017:


17.03. Berlin, Tempodrom
22.03. Hamburg, Mehr Theater
24.03. Leipzig, Haus Auenesee
01.04. München, Muffathalle
02.04. Stuttgart, Liederhalle
05.04. Frankfurt, Jahrhunderthalle
07.04. Köln, E Werk
10.04. Nürnberg, Meistersingerhalle
 

Samstag, 25. März 2017

brothers of santa claus. album & tour

am kommenden freitag bringen die deutschen konsens-indierocker Brothers Of Santa Claus den nachfolger zum bemerkenswert erfolgreichen "navigation"-debüt an den start. einen monat später macht man sich auf konzertreise durch das heimatland, die daten dazu findet ihr gleich hier unten. das album "Not OK" erscheint übrigens wieder via jazzhaus records/in-akustik, einen kleinen vorgeschmack auf das etwas synthie-lastigere material offeriert der clip zur single "Figure It Out":

Brothers Of Santa Claus Tour 2017
10.05. München, Einstein Kultur
12.05. Freiburg, Jazzhaus
13.05. Bad Homburg, Speicher
14.05. Regensburg Heimat
16.05. Dresden, Ostpol
17.05. Göttingen, Apex
18.05. Braunschweig, Eulenglück
19.05. Hamburg, Kleiner Donner
20.05. Berlin, Badehaus
26.05. Konstanz, Kulturladen
27.05. Köln, Festival
03.06. Pfaffenhofen, Open Air
22.07. Stuttgart, Marienplatzfest

Donnerstag, 23. März 2017

video wednesday: paul mccartney re-issue


den heutigen video wednesday widmen wir dem neuesten teil der re-issue-serie von Paul McCartney. sein ursprünglich 1989 veröffentlichtes, internationales nummer 1-album "Flowers In The Dirt" (universal music) bekommt quasi das deluxe-treatment: "Das Deluxe Edition Box Set wird garantiert ein weiteres Juwel in jeder Paul McCartney Sammlung. Neben dem umfangreichen Audio- und Videomaterial enthält die Deluxe Edition weiteres exklusives Material, wie z.B. ein 32-seitiges Büchlein mit Pauls handgeschriebenen Texten und Notizen, einen Katalog für Linda McCartneys "Flowers In The Dirt"-Fotoausstellung von 1989, ein 64-seitiges Fotobuch mit dem Musikvideo für "This One", sowie ein fantastisches, speziell angefertigtes 112-seitiges Buch mit der kompletten Entstehungsgeschichte des Albums, die in ausführlichen Interviews mit Paul, Elvis Costello und anderen wichtigen Beteiligten erzählt wird. Zusätzlich zu einem ausführlichen Track By Track enthält das Buch Album- und Singleartworks und bisher unveröffentlichte Fotos von Linda McCartney."

Sonntag, 19. März 2017

oder so! anette humpe und die bethel stiftung

als "inklusions-projekt" wird diese formation präsentiert - auch wenn man darüber streiten darf, ob es sich um inklusion handelt, wenn Oder So! diesen stempel derart öffentlichkeitswirksam aufgedrückt bekommen. an der guten idee dahinter ändert das natürlich nichts: handelt es sich doch um eine deutsche popband, die sich 2013 aus einem inklusiven projekt entwickelt, in dem behinderung keine rolle spielt. vier junge frauen, drei junge männer – deren leben höhen und tiefen hat wie bei jedem anderen auch. die band arbeitet gemeinsam an eigenen songs, mit deutschen texten, aus dem tiefsten innern, keine therapie, sondern reine lebenslust. zusammen mit deutschlands erfolgreichster produzentin annette humpe sind so zwei der selbst geschriebenen lieder für das 150-jährige „Bethel-Jubiläum“ 2017 entstanden: die beiden kompakten popnummern “taschen voll gold“ und „nur nicht in meinem kopf“. zu ersterem hat der international bekannte fotograf jim rakete das dazu gehörige video gedreht:

alle bandmitglieder wohnen in, bzw. werden von betheler einrichtungen betreut. je nach dem „grad“ der behinderung in wohngruppen, zum teil in betreuten eigenen wohnungen, oder momentan noch bei ihren eltern. die menschen in bethel folgen einer vision, die oft als reine gesellschaftliche utopie gilt: in all ihrer verschiedenheit leben und arbeiten mehr oder weniger gesunde, mehr oder weniger behinderte, mehr oder weniger leistungsfähige, jüngere und ältere, menschen unterschiedlicher kultureller herkunft und religiöser prägung zusammen.

Samstag, 18. März 2017

pitbull: climate change. review

mit Pitbull bringt der vielleicht massentauglichste (pop-)rapper unserer zeit an diesem wochenende sein neues, mittlerweile zehntes album an den start. und man darf davon ausgehen, dass "Climate Change" (sony music) abermals sämtliche verkaufs- bzw. playlist-rekorde knacken wird. dabei setzt der 36-jährige armando christian perez sowohl auf eine veritable palette an stars (darunter gruselige kollaborationen mit enrique iglesias, jennifer lopes und r kelly), für seine erste single "options" holt er sich mit reggae-fackelträger und mehrfachen grammy-gewinner stephen marley jedoch auch wieder jemanden eher genre-fremdes an die seite. auf der produzenten-seite dagegen setzt Pitbull auf zahlreiche verschiedene köpfe, die ganz großen namen sind dabei aber nicht zu finden. am ende bleibt ein single-album, dessen reiz sich aus einer gewissen kurzweile ziehen lässt, das niveau in punkto songwriting oder gar lyrics dabei aber doch zu oft zu wünschen übrig lässt. am ende wird jedoch wie auf jedem Pitbull-album so oder so eine party veranstaltet - und niveau mag da auch einfach fehl am platze sein...

Sonntag, 12. März 2017

milky chance: blossom. albumteaser

am kommenden freitag ist es soweit, Milky Chance, die deutschen pop-senkrechtstarter, veröffentlichen ihr zweites album. auf „Blossom“ lernen wir die band von einer energischeren, gefestigteren seite kennen. die klaren, verlockenden töne der erlangen eine neue tiefe. der sound erwacht mit einem krachenden knall zum leben, aber er baut dabei auf neu erlerntem und einer phase der reflexion auf. wie schon beim vorgängeralbum „sadnecessary“ besteht kein zweifel daran, dass sich auch „Blossom“ mit unnachgiebiger kraft in die ohren – und in die herzen – der musikwelt spielen wird.
hier könnt ihr den mit sphärischen visuals unterlegten titeltrack probehören:

Mittwoch, 8. März 2017

marcus layton. video wednesday

an unserem heutigen video wednesday päsentieren wir euch den aktuellen clip des berliner produzenten Marcus Layton. "You Got Me“ überzeugt mit treibenden beats zu tropischen klängen und zwingt einen, sich sofort zum rhythmus zu bewegen. in dem gute-laune-song geht es zudem um das schönste thema der welt, natürlich die liebe. es ist eine klare message, das ja zum leben und der liebe. aber genau das macht “You Got Me” so verdammt eingängig, ein echter ohrwurm eben."
aber macht euch selbst einen eindruck:

Montag, 6. März 2017

mallory knox: wired. neues album & clip

wer bei den stichwörtern england, post-hardcore und alternative-rock nur noch an die (aufgrund der unsäglichen taten ihres sängers ian watkins) inakzeptablen lost prophets denkt, bekommt nun eindrucksvoll nachhilfe: nach einem gelobten vorgänger sind die landsmänner Mallory Knox ab freitag mit einem frischen longplayer am start. "Wired" (sony music) knüpft dabei zumindest vage an die eigene vergangenheit an: „Wenn du jung bist, versuchst du, es deinen Helden gleich zu tun“, so Sänger Mikey Chapman. „Wir wollten uns innerhalb der uns bekannten Grenzen bewegen, denn alles, was wir kannten und mochten, bewegte sich darin. Mittlerweile haben wir allerdings einen Reifegrad oder eine Level an Erkenntnis erreicht, an dem man denkt: ‚Ist mir doch egal‘. Wenn du deine ganze Karriere lang immer nur Klein-Klein machst und nichts tust, um eine neue Herausforderung zu suchen - wozu machst du es dann überhaupt?“
Die Aufnahmen von"Wired" im Juli und August 2016 dauerten vier Wochen lang, als Produzent fiel die Wahl  diesmal auf Dan Austin (Biffy Clyro, Queens Of The Stone Age, Massive Attack etc.). Aufgenommen wurde in dem Live-Raum einer alten Kapelle in dem 100.000-Quadratmeter-Anwesen Vada Studios in England. Das Ergebnis mit dem Titel „Wired“ ist eines der härtesten, melodisch euphorischsten und offenherzigsten Alben der modernen Rockgeschichte.

hier seht ihr schon einmal den clip zur aktuellen single "better off without you":

Sonntag, 26. Februar 2017

maillard/ceccarelli/di piazza:il canto delle montagne

wer immer noch dem glauben anhängt, dass jazzige klänge zwangsläufig verkopft und abgehoben sein müssen, der sollte bei diesem trip beide ohren riskieren. die musik dieses französischen trios changiert zwischen aufwirbelnder improvisation und harmonischer basisarbeit. denn wenn auf der einen seite in verträumt melodische sphären vorgedrungen wird, biegt man genau in dem moment in free jazz-eskapaden ab, in welchen der rezensent den zeigefinger in richtung kitsch heben will. denn wann immer man glaubt, jetzt dominieren massentaugliche standards, bauen Thierry Maillard, André Ceccarelli und Di Piazza kniffe und wendungen ein, begeistern mit spannungsbögen und verlieren dabei doch nie funktionierende songstrukturen aus den augen. wenngleich für meinen geschmack in der produktion das piano von maillard - der sich ja bereits in diversen anderen formationen einen namen machte - zu stark dominiert. und demzufolge insbesondere bassist Dominique Di Piazza nicht ganz ausreichend beachtung findet, dessen kreative ideen das werk jedoch immer wieder angenehm beleben. so oder so bleiben die 16 anspielstationen auf “Il Canto Delle Montage” (ilona records/broken silence) zu jeder zeit spannend - eben ausdrücklich nicht nur für genre-puristen.
verschafft
euch am besten selbst einen eindruck:

Mittwoch, 22. Februar 2017

vérité: phase me out. video wednesday

während das debütalbum derzeit in der mache ist (aber noch in diesem jahr über kobalt music erscheinen soll), tut Vérité alles dafür, nicht nur als reines spotify-phänomen wahrgenommen zu werden. so hat die künstlerin aus brooklyn einen clip zum track "phase me out" produzieren lassen, welchen wir euch im rahmen unseres video wednesday präsentieren wollen:

Sonntag, 19. Februar 2017

jeden tag silvester: geisterjägerstadt. album, clip & tour

mit ihrem selbstbetitelten debüt und ihren shows (unter anderem als support für johannes oerding und silbermond, ähem) konnten sich Jeden Tag Silvester mehr als einen achtungserfolg erspielen. eine gute basis, auf welche man mit dem am freitag erscheinenden zweiten album aufbauen wird. "Geisterjägerstadt" (chefrekords ratekau) nimmt dabei den faden seines vorgängers auf: radiotauglicher pop, handgemacht und mit einem authentischen independent-vertriebs-hintergrund. etwas konträr dazu das mandat für den bundesvision song contest für ihre heimat schlewsig-holstein (man klebt regional aber fast an hamburg), wobei Jeden Tag Silvester seinerzeit mit platz 10 abgespeist wurde. aber das sind alte kamellen: die band schaut nach vorne und ihr habt gleich zwei möglichkeiten, dabei zu sein:

live zu sehen sind die jungs hier...
Februar 25, 2017 Lübeck - MuK ( Album-Release-Konzert )
März 22, 2017 Bremen - MS Treue
März 23, 2017 Köln - Blue Shell
März 24, 2017 Frankfurt - Nachtleben
März 25, 2017 Kaiserslautern - Kammgarn Cotton Club
April 20, 2017 Dresden - Groovestation
April 21, 2017 München - Ampere
April 28, 2017 Hamburg - Grünspan
April 29, 2017 Berlin - Privatclub
April 30, 2017 Leipzig - Neues Schauspiel
Mai 6, 2017 Kiel - Orange Club
Mai 13, 2017 Hannover - Lux


und hier zeigen wir euch den clip zum titelsong...

Dienstag, 14. Februar 2017

die lochis: #zwilling18 re-edition (12.05.2017)

es dürfte nicht gerade dazu beitragen, Die Lochis weniger streitbar zu machen: zum wiederholten male stellen die beiden youtube-teeniestars ihr album"#zwilling" in die läden.
dieses erschien ursprünglich im august 2016, stieg direkt auf platz 1 der deutschen albumcharts ein und hält sich nach einem halben jahr noch immer konstant in den deutschen top 100. heiko und roman lochmann haben derweil eine tour vor insgesamt über 52.000 fans gespielt und zu weihnachten 2016 eine weitere version des debütalbums namens „#zwilling“ (symphoniker edition) veröffentlicht.

am 12. mai heißt es dann jedoch nicht symphoniker-edition, sondern re-edition ihres debütalbum. sie umfasst die 13 tracks des vorgängers „#zwilling“ plus fünf komplett neue songs und ist als standard-cd, in digitaler form, sowie als deluxe-box erhältlich. darin enthalten sind neben der regulären cd auch zwei cds mit den instrumental versionen der 13 tracks, sowie eine fahne, eine sonnenbrille, sticker und ein signiertes poster. „#Zwilling18“ (department musik/mediakraft) ist ab sofort vorbestellbar.
der release ihres 18-tracks-starken albums ist auch gleichzeitig der starttermin für die „#zwilling18“ akustik tour:


13.05. Mainz – Frankfurter Hof
15.05. Hamburg - Grünspan
16.05. Köln – Live Music Hall
17.05. Berlin - Kesselhaus 
18.05. München - Backstage 
19.05. Wien – Ottakringer Brauerei 
20.05. Zürich - Volkshaus

Sonntag, 12. Februar 2017

ea80 & shutcombo. famose rereleases

major label folgten meiner stillen hoffnung: die leipziger nahmen sich ein weiteres mal im doppelpack der aufarbeitung deutscher punkrock-historie a.k.a. dem schaffen von EA80 an. die mitte der achtziger jahre erschienenen alben "2 Takte Später" und "Mehr Schreie" (beide major label/broken silence) tragen - obwohl sie der frühphase der mönchenglattbacher entstammen - bereits deren charakteristische handschrift. selbige näher zu definieren, fällt mir gar nicht so leicht. wahrscheinlich ist es einfach die eigenwilligkeit der mischung aus den "gniedeligen" leadgitarren, nicht immer leicht zu dechiffrierenden deutschsprachigen texten und einer atmosphäre, wie sie sonst gerade einmal joy division zu erzeugen vermögen. die daraus entstehenden hits holen einen ganz heimlich ein, setzen sich dann jedoch umso nachhaltiger im kleinhirn fest. naturgemäß haftet EA80 etwas mystisches an - so richtig zu fassen bekommt man die band zumindest im netz nicht. wer dennoch ein wenig tiefer einsteigen möchte, dem sei die gleichnamige facebook-gruppe ans herz gelegt.so kann man auch sicherstellen, dass keines der raren konzerte an einem vorbeiziehen. bemerkenswert auf jeden fall, wie man über so viele jahre eine diskographie ohne nennenswerte schwächen schaffen kann. nun aber noch einmal konkret zu den vorliegenden alben: beide werden sowohl in wertigen digipaks als auch als vinyl im originalartwork aufgelegt - man verzichtet sogar auf das major label-logo auf dem backcover. aber nicht nur das: die stimmen mehren sich, dass unter dem titel "definitiv: ja!" bereits an einem neuen album gearbeitet wird. danke, major label!

auch für das wieder zugänglich machen eines weiteren highlights: die Shutcombo aus bad dürrenberg, deren debüt mich vor gut zehn jahren zeitgleich mit den famosen D.H. in den bann zog, ließ ebenfalls seit längerem nichts mehr von sich hören. nun machen major label immerhin ihr 2014er album "Omega IQ" (major label/broken silence) wieder zugänglich. auf schickem vinyl im siebdruck-cover, textbeilage und digitalem download code. das ganze klingt abermals kurz, schmerzlos und vor alle richtig, richtig gut. punkrock: voller energie, grundehrlich und konsequent auf den punkt gebracht. diese wiederveröffentlichung ist eine zweite chance, welche man sich nicht entgehen lassen sollte.

Dienstag, 7. Februar 2017

johnnyswim: georgica pond. album & clip

die veröffentlichungsschlagzahl von Jhonnyswim gleicht einem parforceritt. immerhin bringt das singer-songwriter-duo nach dem debüt, einem live-album sowie einer weihnachts-cd (!) in gerade einmal zwei jahren nun schon den zweiten longplayer an den start. "Georgica Pond" (big picnic records/india media group) steht hierzulande  mit reichlich verspätung ab freitag in den läden. und alle jene, welche amanda sudano und abner ramirez bislang verzaubern konnten, werden auch bei den neuen 14 tracks verzückt den repeat-knopf drücken. das duo besticht nicht nur durch amandas aparte stimme, exzellenten duettgesang und wunderbare gesangsharmonien, sondern auch durch mitreißende melodieführung und beeindruckend ehrliche songtexte über liebe und verlust, vergangenheit und zukunft, vertrauen und vermächtnis. „Georgica Pond“ wurde von abner ramirez produziert und im heimstudio des paares in los angeles aufgenommen. abner und amanda arbeiteten mit verschiedenen songwritern und musikern zusammen, darunter ihr langjähriger mitarbeiter britten newbill, der violinist und komponist anton patzner sowie die beiden aus nashville stammenden songwriter natalie hemby und chris destefano. nicht zu vergessen der gastauftritt der country-ikone vince gill, dessen gesang und gitarrenspiel „last night in georgia“ veredelt.
gleich zwei clips bringen euch das duo aktuell näher. und sehenswert ist die akustik-variante von "let it matter" ebenso wie der conan o'brien-mitschnitt:


Sonntag, 5. Februar 2017

bleeker: erase you. album

wie schon bei der ep mit deutlicher verspätung stellen die indie-rocker von Bleeker ihren debüt-longplayer "Erase You" (eleven seven music) in die läden. dass das layout zu gefühlten neunzig prozent identisch mit dem vorgänger ist, verwundert zwar etwas. aber es geht wohl auch darum, den in der heimat kanada bereits etablierten namen international zu festigen.
dabei hat die band, welche sich vor einiger zeit von bleeker ridge (unter diesem banner veröffentlichte man bereits zwei alben) in die kurzform umbenannt hat, alle zeit der welt. sie sind keine eintagsfliege, die heute auftaucht und spätestens morgen wieder in vergessenheit gerät. Bleeker haben sich den weg an die spitze des rudels in ihrem heimatland hart erarbeitet. jetzt sind sie bereit, ihre fänge in die ohren und herzen des rests der welt zu versenken.
musikalisch verbinden bleeker den swagger der rolling stones mit psych-angehauchtem groove und gehören deshalb genauso ins spektrum alternative rock wie bands wie royal blood, the black keys und jet. was sie aber unterscheidet, ist der höchst subtile unterton der unberechenbarkeit, der unter jedem riff, jeder note und jeder melodie ihres neuesten albums liegt.
der song "highway", für welchen anlässlich des albumreleases im herbst letzten jahres folgender clip produziert wurde, vermittelt einen guten eindruck:

Mittwoch, 1. Februar 2017

video wednesday: alice merton mit "no roots"

gerade krabbelt ihre gleichnamige ep "No Roots" (paper plane records) die charts in diversen streaming-plattformen nach oben, da bringt die 23-jährige cosmopolitin Alice Merton passenderweise den videoclip zum titelsong an den start:



na, gefällt? hier noch ein paar backgroundinfos: "Alice ist im kanadischen Oakville aufgewachsen, wohnte zwischendurch unter anderem in Amerika und England. Mit ihren 23 Jahren ist sie schon mehr als zehnmal umgezogen und wohnte in vier verschiedenen Ländern. Immer wenn es wieder soweit war, ließ sie eine Stadt, Menschen und Erinnerungen hinter sich und musste neu beginnen. In „No Roots“ spricht Alice Merton davon, keine Wurzeln zu haben. Ihr Zuhause beschränkt sich nicht auf Orte – vielmehr sind es die Beziehungen zu Menschen, die zu ihren Wegbegleitern wurden.
Nun hat Alice Merton einen Neuanfang gewagt, der ihre Musik in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Sie ist nach Berlin gezogen, weil die Stadt einen kreativen Spirit hat, der Musiker in seinen Bann zieht.
„Finding the right producer is like finding a missing puzzle piece, you know it’s there somewhere, but it takes a really long time to find.“ Mit dem Produzenten Nicolas Rebscher hat sie den perfekten Gegenpart für die Produktion ihrer Songs gefunden. Musikalisch leben jene von dieser eindrucksvoll ehrlichen Stimme, minimalistischen Arrangements und warmer analoger Instrumentierung.
Die Gründung ihres eigenen Labels Paper Plane Records International war eine wichtige Entscheidung für Alice. Abseits von Major-Plattenfirmen kann sie sich die Freiheiten nehmen, die man als Künstler braucht. So entwirft sie zusammen mit Susann Bosslau eine eigene einzigartige Mode und entwickelt die Produktion ihrer Musikvideos akribisch mit – so hat sie sich ein kleines Kreativteam aufgebaut und gibt so jedem Teil ihre eigene Handschrift.
"

Dienstag, 24. Januar 2017

soma. hiphop-newcomer auf hamburg

obwohl, so wirklicher ein newcomer ist Soma ja gar nicht. immerhin findet sich auf ein paar gängigen streaming-plattformen schon ein album plus ep aus seiner jüngeren vergangenheit. am kommenden freitag erscheint nun der neue longplayer der hamburger mit dem titel "niemandsland". abermals in eigenregie. hier wählt also jemand nicht gerade den einfachen weg. 

so liest sich die bisherige karriere generell: soma spielte anfangs in der kombo Altonative, später meist solo. 2013 erschien sein debut-album "Lebenszeichen", auf dem sich bereits seine neigung zu melodisch-verträumter musik zeigte.
ende 2015 trifft er auf den musiker und produzenten loki! mit dem er im Juli 2016 die free-download-ep "Herzblut" über bandcamp veröffentlicht. loki! mischt dort hiphop beats mit rock-, pop- und jazz- elementen, die soma  mit introspektiven und gesellschaftsanalytischen raps untermalt. 


nach einigen auftritten als duo, beschließen beide die folgenden auftritte für das anschließende album „Niemandsland“ mit live-band und loop-station zu bestreiten. das ergebnis zeigt sich experimentierfreudig.

die musiker versuchen dabei möglichst viele gefühlswelten abzudecken. vom bitteren ernst bis zur selbstironie wird dabei vor allem aber eine aussage deutlich: die jungs haben bock sich nach oben auf die festivalbühnen zu spielen!

Live-Daten: 

28.01. - Hamburg (Releaseparty) - Astra Stube
01.02. Kiel - Schaubude 
08.02. Berlin - Junction Bar 
23.02. Hamburg - Grüner Jäger

für "keine lieder über liebe" wurde zudem folgender clip produziert:

Sonntag, 22. Januar 2017

zwei von millionen. ex-polarkreis 18 mit clip/album

bis zum erscheinen des selbstbetitelten debütalbums am 3.3. via universal music ist es noch über einen monat hin, anteasern wollen uns Zwei Von Millionen aber schon jetzt. die formation um ex-polarkreis 18 felix räuber und der singer/songwriterin eva croissant schickt deshalb bereits einen clip vorab in den content-äther. die single "auf deine freiheit" wurde soeben veröffentlicht und hier gibt es den dazu passenden hör- und seheindruck:

Samstag, 14. Januar 2017

mainfelt: albumteaser & fiddler's green tour



noch knapp zwei wochen sind es bis zur veröffentlichung ihres album "Backwards Around The Sun" (südpol music; vö: 3.2.17). und wenn alles richtig läuft, haben Mainfelt ihre anhängerschaft bis dahin mindestens verzehnfacht. denn wenn bisher durch vorab-ep und konzerte vor allem eingeweihte den folk-pop der südtiroler goutierten, dürften die derzeit stattfindenden support-shows für Fiddler's Green die perfekte startbahn für eine mindestens national erfolgreiche karriere sein. südtirol und erlangen auf einer bühne zwischen irish-pop und americana-huldigung, da bleibt kein auge trocken... apropos bühne: dort fühlen sich mainfelt bestimmt am wohlsten. anders lässt sich der untenstehende, extrem umfassende reigen an konzerten nicht erklären. 
doch auch an diejenigen, die sich neuer musik eher im heimischen wohnzimmer nähern als in stickigen clubs wurde gedacht. hier unten findet ihr neben den tourdaten noch den brandneuen clip zur singleauskopplung "all my ghosts". viel spaß!

mainfelt live:
14.01. Hannover, Pavillon Kulturzentrum (Support Fiddler’s Green)
20.01. Stuttgart, LKA-Longhorn Stuttgart (Support Fiddler’s Green)
21.01. Nürnberg, Löwensaal (Support Fiddler’s Green)
26.01. Gießen,Hessenhalle (Support Fiddler’s Green)
27.01. Leipzig, Haus Auensee (Support Fiddler’s Green)
28.01. Dresden, Alter Schlachthof (Support Fiddler’s Green)
03.02. Memmingen, Kaminwerk  
04.02. Nürnberg, Club Stereo  
09.02. Erfurt, Engelsburg
10.02. Hof, Meinel-Bräu Hof    
11.02. Rattenberg, Wirtshaus Neurandsberg  
16.02. München, Strom
17.02. Stuttgart, Club Zentral  
18.02. A-Kufstein, Kulturfabrik  
02.03. A-Wien, B72  
03.03. A-Innsbruck, Weekender Club  
04.03. A-Höchst, Quo Vadis Stadel
09.03. Magdeburg, Factory
10.03. Halle, Objekt 5
11.03. Dresden, Puschkin Club
12.03. Görlitz, Kulturbrauerei Görlitz
15.03. Leipzig, Naumanns  
16.03. Hannover, Lux  
17.03. Berlin, Musik & Frieden  
18.03. Hamburg, Mojo Jazz Café  
22.03. Isny, Eberz - Die Musikbar
23.03. Frankfurt a.M., Nachtleben  
24.03. Düsseldorf, The Tube Club  
25.03. Köln, Stadtgarten Studio 672