Mittwoch, 18. Oktober 2017

cafézeit mit marla pétale. video wednesday

übermüdet und ob der klimatischen wie politischen großwetterlage betrübt? da geht es euch wie mir. das passende audiovisuelle gegenmittel kommt von Marla Pétale a.k.a. marla blumenblatt. bevor am kommenden freitag ihr debüt "Poison Arrows" (department music) erscheint, veröffentlicht sie nun den clip zum song "turkish coffee". wenngleich auch nur ein lyric-clip, geriet dieser wie die zugehörige komposition sehr ästhetisch. ganz unaufgeregt und frei von den zwängen der großen industrie, nahm marla die songs in der heimat ihrer mutter, in mazedonien auf. auf „poison arrows“ kehrt sie zurück auf die große showbühne, besingt das leben, den genuss und die leidenschaft. entstanden ist ein soundtrack des schönen lebens für die besonderen momente des genießens. film ab.

Dienstag, 17. Oktober 2017

winston surfshirt: sponge cake.

ein goldener herbst mit reichlich sonnenstrahlen lässt die musiksammlung noch einmal im sommerlichen glanz erstrahlen bzw. entsprechende perlen aus dem archiv kramen. und was passt dazu besser als ein cocktail aus hiphop, pop und einer prise soul; am besten aus eine ecke der welt, die mit wärme ein wenig großzügiger bedacht ist als wir hier in norddeutschland. bühne frei für Winston Surfshirt aus dem australischen sydney. ihr debütalbum "Sponge Cake" (sweat it out) sorgte vor ort schon für einige furore - unter anderem durch verbalen adel von sir elton john und als supportact von midnight oil - und ist seit kurzem auch bei uns erhältlich. die eleganten und reichlich catchy gehaltenen tracks haben wenig mühe, in ihrer leichtigkeit und klanglichen vielfalt die hörer auf ihre seite zu ziehen. und auch wenn das hierzulande aufgrund der vertriebsmöglichkeiten nicht allzu viele sein werden - reinhören ist hier dringend anzuraten. am besten gleich hier und jetzt mit dem clip zu "be about you" und dem track "same same".

Donnerstag, 12. Oktober 2017

santiano. entern die charts...

vielleicht nicht ganz unpassend, die billige seefahrermetaphorik im titel dieses posts. also gleich weiter hübsch plakativ: an einem freitag den 13. stellt "deutschlands erfolgreichste band" ihr neues album "Im Auge des Sturms" (electrola/universal) in die läden. Santiano, verlässliche aspiranten für den jeweils ersten platz in sachen verkaufszahlen, haben tatsächlich wenig anlass zu glauben, dass es diesmal anders käme. „Im Auge des Sturms“ erscheint demzufolge in diversen konfigurationen: der limitierten deluxe edition im digipack mit 17 titeln, die standard cd mit 13 titeln und erstmalig auch direkt zur veröffentlichung auf doppel-vinyl. darüberhinaus wird eine fanbox (inhalt: deluxe edition, karaoke cd, schlüsselanhänger, kühlschrank-magnet, poster und autogrammkarte) in einer kunststoff lunch-box veröffentlicht. wer sich mit einem gleich neunminütigen clip einstimmen mag, wird hier fündig:

Freitag, 6. Oktober 2017

guano apes: proud like a god XX. tour & cd

zwischenzeitlich als treppenwitz des crossovers gehandelt (und ja: den song "dödel up" gab es wirklich...),  haben die Guano Apes doch meine gesamte generation mit mindestens einem ohrwurm ausgestattet. anlass genug, dem durchbruchsalbum "Proud Like A God" im zwanzigsten jahr seines bestehens mit einer reissue zu würdigen. die gibt es sowohl als einzel- wie auch als doppel-cd mit folgendem inhalt: CD1 beinhaltet 10 songs des original-albums aus dem jahr 1997 in neu abgemischter und remasterter form sowie einen bisher unveröffentlichten song. auf CD2 finden sich völlig neu eingespielte, modernisierte versionen der songs „Get Busy“, „Rain“, „Crossing The Deadline“, „Suzie“, „Never Born“ und natürlich dem classic „Open Your Eyes“, für das man niemand geringeren als danko jones zum duett ins studio holte. böse zungen werden behaupten, dass hier die cash-kuh maximal gemolken wird. andererseits dürften die anstehenden auftritte für ein manierliches retro-fest sorgen. bei interesse findet ihr hier die zugehörigen daten sowie den clip zum eminem-cover "loose yourself" inklusive standesgemäßem 90er posing.

Live:
08.10. München, Backstage
09.10. Stuttgart, LKA
11.10. Dortmund, FZW
13.10. Köln, E-Werk
15.10. Frankfurt, Batschkapp
18.10. Saarbrücken, Garage
20.10. Hannover, Capitol
21.10. Hamburg, Grosse Freiheit 36
27.10. CZ-Prag, Meet Factory
29.10. A-Wien, Ottakringer
02.11. Berlin, Huxleys
03.11. Leipzig, Haus Auensee
05.11. NL-Amsterdam, Melkweg

Mittwoch, 27. September 2017

petterson: berg. video wednesday

im vorprogramm von tonbandgerät konnten Petterson schon ein paar menschen auf ihren indiepop aufmerksam machen. am kommenden freitag erscheint nun das debütalbum der bremer jungs. gekleidet in ein schickes digipak widmen sich max, mathias, david und tom zentralen themen wie freundschaft, aufbruch und heimat. "dabei laufen sie nie gefahr, in belanglosen pop-poeten-kitsch abzudriften. das album zeichnet ein sympathisches bild typisch norddeutschen understatements. die songs sind mal eingängig, mal vielschichtig; mal temporeich, mal getragen; mal reduziert auf das wesentliche, mal etwas größenwahnsinnig, wenn plötzlich das (echte) orchester einsetzt."
zur einstimmung präsentieren wir euch den clip zum song "berg", dessen produktion ebenfalls der idee des understatement folgt:

Sonntag, 24. September 2017

rolling stones: from the vault - sticky fingers

begleitet von mächtiger presseresonanz und reichlich emotionen auf seiten der hamburger (als direkter nachbar des stadtparks nehme ich mich dabei nicht aus) haben die Rolling Stones in der hansestadt ihren tourauftakt gefeiert. und weil die älteren herren nicht nur auf bühne zu feiern wissen, sondern schon immer auch clevere geschäftsmänner waren, wird das spektakel von einem veröffentlichungsreigen begleitet: "From The Vault - Sticky Fingers" (universal music) erscheint nämlich zeitgleich als dvd, blu-ray, dvd+cd, dvd+3lp sowie als digital video und digital audio.  komplettisten dürften damit einmal mehr an die grenze des ruins getrieben werden, auch wenn die tatsächliche aufnahme durch die fast intime atmosphäre durchaus über einen besonderen reiz verfügt. nicht nur dies: die show im fonda theatre im kalifornischen hollywood war eines der raren momente, in denen jagger und konsorten das komplette "sticky fingers" album gespielt haben. gelungener sound, professionelle kameraführung und eine ordentiche portion bonusmaterial tun ihr übrigens, um in die neuste episode von "from the vault" in die oberen regionen der verkaufscharts zu hieven. details zum tracklisting sowie einen teaser präsentieren wir euch hier:

TRACKLISTING:
DVD: 1) Start Me Up 2) Sway 3) Dead Flowers 4) Wild Horses 5) Sister Morphine 6) You Gotta Move 7) Bitch 8) Can’t You Hear Me Knocking 9) I Got The Blues 10) Moonlight Mile 11) Brown Sugar 12) Rock Me Baby 13) Jumpin’ Jack Flash
CD: 1) Start Me Up 2) When The Whip Comes Down 3) All Down The Line 4) Sway 5) Dead Flowers 6) Wild Horses 7) Sister Morphine 8) You Gotta Move 9) Bitch 10) Can’t You Hear Me Knocking 11) I Got The Blues 12) Moonlight Mile 13) Brown Sugar 14) Rock Me Baby 15) Jumpin’ Jack Flash 16) I Can’t Turn You Loose
3LP Side A: 1) Start Me Up 2) When The Whip Comes Down 3) All Down The Line Side B: 1) Sway 2) Dead Flowers 3) Wild Horses Side C: 1) Sister Morphine 2) You Gotta Move 3) Bitch Side D: 1) Can’t You Hear Me Knocking 2) I Got The Blues Side E: 1) Moonlight Mile 2) Brown Sugar Side F: 1) Rock Me Baby 2) Jumpin’ Jack Flash 3) I Can’t Turn You Loose

Sonntag, 17. September 2017

mari samuelsen: nordic noir. review

wenn eine dem klassischen metier entstammende künstlerin den isländischen songwriter, multiintrumentalisten und produzenten ólafur arnalds für eine interpretation in erwägung zieht, zeugt dies von einem blick ohne scheuklappen. und auf "Nordic Noir" (decca) tummeln sich elf weitere stücke, welche dem titel entsprechend die düstere seele der nordeuropäer vertonen. und dabei zunächst einmal genre-grenzen außer acht lassen. die 32-jährige protagonistin entschloss sich nämlich, nicht nur die werke zeitgenössischer komponisten (darunter Frans Bak, Uno Helmersson, Johan Söderqvist und Arvo Pärt) zu interpretieren, sondern auch neue klangwelten zu erforschen. dabei ist Mari Samuelsen in diesem gebiet keine unbekannte. die norwegische violinistin lotete im zusammenspiel mit max richter und dem "12 ensemble"  regelmäßig das weite spektrum der modernen klassikszene aus. unterstützt wird sie auf vorliegendem album von hakon samuelsen (cello) und den trondheim soloists. die ausführlichen, auch auf deutsch enthaltenen linernotes tun ihr übrigens, um den hörer in dieses album versinken zu lassen. klassik-experte muss man dafür übrigens nicht sein: wer freude an leicht morbider schönheit hat, dem sei "nordic noir" ans herz gelegt.