Samstag, 18. Dezember 2010

auf wiedersehen 2010... und sellfish.de

also denn, nun ist es offiziell: ich habe mich (einigermaßen) schweren herzens entschieden, background music in der aktuellen form zum jahresende 2010 einzustellen... ziemlich exakt vor dem zweijährigen jubiläum dieser "division of sellfish". aber, nächste meldung: die gleichen suzidalen gedanken zum gleichen zeitpunkt gelten für unsere "mutter" sellfish.de (sic: übrigens ziemlich exakt zu unserem 10-jährigen jubiläum).

beides hat zum teil private gründe (vaterschaft, you name it), liegt aber auch daran, dass wir derzeit auf einigen anderen feldern aktiv sind und so nicht mehr in der art bei der sache sein können, wie das in der vergangenheit immer der fall war. nach dem motto: "it's better to burn out than to fade away" legen wir unsere tätigkeit bis auf weiteres komplett ad acta.

immerhin: es wird zu beginn 2011 eine passende seite unter www.sellfish.de online stehen, die endlich mit einem funktionierendem archiv unserer gesammelten werke aufwartet. und im frühjahr haben wir zudem eine bekannt ausufernde sellfish-tanzt-abschiedsparty in planung (...pressemeldung folgt). darüberhinaus: da von bösem blut keine spur zu sehen ist, wird eine reunion in dieser oder anderer form ohnehin niemand ausschließen...

und dieser blog? bleibt erstmal bestehen. wird aber weitaus seltener mit content gefüttert (der rss-feed macht jetzt wohl wirklich sinn). und schon gleich gar nicht mehr mit aktuellen albumrezensionen. vielmehr: persönlicher kram inklusive der dafür relevanten platten, die aber schon ein paar jahre auf dem buckel haben dürfen und/oder von der öffentlichkeit bislang gänzlich unbeachtet geblieben sind...

in diesem sinne hoffe ich dann also doch, dass man in der einen oder anderen form voneinander hört und liest. mein dank gilt der musikindustrie dafür, dass ich ein paar der fetten jahre noch miterleben durfte. und nochmehr denjenigen ihrer vertretern, welche auch in den mageren zeiten verständnis dafür hatten, dass die einzige "bezahlung" welche die schreibende zunft in unseren regionen akzeptiert, ein paar reale alben sowie gästelistenplätze+1 waren...


ein famoses jahr 2011 euch allen!

micha sellfish

Mittwoch, 15. Dezember 2010

the end of the beginning is the end

kontinuierliche labelwechsel scheinen bei den schweden von Venerea einfach zum guten ton zu gehören. bisher veröffentlichten die melodicpunks noch jedes album bei einer anderen company und mit "Lean Back In Anger" (concrete jungle/broken silence) hat man nun bei den nürnbergern von concrete jungle angedockt. die können sich nun über ein weiteres hitalbum freuen, denn qualitativ macht den vieren in ihrem genre so schnell niemand etwas vor. die 16 tracks brettern mit stets durchgedrücktem gaspedal aus den boxen und enttäuschen auch in punkto hooklines nicht - die diesmal aber einen zweiten durchlauf benötigen, um richtig zu zünden. mehrstimmige chöre, klassische melodycore-breaks und texte inklusive message heben venerea aus dem durchschnitt hervor. mit diesen trademarks sind sie auch näher an den satanic surfers denn an bands wie millencolin. so lassen sich immer wieder auch hardcore-referenzen ausmachen... "lean back in anger" trägt seinen titel somit völlig zu recht und darf - auch dank der kraftstrotzenden produktion - neben dem debüt "both ends burning" zu den highlights in der karriere der schweden gezählt werden. insgesamt kann man den weg von venerea tatsächlich mit dem der satanic surfers vergleichen, die ja ebenfalls mit jedem album rotziger wurden und immer mehr zu ihren eigenen wurzeln zurückkehren. textlich lässt man sich auf dem mittlerweile sechsten regulären longplayer (unzählige ep's und 10"es nicht mitgerechnet) ebenso nicht länger einfach in die fun-schublade stecken. venerea haben mehr als nur eine seite und dürften damit zu den letzten überlebenden des schwedischen melodycore-booms zählen, von dessen erfolg sie leider nie so wirklich betroffen waren. gutes album!

Tracklist:
1.Molokai
2. Better Day
3.Forever Jugend
4.Heads They Win, Tails You Lose
5. Protest Song
6.Invitation To Action
7.Absentee
8.Wake Up! Smell The Napalm
9.The Real Ewe
10.Meanwhile, In Zimbabwe
11.Government Subsidized Ghetto
12.Kill Yourself Or Be Killed
13.Solitary Hearts
14.The Bomb
15.Lean Back In Anger
16.We Rot

Dienstag, 7. Dezember 2010

killing the dream & with open arms. hardcorehighlights

zwei der packendsten hardcore-alben der letzten monate werden ausgerechnet parallel veröffentlicht. das bedeutet natürlich zunächst einmal eine enorme belastung für die geldbeutel (ehrlicher) fans. zum anderen aber auch das zunehmende etablieren eines genres aus den fängen von metal- und emocore. wenngleich bei beiden acts dieser doppel-review melodien eine hervorgehobene rolle spielen: emo-zutaten wird hier niemand ausmachen können. insbesondere bei Killing The Dream. dass jene mit diesem sound nichts zu tun haben, dafür birgt gleichermaßen die verlässliche labelherkunft deathwish records, wie auch der frühere produzenten-support von ausnahmefaderschieber j robbins. welcher im gleichen zuge ja paint it black zur finalen referenzklasse verhalf. auf basis von klassikern wie chain of strength, unbroken oder kontemporären acts marke bane entwickeln unsere kalifornier nun aber eine kaum minder beeindruckende intensität, welche sich (nicht nur) am stimmlichen einsatz von elijah horner ablesen lässt. so mussten die aufnahmen immer wieder nach hinten verschoben werden, weil seine stimmbänder zu sehr strapaziert wurden. doch die qualen haben sich gelohnt: "Lucky Me" (deathwish/indigo) braucht zwar eine ganze weile, bis sich hinter der schieren verzweiflung sowie den auf den ersten blick monoton bolzenden tracks die tatsächlichen songstrukturen abzeichnen - dann jedoch überzeugt der konsequent trendfreie sound uneingeschränkt.
auch die aus süddeutschland stammenden With Open Arms halten sich nicht lange mit derzeit angesagten klischees auf. ihr zweiter longplayer "Traces" (swell creek/soulfood) trampelt zwischen cro-mags riffing und vorsichtig melodischer gitarrenarbeit durchs terrain - und schafft sich auf diese weise einen überraschend eingenständigen, sympathisch dreckig produzierten klang. dazu kommt ein gelungenes artwork sowie lesenswerte lyrics samt linernotes. am ende steht ein durchweg empfehlenswertes gesamtprodukt in der machart der späten neunziger jahre, in welches man viel eher sein geld investieren sollte als in die diversen victory-records-clone, welche derzeit wiedermal aus den staaten herüberschwappen. rosenheim hardcore rocks!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

weihnachten. das definitive geschenk

was könnte es schöneres geben: einen einblick in die textlichen (jawoll!) und musikalischen (naja) fähigkeiten des gut 50-jährigen künstlers, der es mittlerweile sowohl in buch- wie album-form auf eine stattliche anzahl an veröffentlichungen bringt. "Meine vielleicht besten Lieder…“ (jkp jochens kleine plattenfirma/warner) lautet der titel dieser wunderbaren live-doppel-cd, welches zum preis eines einfachen albums in die läden kommen soll. 41 stücke bannte der "barde des banalen" in bestform auf platte - nämlich auf der bühne. ein guter teil von ihnen macht den eindruck, es ohne große proben auf die tracklist geschafft zu haben. gut so. denn wenn die songs eines ohnehin nicht brauchen, dann wäre das feinschliff. denn in ihrer direkten form, meist nur von einer gitarre unterstützt, bergen die vermeintlich trivialen alltagsgeschichten doch mehr poesie als vieles, was mit deutlich aufwendigerer inszenierung aufwartet. und wäre es nicht etwas zu billig - man könnte eine ganze rezension hübsch mit verschiedenen eleganten zitaten dieser platte ausfüllen. entgegen seines namens, bringt Funny van Dannen sein publikum sicher nicht nur zum lachen. stücke wie "freunde der realiät" sind auf eigenwillige weise romantisch. augenzwinkernd zwar, jedoch wunderbar anrührend. an anderer stelle dann: politisch, aber lieb. statt verkrampfter gesellschaftskritik oder überschwänglichem zynismus die offene flucht in herrlich-komische sozialutopien. hier die tracklist:

CD 1:

1. Ich bin nicht mehr jung

2. Schilddrüsenunterfunktion

3. Nonne werden

4. Humankapital
5. Saharasand

6. Anita

7. Arbeitsplatz vernichtet
8. Lesbische, schwarze Behinderte

9. Eurythmieschuhe

10. Posex & Poesie

11. Homebanking
12. Als Willy Brandt Bundeskanzler war

13. Nana Mouskouri

14. Gwendolyn Kucharski
15. Plastikball

16. Saufen

17. Alles verkauft

18. Sozialismus

19. Menschenverachtende Untergrundmusik

20. Nebelmaschine


CD2

1. Ich in China

2. Gutes tun
3. Freunde der Realität

4. Integrieren

5. Vaterland

6. Las Vegas

7. Katzenpissepistole

8. Kapitalismus

9. Arbeiterkinderdenkmal

10. Fatalist

11. Hochhaus

12. Flache Ratte

13. Hobbynutte
14. Rod Weiler

15. Freundinnen

16. Mohnkuchen

17. Herzscheiße

18. Okapiposter

19. Urbanhafen

20. Korkenzieherlocken

21. Fanclub der Sehnsucht

Sonntag, 28. November 2010

norwegian moods. bremnes & braten

wunderbar schwelgerisch war die musik von Kari Bremnes schon, als die norwegerin vor weit über 20 jahren anfing, ihre gedanken in lieder zu fassen. bei der nun erscheinenden, sehr wertig aufgemachten zusammenstellung ihrer größten kompositionen allerdings läuft die sängerin und poetin zu höchstform auf. die zum überwiegenden teil in ihrer heimatsprache gehaltenen titel entfalten auf "Fantastisk Allerede" (strange ways/indigo) beinahe hypnotische qualitäten: pop, folk und jazz fusionieren zu einem atmosphärisch dichten ganzen, welches im sechsminütigen postrock-erguss "skrik" seinen höhepunkt findet. doch auch die anderen 32 (!) titel verdienen das prädikat "durchweg empfehlenswert". nicht zuletzt, um einen einstieg in das repertoire dieser - neben kari rueslatten - wohl ausdrucksstärksten künstlerin des nördlichen skandinaviens zu finden. die beiden cd's beinhaltet neben allen höhepunkten ihrer 13 soloalben eine neue version des titeltracks („jetzt schon fantastisch“) , der im sommer 2010 im norwegischen radio rauf und runter lief, sowie eine neuaufnahme von „gragasa“.
weitaus traditioneller fällt das jüngst erschienene neue album von Kirsten Braten Berg aus. "Songen" (heilo/grappa/galileo) verschafft einen lebendigen einblick in das
goldene zeitalter norwegischer folklore. aus der unerschöpflichen fundgrube von folksongs wählte sie 15 stücke, die für sie selbst unverzichtbare und ständige begleiter ihrer kindheit in arendal waren. dabei helfen ihr etablierte musiker der norwegischen folkszene, die mit lebendigen arrangements und harmonischem erfindungsreichtum einen überraschend modernen klangeindruck erwecken. auch hier erwähnenswert: das liebevolle artwork, welches die zusammenstellung beinahe als kinderalbum qualifiziert.

Donnerstag, 25. November 2010

my chemical romance. neues album

die ach so umstrittenen My Chemical Romance haben ihr neues album an den start gebracht. erster eindruck: an intensität und facettenreichtum von "black parade" kommt das material nicht heran. tatsächlich unterhaltsam und weitaus mehr als ein paar feuchte teenie-träume offenbart das material aber dennoch. in den besten sequenzen erinnert "Danger Days: The True Lives Of The Fabulous Killjoys" (reprise/warner) witzigerweise an die frühphase der hannoveraner poppunks gigantor. dazu passend auch aufmachung und inszenierung der kommerzpunker (hinweise auf die merch-massen dürfen auch im neuen booklet nicht fehlen), welche erstmals richtig stilvoll ausfällt... einen trailer zum album findet ihr hier:

Montag, 22. November 2010

greatest hits: das weihnachtsgeschäft...

es herrscht wahrlich kein mangel an best of-zusammenstellungen von Jay-Z. eigentlich kein problem, zumal selbiger nicht unbedingt dafür bekannt ist, auf albumlänge zu überzeugen. diesmal gab sich der jigga immerhin auch äußerlich mühe, eine wertige veröffentlichung abzugeben; inklusive nennenswertem booklet und einer karriereumspannenden berücksichtigung aller kommerziell erfolgreichen highlights von "hard knock life" bis hin zu "run this town". "The Hits Collection - Volume One" (def jam/island/universal) ist nicht nur ein durchaus selbstbewusster name, auf der rückseite der cd findet man jeweils auch gleich noch einen hinweis, welcher der 14 tracks grammy-gewinner sind... sei's drum: dieses album kann schon so manche autofahrt kurzweilig halten, nicht zuletzt aufgrund meiner lieblings-auskopplung "d.o.a. (death of auto-tune). hier noch die vollständige tracklist:
1. Public Service Announcement (Interlude)
2. Run This Town
3. 03' Bonnie & Clyde
4. Encore

5. I Just Wanna Love U (Give It 2 Me)

6. Izzo (H.O.V.A.)

7. D.O.A. (Death Of Auto-Tune)

8. 99 Problems

9. Empire State Of Mind

10. Dirt Off Your Shoulder

11. Hard Knock Life (Ghetto Anthem)
12. Show Me What You Got

13. Roc Boys (And The Winner Is)...

14. Big Pimpin'

bereits drei jahre bevor jay-z 1996 sein debüt an den start bracht, begründeten Suede - so will es die legende - mit ihrem selbstbetitelten erstling den britpop-hype. auch wenn sie in dessen kontext immer eine ausnahmestellung innehatten, wurden sie von ihrer anhängerschaft (worunter sich auch ein gewisser morrissey befindet) frenetisch abgefeiert. nach wenig spektakulärem abklingen ihrer karriere eine knappe dekade später erscheint nun nach schier ewiger abstinenz von der öffentlichen bühne mit "The Best Of Suede" (ministry of sound/warner) eine erste und durchaus definitive zusammenstellung ihrer relevantesten songs. einhergehend mit ein paar ausgewählten auftritten machen die herren um frontmann brett anderson ende 2010 völlig zu recht auf ihre musikhistorische bedeutung aufmerksam. auch hier darf die vollständige, exquisite tracklist nicht fehlen:

Disk: 1
1. Animal Nitrate

2. Beautiful Ones

3. Trash

4. Filmstar

5. Metal Mickey
6. New Generation

7. So Young
8. Wild Ones

9. Drowners

10. Stay Together

11. Lazy

12. Everything Will Flow
13. We Are The Pigs

14. Can t Get Enough

15. Electricity

16. Obsessions

17. She's in Fashion

18. Saturday Night
Disk: 2
1. Pantomime Horse

2. My Insiatiable One

3. Killing Of a Flashboy

4. This Hollywood Life
5. Europe Is Our Playground

6. My Dark Star

7. Sleeping Pills

8. By The Sea

9. She
10. Heroine

11. The Living Dead

12. To The Birds

13. The Big Time

14. The Two Of Us

15. Asphalt World

16. Still Life

17. The Next Life

Donnerstag, 18. November 2010

comeback kid. interview

Kaum zu glauben, wie sehr ein Kind so alles durcheinanderwirbeln kann. In dem Fall sorgte der wunderbare Wirbel um unsere drei Monate alte Tochter dafür, dass sich das eigentlich schon lange im Kasten befindliche Comeback Kid-Interview in den Weiten der eigenen Festplatte verlor. Nach der berechtigten Nachfrage der Promoagentur, hier nun ein schneller (dafür redaktionell nicht bearbeiteter) Nachtrag...

Comparing the sound of your new album to the previous one, it seems like you decided to not much think about your music but just play straight forward. Is that impression right and how did it come to that?
We never really have a formula when writing records. We basically come up with our ideas song by song and sometimes they are quite simple and other times they may have a slightly more complex nature to them but for a band like up the more straight forward approach is the most natural for us.

What was the effect of Sights & Sounds to the new sound of Comeback Kid? I don't think it really has much of an effect on the band but since Andrew is part of the songwriting process in both bands there may be ideas that can bleed into either band. I know I've heard people say that certain parts of the Sights and Sounds record sounds like it could have been on a Comeback Kid record and vice versa. I think that's quite common though of bands that share members

In how far is “Symptoms & Cures” a statement against the current hardcore sound? I don't think we were trying to make too much of a statement with it. There are a lot of trends in hardcore that come and go but we just focus on writing music that we would want to listen to ourselves. Sometimes we can be influenced by what is going on at the time but more often than not we just write what comes naturally to us rather than being one of those bands that jumps on a different bandwagon every record.

If you had to compare „Symptoms & Cures“ to any other band… what band or which album would that be? That's a tough question. There are a lot of different styles that are blended on the record so I'd have a hard time narrowing it down to one record. There are heavy parts on there that would fall into the Madball/Terror category and there are more melodic elements that could fall into a heavier Rise Against/AFI type of sound.

Some people say that without this special correction on your sound Comeback Kid would no longer exist. Correct? I think the bottomline is this band will always exist as long as we have a passion for this style of music and touring. Every record will always sound different from the last but will always have the hardcore/punk vibe on it. We never want to put the same record out twice and are always exploring things to do musically that make sense for a band like us.

If you had to forecast how many albums in the history ob CBK will follow... what would you say? That is really hard to say but as far as I'm concerned I want to be playing in this band for many years so I hope that we can still be making many more records in the future

What’s your opinion on religious hardcore, especially when those bands are “preaching” to their audience? I have a very open mind when it comes to what bands want to do. Some people like playing music and thrive purely off of that energy. Other bands like to incorporate their beliefs as well and that is totally fine with me. I'm friends with straight edge bands, vegan bands, christian bands and whatnot and always respect people who want to share their views as long as they are not forcing them on people.

If you had to explain somebody not very familiar with your music what separates Comeback Kid from the other bands on Victory Records... what would you say? I think our band would probably fit into the older category of bands that Victory has worked with. In the 90's we listened to bands like Snapcase, Hatebreed, Integrity and so on and I think that sound probably influenced us more that the current sound of bands on the label
.

(Foto: Pressefreigabe Victory Presscenter)

Mittwoch, 17. November 2010

nelly furtado, austin lucas. der feine unterschied

eine kommerziell erfolgreiche, wandlungsfähige und gutaussehende feuilleton-aspirantin versus einen stoischen sturkopf, dessen gänzlich unglamuröse kompositionen seit jahren durch den indie-/punk-untergrund kursieren. das vorweihnachtsgeschäft und die wiederaufbereitung an sich nicht unbekannter materialien machen's möglich...
mit ersterer gemeint war natürlich Nelly Furtado - jeder kennt sie, manche mögen sie auch... mit ihrem debüt sowie dem nachfolger "folklore" fröhnte sie schließlich noch auf charmante weise dem pop, während die karriere anschließend in - von frühen anhängern heftig kritisierte - diskoregionen mutierte. erfolge mit der fußballhymne "forca" sowie kollaborationen mit timbaland, juanes oder james morrison gaben ihr letzten endes zumindest in kommerzieller hinsicht recht. "The Best Of" (geffen/universal) präsentiert nun in 18 tracks eine in vielerlei hinsicht wandlungsfähige sängerin samt dreier neuer songs, darunter die aktuelle single "night is young".
wenn ein mann mit hardcore-vergangenheit zum singer-songwriter mutiert, dürfte das im zeitalter von kristofer aström- oder chuck ragan-soloalben heutzutage kaum noch überraschte blicke hervorrufen. letzterer, soviel zum thema, kollaborierte übrigens in der vergangenheit bereits mit unserem protagonisten hier. in dessen fall die entwicklung eines crust-/grind-szeneangehörigen allerdings in folk-/bluegrass-regionen endet. eine tatsache, welche schon ein wenig mehr kopfschütteln provozieren dürfte. Austin Lucas, ehemals mitglied der derben formationen rune bzw. twentythird chapter, lenkt sein schaffen seit einer handvoll alben und ep's in richtung von spirituell angehauchten dunkel-country-variationen - nicht unähnlich woven hand veredelt durch ukulele, banjo sowie akustischem bass. die elf songs von "Collection" (hometown caravan) erschienen u.a. auf der gesuchten vinyl-ep “at war with freak folk”, den split 7"es mit frank turner bzw. chuck ragan und enthalten neben unveröffentlichtem material auch ein dolly parton cover. alles zusammen klingt auf bodenständige weise, als wäre es aus längst vergangenen zeiten zu uns herüber gerettet. was daran liegen dürfte, dass der künstler aus bloomington, indiana, das singen von der wiege auf gelernt hat. wobei dort traditionals nachvollziehbarer weise eine größere rolle gespielt haben, als das heruntergebolze von punk-tracks... dennoch glaubt man, lucas würde mit seiner stimme durchaus öfters neben die spur rasseln; stattdessen verpackt er seine stücke schlichtweg in seinen eigenwilligen, chor-geschulten stimm-kosmos. und schafft auf diese weise bescheidene meisterwerke, deren größe hoffentlich auch jenseits von szenedenken wahrgenommen wird.

Freitag, 12. November 2010

alte schweden. indierock

die art und weise, wie sich The Bear Quartet in der späten phase ihrer karriere mit jedem werk neu erfinden, lässt sich eigentlich nur mit ihren (leider verblichenen) landsmännern von fireside vergleichen. war das letztjährige album "89" noch ein pures verweigerungsalbum, bringen die fünf (sic!) auf "Monty Python" (adrian recordings/alive) nun quasi neue und alte stilistische ausrichtung zusammen - und schaffen so doch etwas neues. das bear quartet gehört zu dem überraschend kleinen teil der schwedischen independent-szene, der es zwar in der heimat zu größeren erfolgen brachte, außerhalb skandinavischer gefilde aber noch nicht wirklich in erscheinung treten konnte. und das trotz einer bald 20-jährigen geschichte, in welcher man es zu einem sack voller eps und alben sowie vorbildcharakter für einige kommerziell deutlich erfolgreichere formationen schaffte. auch diesmal offenbart sich wieder eine tolle chance, indie- und krautrock auf unkonventionelle weise zu neu erfahren. fazit: nutzen!
während Last Days Of April in ihrem heimatland schweden seit jahren zu den topsellern im indiesektor gehören und stück für stück auch die usa erobern (man beachte die gäste diesmal: evan dando und tegan quin), fristet man hierzulande noch weitestgehend undergroundstatus. und ob sich dies mit dem neuen longplayer in zeiten magerer plattenverkaufszeiten ändert, darf trotz des verstärkten engagement ihres langjährigen labels bad taste records jedoch bezweifelt werden. das potential dazu jedenfalls ist auf dem siebten (!) album "Gooey" (bad taste records/soulfood) mehr denn je vorhanden. schon der wunderbare opener beispielsweise transportiert die mittlerweile sehr eigenständige, melancholische handschrift des trios; welches auch mit dem rest des albums beinahe ausschließlich ruhigere töne anschlägt. die gar nicht mehr so neue prämisse "quiet is the new loud" tut dem material wahrlich gut. so gehen die tracks noch etwas tiefer, als man es von den schweden gewohnt war. insgesamt gelingt es bandgründer karl larsson mehr denn je, sein songwriting-potential voll auszuschöpfen. dass die elf stücke - nicht zuletzt aufgrund larssons stimme - desöfteren in weinerliche gefilde abdriften, stört dabei überhaupt nicht: irgendwie wirken last days of april einfach authentischer als viele ihrer kollegen. dazu kommt, dass sie mit dem alter auch an kompositorischer substanz zuzulegen scheinen.

Donnerstag, 11. November 2010

i hate our freedom. arctic rodeo news

das feine hamburger label arctic rodeo vermeldet folgende erfreuliche neuigkeiten: "Meine Güte, was für ein Brett. Ein Brett, gezimmert von guten Bekannten. I HATE OUR FREEDOM knallen uns mächtig einen vor die Birne. Bereits im Frühjahr 2009 hatten wir das Vergnügen, die Band live in Manhatten zu erleben. Große klasse war das – eben ein richtiges Brett. Nach Besetzungswechseln hat sich die Band nun gefestigt, und die Zeit ist endlich reif für eine Veröffentlichung. Ende des Jahres werden I HATE OUR FREEDOM über Arctic Rodeo mit einer ersten Vinyl 7" aufwarten, die auf 100 Exemplare limitiert ist. Anfang 2011 wird dann bei uns auch das Debütalbum der Band aus Brooklyn erscheinen – ausschließlich als Vinyl LP und imitiert auf 250 Stück. Und weil die Band sehr aktiv ist, ist sie aktuell schon wieder im Studio – im Godcity Studio, um genau zu sein. Genau, mit Kurt Ballou (CONVERGE).
Ach ja: I HATE OUR FREEDOM bestehen aus Joseph Grillo (GARRISON, GOD FIRES MAN) Justin Scurti (MILHOUSE), Scott Winegard (TEXAS IS THE REASON, HOUSE & PARISH) und Tucker Rule (THURSDAY). Zu hart für uns? Nö."

Dienstag, 9. November 2010

ne-yo & shad. hiphop reviews

Ne-Yo - genrefremden hörern zumindest als songwriter für unter anderem rhianna und beyonce unbewusst geläufig - proklamiert hier zwar ein inhaltlich umfangreiches konzeptalbum; mit "Librascale" (def jam/universal) kann er die damit verbundenen erwartungen jedoch nicht erfüllen. da helfen auch die zahlreichen, aufwendigen videoproduktionen im zuge der veröffentlichung nicht: der poporientierte r'n'b des 32-jährigen bleibt lauwarm und ohne die gerade hier so notwendigen ecken und kanten. am ende steht ein gut gemachtes, leider jedoch gnadenlos überproduziertes high-tech-chartwerk, welches sicherlich seine käufer finden wird. ob die sich über großen mehrwert freuen werden, darf allerdings bezweifelt werde. zumal ne-yo in der eigenen diskographie durchaus einmal hochkarätigeres ablieferte.
auch der - unglaublicherweise permanent unterschätzte - Shad wagt sich mit seinem neuen werk an ein konzeptalbum. wenn auch nur, um auf "Tsol" (black box/decon/groove attack) in jedem track die begriffe "me", "myself" and "i" unterzubringen. dass diese tatsache nicht banal umgesetzt wird, kann als einer von zahlreichen hinweisen auf die lyrische strahlkraft des interpreten gewertet werden. neben dem beitrag von broken social scene-kompagnon me&john wurde einer der tracks produziert von einem weiteren landsmann namens classified. und auch sonst bekommt shad offenbar einigen respekt auch aus den independent-szene. "tsol" bleibt dennoch ein reinrassiges hiphop-album. wenn auch mit dem potential, in dieser hinsicht skeptische hörer auf seine seite zu holen.

Montag, 8. November 2010

female pop highlights. 11/2010

mal ehrlich: das außergewöhnliche image, welches sich Asa inszeniert hat - bzw. welches für sie inszeniert wurde - will nicht so wirklich passen. ebenso wie der titel ihres zweitwerkes "Beautiful Imperfection" (naive/indigo). das dutzend songs schwebt nämlich mühelos durch das pop-universum, ohne dabei großartig anzuecken oder nur eine sekunde nicht perfekt zu klingen. zu nett, ja beinahe zu schön fallen die eingängigen kompositionen der singer-songwriterin aus nigeria aus. und zu glattgebügelt wirken leider auch ihre elemente aus soul-, afro- und folk-elementen. das ganze verschwimmt ähnlich wie auf dem debüt zu einer lieblichen, sommerlichen melange, welche zumindest die bevorstehenden tristen herbst- und wintertage aufhellen könnten.
ein erhaben dunkles, melancholisches singer-songwriter-universum hat sich Emily Jane White auf ihren letzten beiden alben gesponnen. auf "Ode To Sentience" (talitres/rough trade) bringt sie die orchestralen momente des letzten albums mit der teils spartanischen inszenierung ihres debüts auf einen gemeinsamen nenner. ihr besonderer sound wirkt so noch sattelfester, es scheint als würde die protagonistin vergessen was um sie geschieht: ganz verhaftet klingt die musik in dem moment. was ihr eine präsenz und intensität verleiht, wie man sie heutzutage nur noch selten findet. einmal mehr eine definitive kaufempfehlung.

die junge kollegin Lena Malmborg stammt aus dem benachbarten schweden und findet deutlich direkter - bzw. weniger dunkel - den weg in unsere herzen: veröffentlicht über das friska viljor-label pendelt sich das musikalische spektrum von "Paris To Berlin" (crying bob records/broken silence) zwischen singer-songwriter-wurzeln und bluesinfiziertem rock ein. gerne auch etwas forscher inszeniert beweist die stockholmerin, dass sich niemand zwangsläufig dem häufig assoziierten melancholie-diktat ihrer nordischen heimat unterwerfen muss. ein track wie "don't be scared" drängt so selbstbewusst und überzeugend in den mittelpunkt, dass man es der zierlichen künstlerin kaum zugetraut hätte. das extrovertierte "messenger blues" anschließend wischt jeden zweifel weg: diese zwölf stücke markieren eine der erfrischenderen angelegenheiten der letzten zeit. übrigens bezeichnet malmborg die einst von ihrem bruder geschenkte muddy waters lp als "the best gift ever"... geschmackssicher.

Samstag, 6. November 2010

nosliw. heiss&laut remixed teaser

Am 22.10.2010 erschien Nosliws “Heiss&Laut remixed by SoulForce” Album bei Rootdown Records. Das Krefelder Produzententeam SoulForce hat sich mit dem “Besten nationalen Album 2009″ (Riddim) befasst und so entstand eine frische, gänzlich neue Version des Erfolgsalbums! Mit “Immer nur bergauf” gibt es jetzt den ersten Vorgeschmack… auch als FREE DOWNLOAD direkt aus dem Soundcloud-Player
Mit “Action” folgt der 2. Vorbote: Mit diesem elektrolastigen Remix zeigen Fizzel & Fat Fabi aka SoulForce die Bandbreite ihres Schaffens und weisen die musikalische Flexibilität von Nosliw Tunes eindrucksvoll nach..
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Donnerstag, 4. November 2010

pink martini, the storm. empfehlungsschreiben

gern nimmt man als rezensent bezug auf die schnöden zettel, welche den jeweiligen veröffentlichungen so gerne beiliegen. neben reichlich lobhudelei finden sich dort jedoch zumindest auch eine kleine menge an fakten. und weil die zeit gerade knapp ist, sollen diese beiden interessanten veröffentlichungen zumindest durch zitate entsprechender promoanschreiben berücksichtigung finden.
los geht es mit Pink Martini: "Das 12koepfige Miniorchester Pink Martini praesentiert sein neues “konfessionsuebergreifendes“ Weihnachtsalbum "Joy To The World" (naive/heinz/indigo). Aufgenommen wurden die 14 Songs in Portland/Oregon, der Bandheimat, in der Kung Fu Bakery unter Federfuehrung von Toningenieur Dave Friedlander (Prince, The Decemberists) und produziert von Bandkopf und Pianist Thomas Lauderdale.
`Joy To The World beinhaltet altbekannte traditionelle Feiertags Songs wie Irving Berlins `White Christmas´.Ein hebraeisches Gebet `Elohai N´tzor´ das mit Ida Rae Cahana, Ari Shapiro und Patricia Costa Kim eingespielt wurde, Ausserdem gibt es einen chinesischen Neujahrssong aus dem Jahr 1946, eine Fela-inspirierte Version von `We Three Kings´, einen Song in Ladino (einer Kreuzung aus Spanisch und Hebraeisch), `Stille Nacht, heilige Nacht´ auf Deutsch, Arabisch und Englisch. "Wir haben uns bemueht ein Album zu machen, das nicht konfessions- oder glaubensgebunden ist, sondern das in jedem Teil der Welt gespielt werden koennte.“ sagt Thomas Lauderdale."
und weiter mit The Storm und ihrem überaus zugänglichen zweitwerk "Black Luck" (spinefarm/soulfood). bitteschön: "Fans und Kritiker sind sich einig: Seit ihrer Gründung gehören The Storm zu den angesehensten und außergewöhnlichsten Bands in Dänemark. Schon ihr Debüt ’Where The Storm Meets The Ground’ (2007) wurde mit Platin ausgezeichnet. Und während das Duo in den Nachbarstaaten seltsamerweise immer noch zurückhaltend beobachtet wird, spielen sie in Dänemark eine ausverkaufte Show nach der anderen. Eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, dass die Band erst seit 2006 existiert. Um eines klar zu stellen: Wir sprechen hier nicht über Musiker, die um Hits betteln und sich deshalb dem aktuellen Sound des Mainstream anbiedern. Der Erfolg liegt vielmehr in der Zusammenarbeit zweier äußert renommierter Musiker und Künstler: Johan Wolgert und Pernille Rosendahl, die auch privat ein Paar sind. Als Mitglieder der Prog-Rocker Mew und der Indie-Rock-Legende Swan Lee konnten Wolgert und Rosendahl bereits große Siege feiern. Beide Bands gehören bis heute zu den interessantesten Formationen Skandinaviens, ihre Erfolge sprechen für sich. Das Debüt von The Storm verkaufte sich bis heute 30.000-fach, für dänische Verhältnisse eine unglaubliche Zahl. Neben den kommerziellen Erfolgen schlägt das Album auch in der Metal-Szene ein: Michael Poulsen von den Landsmännern Volbeat fragt an, ob Pernille Rosendahl auf ihrem neuen Album ’Guitar Gangsters and Cadillac Blood’ singen würde. Pernille willigt ein, woraus sich eine tiefe Freundschaft zwischen beiden Bands entwickelt. Michael Poulsen revanchiert sich und ist auf der kommenden The Storm-Single ’Black Shot Eyes’ zu hören. Die Veröffentlichung von ’Black Luck’, dem neuen Album von The Storm, steht unmittelbar bevor. Der Sound der neuen Scheibe fiel härter und kompromissloser aus, was den aktuellen Stand der Band perfekt widerspiegelt. Universal wurden durch das Band-eigene Label ersetzt, das eng mit den Metal-Experten von Target Records zusammenarbeitet. Als Produzent konnte der "Godfather Of Heaviness" Jacob Hansen (Volbeat, Raunchy, Hatesphere, Dúné) verpflichtet werden - sicherlich eine mutige Kombination, die jedoch für die musikalischen Erwartungen und Visionen von Pernille Rosendahl und Johan Wolgert steht."


Dienstag, 2. November 2010

flying horseman, erika rosen. in den fußstapfen von...

ein untypisches album für die post-progressive-drone experten von conspiracy records, zeitgleich eines ihrer feinsten seit jahren: die Flying Horseman treten mit ihrem debüt "Wild Eyes" (conspiracy records/cargo) in die fußstapfen von david eugene edwards a.k.a. woven hand. das sextett aus dem belgischen antwerpen klingt dabei überraschend authentisch, wovon man sich auch mit untenstehendem video einen eindruck machen können sollte. übrigens: das album erscheint als vinyl-lp plus 7"... sowie als reguläre cd.
ex-small flowers crack concrete-sängerin Erika Rosen stammt aus dem schwedischen malmö und tritt mit ihrem debütwerk erfolgreich in die fußstapfen von landsfrauen wie ane brun oder anna ternheim. wobei "Reload All Emotions And Let Them Collide" (margit music/broken silence) als doppel-cd erscheint, wenngleich die tracks leicht auf einen einzelnen silberling gepasst hätten. eine unterteilung macht dennoch sinn: so zeigt sich rosen auf den neun songs der ersten seite als klassische, zurückgenommene singer-songwriterin typisch skandinavisch-melancholischer prägung. die sechs stücke auf seite zwei entstanden im home-recording-verfahren und offenbaren eine experimentierfreudigere, atmosphärischere seite. auch diese facette weiß zu gefallen. und es dürfte spannend werden, wie sich ein solches kreatives konglomerat in der weiteren musikalischen biographie der künstlerin niederschlägt.

Montag, 1. November 2010

originale & plagiate... live on stage

wer auch immer in den letzten zwanzig jahren mit der traditionellen metalszene zu tun gehabt haben sollte, dem dürfte beim line-up des diesjährigen sonicsphere-festivals das wasser im munde zusammengelaufen sein. die wiedererstarkten metallica, die (beinahe) wiedererstarkten megadeth, die geradezu albern lineup-zerütteten anthrax sowie die ewig souveränen slayer geben sich auf "The Big Four Live From Sofia" (universal) ein stelldichein. aufgezeichnet am 22. juni diesen jahres wurde die show aus dem bulgarischen sofia seinerzeit in 79 kinos in großbritannien, über 450 kinos in 140 märkten in den usa sowie mehreren kinos in europa, kanada, lateinamerika, australien, südafrika und neuseeland ausgestrahlt. die nun erschienene doppel-dvd wartet mit 5 stünden material auf, inklusive dem von allen vieren performten "am i evil?" sowie einer dreiviertelstündigen dokumentation. die setlist konkret:

Metallica:

01. Creeping Death
02. For Whom The Bell Tolls

03. Fuel

04. Harvester Of Sorrow

05. Fade To Black

06. That Was Just Your Life

07. Cyanide
08. Sad But True
09. Welcome Home (Sanitarium)
10. All Nightmare Long

11. One

12. Master Of Puppets

13. Blackened

14. Nothing Else Matters

15. Enter Sandman

16. Am I Evil? (with the Big Four)

17. Hit The Lights
18. Seek and Destroy

Slayer:
01. World Painted Blood

02. Jihad

03. War Ensemble

04. Hate Worldwide

05. Seasons In The Abyss

06. Angel of Death

07. Beauty Through Order

08. Disciple

09. Mandatory Suicide

10. Chemical Warfare

11. South of Heaven

12. Raining Blood


Megadeth:

01. Holy Wars... The Punishment Due

02. Hangar 18

03. Wake Up Dead
04. Head Crusher

05. In My Darkest Hour

06. Skin O' My Teeth

07. A Tout Le Monde

08. Hook In Mouth

09. Trust

10. Sweating Bullets

11. Symphony Of Destruction

12. Peace Sells/Holy Wars Reprise

Anthrax:

01. Caught In A Mosh
02. Got the Time

03. Madhouse

04. Be All, End All

05. Antisocial

06. Indians/Heaven And Hell

07. Medusa

08. Only

09. Metal Thrashing Mad

10. I Am The Law


und wo wir gerade bei metal auf der bühne sind: die österreicher The Sorrow haben erst kürzlich ihr selbstbetiteltes drittwerk veröffentlicht. abermals ziemlich exakt am puls der metalcore-zeit positioniert sich das quartett erneut zielsicher zwischen parkway drive und killswitch sngage. viel eigene identität steckt leider also noch immer nicht dahinter. durch ihr enorm treffsicheres songwriting aber wundern die bemerkenswerten erfolge keineswegs. auf bühne kann man "The Sorrow" (drakkar/sony) auf folgenden spielstätten erleben:
02.11.2010 (DI) Stadtmitte - Karlsruhe

03.11.2010 (MI) Schacht 1 - Oberhausen

04.11.2010 (DO) Vortex - Siegen

05.11.2010 (FR) Knaack - Berlin

06.11.2010 (SA) Bastard Club - Osnabrück

07.11.2010 (SO) Logo - Hamburg

14.12.2010 (DI) NCO Club - Schwäbisch Hall

15.12.2010 (MI) Cafe Central - Weinheim

16.12.2010 (DO) Rockfabrik - Ludwigsburg

13.01.2011 (DO) Ppc - Graz (AT)

14.01.2011 (FR) Szene - Wien (AT)

15.01.2011 (SA) Posthof - Linz (AT)

20.01.2011 (DO) Weekender - Innsbruck (AT)
21.01.2011 (FR) Rockhouse - Salzburg (AT)

Sonntag, 31. Oktober 2010

kt tunstall. das neue album

emi records vermelden folgende neuigkeite: "KT Tunstall meldet sich drei Jahre nach ihrem letzten Album "Drastic Fantastic" heute mit ihrem dritten Longplayer "Tiger Suit" zurück. Die schottische Sängerin und Songwriterin begab sich für die Aufnahmen des neuen Albums nach Berlin, um in den legendären Hansa Studios mit dem Produzenten Jim Abbiss (Editors, Arctic Monkeys, Adele, Kasabian) zu arbeiten. KT Tunstall, Schottin mit chinesisch-irischen Wurzeln, beschreitet auf ihrem dritten Studioalbum fast unmerklich musikalisch neue Wege. Nature Techno nennt die Sängerin und Songwriterin die Mischung aus folkloristisch leichten Popsongs, die mit viel Synthesizer unterlegt sind. Auch wenn ihre Stimme, die Gitarre und der Stil des Songwrtings eindeutig nach KT Tunstall klingt, sind die Songs doch moderner produziert, mit vielschichtigen Ebenen und Texturen.Nachdem die 2006 mit dem Brit-Award als beste Künstlerin ausgezeichnete Musikerin mit ihren ersten beiden Alben „Eye To The Telescope“ und „Drastic Fantastic“ Platin erreicht hatte, nahm sie sich mitten im Karrieretrubel eine längere Auszeit und reiste erst einmal um die Welt. „Tiger Suit“ reflektiert auch diese Monate überwältigender Eindrücke aus Indien, Neuseeland und der Arktis. KT Tunstall hat für „Tiger Suit“ mit Unterstützung von Top-Autoren wie Linda Perry und Greg Kurstin feingliedrige Songskulpturen geschaffen, die von den von ihrer Reise nach Grönland inspirierten Tribal-Sounds auf „Uummannaq Song“ über die orientalisch flirrenden Klänge von „Lost“ bis zu dem rhythmisch vertrackten Calypso „(Still A) Weirdo“ reichen. Bezaubernd und feenleicht! (VÖ: 22.10.2010)"

Sonntag, 24. Oktober 2010

elton john. was sucht der denn hier?

eine neue platte von Elton John auf unseren seiten? ausnahmsweise ja. einmal, weil ich den herren vor jahren schonmal live erleben durfte, wenngleich nur um meiner offensiven liebe zu queen und allen versatzstücken ausdruck zu verleihen (brian may spielte damals im vorprogramm). vor allem aber, weil das neue werk überraschend gelungen, authentisch und so gar nicht banal in richtung radioairplay schielen will. in diesem satz aus dem platteninfo stecken außerdem weitere gute gründe: "Zu den hochkarätigen Studiogästen des Albums zählen u.a. Neil Young, Brian Wilson, Jim Keltner, Booker T., Grace Johnes, Paul McCartney, Stevie Nicks und Tata Vega. Produziert wurde das komplett live eingespielte Album "The Union" (universal music) vom Oscar-Gewinner T-Bone Burnett, der erst vor wenigen Wochen den Grammy für seine Arbeit an "Raising Sand" von Robert Plant und Alison Krauss in Empfang nehmen konnte."
wer immer noch skeptisch ist, kann sich hier ein eigenes Urteil bilden: