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Sonntag, 28. Juni 2009
the butterly effect, die dritte. review
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Samstag, 20. Juni 2009
enter shikari. common dreads
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Mittwoch, 17. Juni 2009
dilla, nemesis & arrogance. hiphop than & now
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auf umwegen fand dieses album den weg in die bmusic-redaktion. denn Nemesis And Arrogance sind bislang wohl ausschließlich der britischen hiphop-szene ein begriff - und selbst dort noch dem untergrund vorbehalten. wenngleich es dank moderner vertriebswege kein großes problem sein sollte, "Present Da Real Sho" (real records/import) zumindest digital zu erwerben. und obwohl das schwarz-weiße duo, bestehend aus produzent und mc, jenseits des hier populären grime-stils agiert, können sie mit diesem 21 tracks umfassenden mixtape punkten. durch hiphop mit reichlich melodien, dezentem ragga-einschlag sowie einer angenehm unaufgeblasenen produktion bleibt die im radio-show-stil gehaltene cd konsequent kurzweilig. nicht zuletzt aufgrund unzähliger features kompetenter interpreten, von denen man hierzulande noch nie gehört hat... ich hätte nichts dagegen, dieser kollaboration in zukunft noch öfter zu begegnen!
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Dienstag, 16. Juni 2009
god fires man. life like
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- den track "kill the pundits" findet ihr hier als kostenlosen mp3-download.
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Montag, 15. Juni 2009
bestandsaufnahme. 06/09
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The Living End und der punkrock gehen seit geraumer zeit getrennte wege... wovon man sich mit einiger verspätung (den neuen longplayer gab es hier bis heute nur als import) nun auch bei uns überzeugen kann: "White Noise" (universal music) atmet in seinen besten momenten einen gewissen flair von the clash. vor allem aber klingen die australier nach breitbeinigem rock. daran nicht ganz unschuldig: der zweifellos fette, furztrockene sound. und doch gelingt es auch diesmal nicht, an die relevanz der eigenen vergangenheit anzuknüpfen. zu wenig nachhaltig klingen die songs, zu direkt verpulvert das trio sein feuer. und wo den beatsteaks mit "smack smash" mit vergleichbarem ansatz der große coup gelang, müssen sich the living end (zumindest abseits der fanhysterie in ihrer heimat) weiterhin mit "die-sind-schon-ganz-nett"-kommentaren begnügen.
das songverständnis von xiu xiu bleibt für minuten spürbar, die extravaganten hymnen einer kate bush treffen auf die audiophile experimentierfreude von hanne hukkelberg: so oder so ähnlich kann man die musik der ebenfalls aus skandinavien stammenden Wildbirds & Peacedrums umschreiben. in ihrer heimat schweden bereits preisgekrönt, lassen sich auf "The Snake" (haldern pop/cargo) tatsächlich eigenwillig bis verschrobene klangmuster erkennen, die von dem duo mariam wallentin (vokalhysterie und mehr) plus andreas werliin (drums und mehr) in, naja, songformat gegossen werden. ein sehr dominierendes, beinahe archaisches schlagzeugspiel bildet zumeist den antrieb für das spröde songmaterial, welches die idee des debüts "heartcore" zu ende denkt: während "the snake" darf man staunen, sich konzentrieren oder auch lachen - einmalig bleibt das album zu jeder zeit. manchmal kommt so eine platte einfach genau zum richtigen zeitpunkt: draußen will sich partout der sommer nicht einstellen, stattdessen regnet es bindfäden und richtig warm war es für einen juni schon ewig nicht mehr. autritt The Gentle Lurch: der band aus dem kumpels & friends umfeldes aus dresden mag man im falle von "The Beat Of The Heart Is The Beat Of The Boss" (schinderwies/broken silence) erstmal größenwahn unterstellen; aber ihr zweitwerk macht als doppel-cd durchaus sinn. zum einen, weil die spielzeit trotz allem überschaubar bleibt. zum anderen jedoch, weil es sinn macht, die 14 songs auseinander zu dividieren. so klingt die erste hälfte weitaus differenzierter instrumentiert - und auch die lambchop- bzw. kurt wagner-reminiszenzen werden dank "sprech-gesang" in diesem zuge ungleich konkreter. zumindest so lange, bis das trio cornelia mothes mit ihrer wunderbaren stimme ans mikrofon lässt. bei aller folklore-lastigkeit und americana-stiltreue haftet "the beat of the heart..." jedoch zu jeder sekunde etwas angenehm augenzwinkerndes, sympathisch unfertiges an. was das schön aufgemachte werk am ende doch zu etwas ziemlich großem macht.
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Sonntag, 14. Juni 2009
gossip, speech therapy. womanizer
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wesentlich weniger offensiv dagegen agiert Speech Debelle. die aus dem süden london stammende rapperin entstammt dem kreativen umfeld von roots manuva, welcher in "wheels in motion" gar zum duett antritt. dessen soundverständnis "Speech Therapy" (big dada/rough trade) jedoch insgesamt nur zum teil prägt. die andere hälfte erinnert an spoken word-künstlerinnen wie ursula rucker. auf der basis von hiphop-soundkonstruktionen erzählt sie reflektiert, ja beinahe entspannt ihre geschichten zwischen urbanität und intimität. die 25-jährige legt dabei ein erstaunliches selbstbewusstsein an den tag, prägt mit charmantem akzent eine durchaus eigene klangidee zwischen elektro, downbeat und grime. erwähnenswert zudem, dass die 13 tracks trotz teils jazziger instrumentierung, imposanter breaks sowie der durchaus nachdenklichen grundstimmung niemals verkopft wirkt. fazit: ein auf den ersten blick vielleicht sogar unscheinbares, in wirklichkeit jedoch ganz großes debütwerk.
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Donnerstag, 11. Juni 2009
still believe? hardcore-bestandsaufnahme 06/09
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durchgereicht von label zu laben - nach victory dienten ja zuletzt alveran records als veröffentlichungsbasis - sind die Hoods nun bei i scream angekommen. und markieren mit "Pit Beast" (i scream/cargo) den traurigen tiefpunkt einer zwischenzeitlich durchaus hoffnungsvollen karriere. im jahre 2009 bleibt allerdings nur tausendmal durchgekauter bollo-hardcore, der selbst in den versucht witzigen momenten ausgelutscht klingt. sogar wenn ein paar der songs hier noch arsch treten, zu einem "pit beast" wird da nur noch der fronthirsch selbst. doch mike hood hat seinen laden über die jahre hin schlichtweg heruntergewirtschaftet: meine herren... das war's dann wohl endgültig! ganz zu schweigen davon, dass bei ärgerlichen zwanzig minuten spielzeit der "value-for-money"-gehalt einmal mehr gegen null tendiert, vor allem, wenn es den zehn tracks (plus obligatorischer agnostic front-coverversion) auch noch an ideen mangelt...
respekt an das überlegte handeln von gsr music: nachdem man zuletzt arkangel für das gar nicht immer so hochkarätige labelrooster gewinnen konnte, kommen nun auch die lange von der bildfläche verschwundenen Kickback mit einem neuen longplayer über die niederländische company von theo coumans. deren output und liveshows dabei ähnlich legendären, beinahe mystischen status besitzen wie im falle der belgier. "No Surrender" (gsr music/cargo) schlägt nach dem motto "older, colder, stronger" in eine ähnliche kerbe wie der bandklassiker "cornered": angetrieben von der scheußlichen keifstimme von frontmann stephen mosht sich das quartett durch elf tracks, die immer wieder von atmosphärischen parts und (französischen) spoken words-einlagen durchbrochen werden. was das ergebnis noch kränker klingen lässt, als sämtliche vorherigen releases. bleibt die frage, ob und wie kickback dieses bastard live umsetzen können. und die hoffnung, dass die alten alben der franzosen doch noch einmal zu vernüntigen konditionen wiederveröffentlicht werden...
apropos belgien: dort machen auf gleichem label The Setup seit nunmehr drei alben ganz herausragende musik zwischen turmoil und the hope conspiracy. dies gilt auch und insbesondere für "Torchbearer" (gsr music/cargo). den ersten longplayer ohne den füheren sänger dries nutzte man gleich für eine kleine kurskorrektur: das neue material klingt eine spur direkter, nicht zuletzt durch den häufigeren einsatz von gangshouts (die auf dem vorgänger nur ganz punktuell akzente setzten). auch den bassist verlor man übrigens - ganz im einvernehmen an die landmänner von born from pain. die sich im gegenzug mit einem gastspiel hier revanchieren. das wichtigste aber: the setup benötigen nach wie vor weder komplexe songstrukturen noch übermaßig metallische zitate, um ihre zerstörerische wirkung zu entfalten. einzige mankos: die vocals von krist deweerdt brüllen eine spur zu monoton. und auch die leicht defizitäre produktion nimmt einen hauch von der euphorie, die "minster of death" seinerzeit bei mir auslöste. nichtsdestotrotz beiben the setup aber die ganz großen kandidaten im europäischen untergrund - und würden mit "torchbearer" selbst auf ausnahmecompanies wie deathwish inc eine formidable figur abgeben. ebenfalls empfehlenswert: die vorab veröffentlichte ep "crawl and reign" mit fünf exklusiven tracks sowie wunderbarem hafenimpressionen-coverartwork...
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Dienstag, 9. Juni 2009
playing for change. beinahe gut
zugegeben: die idee hinter "playing for change" (universal) ist ebenso simpel wie genial: die mitinitiatoren dieses projektes bereisten weit abgelegene plätze dieses planeten, um straßenmusikern zu begegnen, zu filmen und aufzunehmen. keb' mo und bono gehören zu den prominenten namen, die einem hier im hintergrund begegnen; die federführung lag in den händen von musikproduzent mark johnson aus israel, südafrika, dem himalaya und von vielen weiteren orten dieser erde stammen seine interpreten, welche sich teilweise nie gesehen haben und dennoch in gemeinsamen songs auftauchen.
genau hier aber verpufft die brillante idee jedoch im seichten: anstelle den vielen besonderen künstler allernorts auf den straßen ein denkmal mit ecken und kanten zu setzen, bestehen die zehn tracks zum größten teil aus coverversionen von standard-material: "stand by me", "one love" oder "talkin' bout a revolution" klingen in diesen interpretationen zwar nett, setzen aber kaum akzente. nicht zuletzt deswegen, weil die aufnahmen irgendwie künstlich geglättet wirken. daran ändert auch die wertige bonus-dvd nicht, welche anhand von videoclips einen noch tieferen einblick in die interessante entstehungsphase von "playing for change" zulässt.
genau hier aber verpufft die brillante idee jedoch im seichten: anstelle den vielen besonderen künstler allernorts auf den straßen ein denkmal mit ecken und kanten zu setzen, bestehen die zehn tracks zum größten teil aus coverversionen von standard-material: "stand by me", "one love" oder "talkin' bout a revolution" klingen in diesen interpretationen zwar nett, setzen aber kaum akzente. nicht zuletzt deswegen, weil die aufnahmen irgendwie künstlich geglättet wirken. daran ändert auch die wertige bonus-dvd nicht, welche anhand von videoclips einen noch tieferen einblick in die interessante entstehungsphase von "playing for change" zulässt.
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straßenmusik
Sonntag, 7. Juni 2009
dredg: album und tour. support: expatriate
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den passenden support für die fünf termine fand man in Expatriate, die in ihrer heimat australien schon groß abgefeiert werden. und mittlerweile nach berlin (!) umgezogen sind... mit der ep "Home" (pias germany) gibt es einen vorgeschmack auf ihr bei uns mit reichlich verspätung erscheindendes debütalbum “in the midst of this”. zwei songs davon sind auch hier enthalten, die anderen beiden exklusiv. alles in allem bringt ihr sound die eskapaden von dredg auf einen simplen nenner; zudem wirken in dem mix aus rock, pop sowie einer prise elektronischer untermalung doch die errungenschaft von vorbildern wie the church. fazit: als vorgeschmack mindestens interessant, als vorband eine nette chance, sich mit den nächsten potentiellen indie-durchstartern vertraut zu machen.
tourdaten dredg, supprt: expatriate
08.06. Hamburg – Gr. Freiheit
09.06. Berlin – Huxley's
11.06. Bochum – Zeche
12.06. Aschaffenburg – Colos Saal
16.06. Bochum – Zeche
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Freitag, 5. Juni 2009
hiphop. shortcuts
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lange hat es gedauert, bis das erste soloalbum des jurassic 5 mc's seinen weg an das licht der öffentlichkeit fand (als trost gab es 2006 immerhin ein mixtape namens "welcome to the fish market"). doch seit "feedback" sind nun auch schon drei jahre ins land gezogen, in denen Chali 2na offensichtlich die zeit fand, "Fish outta Water" (decon/groove attack) den entscheidenden feinschliff zu verpassen. als prominenter gast fand sich unter anderem beenie man ein, die vorab-single "lock shit down" mit talib kweli dürfte den meisten ebenfalls schon bekannt sein. naheliegend auch, dass die solo-veröffentlichung des ebenfalls als autor und maler aktiven rappers vor allem seine persönliche seite offenbart: so geraten die 15 tracks zu weit mehr, als nur einem ableger der mittlerweile aufgelösten rap-legende j5. hier dominiert nicht allein chali 2na's eigenwillig deepe stimme, es sind auch die inhalte die akzente setzen. ob sich die jahrelange wartezeit gelohnt hat, vermag ich noch nicht zu urteilen. ein weit überdurchschnittliches solowerk wird hier so oder so kredenzt.
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Mittwoch, 3. Juni 2009
placebo. die krux mit dem namen
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Montag, 1. Juni 2009
außen hart. innen weich
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die entwicklung von Neaera verfolge ich seit meiner ersten begegnung mit dem metalblade-debüt "the rising tide of oblivion" zwar mit aufmerksamkeit, jedoch ohne sonderliche hingabe. so war mir ihr irgendwo zwischen skandinavien-gitarrenarbeit und bolt thrower-eskapaden angelegter sound immer eine spur zu wenig eigenständig und packend, als dass ich mich mit den sympathisch wirkenden münsteranern tiefergehender beschäftig hätte. so wirklich ändern will sich das auch mit "Omnicide - Creation Unleashed" (metal blade/spv) nicht wirklich. trotz oder gerade weil man sowohl instrumental als auch soundtechnisch nichts anbrennen lässt: auf mich machen die zehn neuen tracks wieder einen etwas zu klinischen eindruck, wenngleich sich immer wieder packende passagen entdecken lassen. auf die ganze spielzeit fehlt neaera für meine begriffe weiterhin der funken extravaganz, der sie aus dem - nicht selten hochkarätigen - zirkus ähnlich gelagerter bands abheben lässt.
fast kommt der genuss von "Children Of The Dark" (massacre records/soulfood) einem trip in die neunziger gleich: so wie die sechs finnen von Eternal Tears Of Sorrow ihren gothic-metal mit cleanen und dreckigen vocals anreichern, wie sie das keyboard selbstbewusst einsetzen aber niemals die oberhand gewinnen lassen... so hat man das seit seligen lake of tears- oder frühen sentenced-zeiten selten gehört. auch, weil man auf dem mittlerweile sechsten longplayer den poppigen elementen immer genügend kernigkeit entgegen setzt. und nur ganz sparsam mit den offenbar obligatorischen female vocals arbeitet. hapern tut es deshalb an anderer stelle: wirkliche songs mit langzeitwirkung haben e.t.o.s. nach wie vor nicht am start. wer sein anachronistisches faible ausleben will, wird mit den zehn tracks dennoch ganz gut bedient.
traurig eigentlich, dass es nach dekaden an hardcore-bands immer noch einer ausnahmestellung gleich kommt, wenn sich darunter auch 'mal frauen mischen. im falle Reaching Hand kann man sogar von einer "female fronted band" sprechen... soll heißen, mit sofia o nimmt hier endlich einmal wieder eine frau das mikro in die hand. und bleibt dabei, im gegensatz zu einigen kolleginnen in diesem genre, durchaus feminin. zwar drückt die formation aus portugal auf dieser fünf-track-cd mächtig auf die tube, doch gerade in kombination mit den harmonischen gitarrenleads weiß die energische stimme zu gefallen. "Threshold" (chorus of one/import) erinnert so an einen zündenden mix aus youthcrew-hardcore der alten schule mit einer prise punkrock a lá good riddance. das ergebnis überzeugt auf ganzer linie... nach einem demo und dieser ep wäre es denn nur langsam zeit für den debütlongplayer!
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